Daxbacher fordert Aufstieg
Für die Austria zählt am Donnerstag (18.00 Uhr, live in ORF1 und im Livestream) nur ein Sieg. Nach dem 2:2 im Hinspiel der Europa-League-Quali dürfen sich die Wiener im zweiten Duell mit Siroki Brijeg nur mit einem Erfolg in der Ferne Hoffnungen auf den Aufstieg machen. Voraussetzung dafür wäre aber das Ende einer Serie: Seit knapp fünf Jahren ist die Austria in Europacup-Auswärtspartien sieglos.
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„Mit unserer Qualität müssen wir eigentlich gewinnen, da dürfen wir nichts anbrennen lassen“, bekräftigte der gebürtige Bosnier Zlatko Junuzovic die Ambitionen der Violetten - und sein Mitspieler Marko Stankovic ergänzte: „Meiner Meinung nach werden wir als Sieger nach Hause reisen.“ Es wäre das erste Mal seit 11. August 2005. Dem damaligen 2:1 gegen MSK Zilina folgte eine bis dato 16 Partien währenden Durststrecke vor fremden Kulissen. Mit Roland Linz ist der Siegestorschütze von damals auch diesmal mit dabei.
Verbesserte Chancenauswertung
Europa-League-Quali, Rückspiel zweite Runde
Donnerstag, 18.00 Uhr
Live in ORF1 und im Livestream
Siroki Brijeg - Austria Wien
Pecara-Stadion, SR Muniz (ESP)
Hinspiel: 2:2
Siroki Brijeg: Bandovic - Diogo, Renato, Topic, Barisic - Roskam, Kozul, Ivankovic, Silic - Wagner - Varea
Austria: Lindner - Klein, Dragovic, Ortlechner, Suttner - Stankovic, Hlinka, Junuzovic, Liendl - Jun, Linz
Zuversicht gibt dem Vizemeister der Auftritt im Geisterspiel im Horr-Stadion vergangene Woche. Zwar war das Ergebnis ob zweier Fehler in der Defensive kein positives, wie gegen Mattersburg überzeugten die Wiener aber auch ohne den weiter verletzten Regisseur Milenko Acimovic mit einer spielerisch ansprechenden Leistung. „Wir haben das Gefühl gehabt, dass wir das Spiel bestimmt haben. Siroki Brijeg hätten wir fast stärker erwartet“, meinte Trainer Karl Daxbacher rückblickend. Was besser werden muss, ist jedoch die Chancenverwertung.
„Es ist so ähnlich wie beim Elferschießen. Im Training ist alles drin, im Spiel flattern dann doch die Nerven“, erklärte Daxbacher mit Blick auf die zahlreichen vergebenen Chancen sowohl im Europacup als auch gegen die Mattersburger. Für Tore sorgen soll neben Neo-Kapitän Linz und seinem rechtzeitig fit gewordenen Sturmpartner Tomas Jun die offensive Mittelfeldreihe mit Junuzovic, Michael Liendl und Zugang Stankovic. Auch Schumacher machte die Reise doch mit.
Nur mit einem Sieg weiter
Entscheidend wird sein, wie sich im rund 10.000 Zuschauer fassenden Pecara-Stadion die Hausherren präsentieren. In Wien agierte der bosnische Vizemeister, der erst Ende Juli in die Meisterschaft startet, zurückhaltend. „Die Gegner besitzen die bessere Ausgangsposition, aber es wird für sie auch schwierig, mit der Situation umzugehen. Ich erwarte, dass wir das Spiel bestimmen“, mutmaßte Daxbacher. Diese Situation könnte sich mit einem Führungstor der Austria natürlich umkehren. An ein ebenfalls den Aufstieg bringendes 3:3 denkt laut Daxbacher im Austria-Lager niemand. „Uns ist bewusst, dass wir nur mit einem Sieg weiterkommen.“
Für die Favoritner steht in der mehrheitlich von Kroaten bewohnten, 7.000 Einwohner zählenden Kleinstadt in der Westherzegowina auch eine Menge Geld auf dem Spiel. Als Ziel in ihrer Jubiläumssaison (100 Jahre) wurde international die Gruppenphase ins Auge gefasst. Im Vorjahr spülte allein das Startgeld 900.000 Euro in die Kassa. Finanziell bedrohlich wäre das Aus nicht. Budgetiert hat die Austria nämlich nur mit einer Qualifikationsrunde.
Manipulation gegen Ljubljana?
Für Irritationen sorgten im Vorfeld der Partie nicht nur die Meinungsverschiedenheiten zwischen Bosniens Fußballverband und der FIFA, sondern auch das unter Manipulationsverdacht stehende Erstrunden-Qualispiel von Siroki Brijeg gegen Olimpija Ljubljana.
Bei der 0:2-Niederlage der Slowenen daheim sollen im Wettgeschäft verdächtige Geldflüsse erfolgt sein. Der Austria-Gegner ist davon freilich nicht betroffen. Siroki Brijeg lehnte in einem Statement diesbezügliche Spekulationen ab. Die UEFA sowie die Behörden seien eingeladen, die Sachlage zu prüfen, hieß es.
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