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Wacker empfängt Sturm Graz

Der FC Wacker Innsbruck und SK Sturm Graz haben vor dem Duell am Sonntag im Tivoli-Stadion noch makellose Bilanzen zu verteidigen. Der aufgrund witterungsbedingter Absage des Salzburg-Spiels erst einmal tätige Aufsteiger wies bei seinem ersten Auftritt Rekordmeister Rapid mit 4:0 in die Schranken, während die Grazer gegen Ried und Kapfenberg verdiente Siege feierten.

Die Tiroler konnten somit zwei Wochen auf das Spiel hinarbeiten und sich genau auf den Gegner vorbereiten. Am Mittwoch entschieden Miran Burgic und Co. ein eingeschobenes Testspiel gegen den deutschen Zweitligisten Ingolstadt mit 1:0 für sich. „Jetzt kommt der nächste Topclub, der sein Europacup-Spiel souverän gewonnen hat. Es ist eine interessante, tolle Aufgabe“, blickte Wacker-Trainer Walter Kogler mit Vorfreude auf das zweite Heimspiel.

„Immer wieder nach vorne“

Nach dem Auftakt gegen Rapid ist jedenfalls keine große Euphorie im Tiroler Lager ausgebrochen. „Wir brauchen nicht euphorisch zu sein. Der Sieg hat uns nur die positive Bestätigung gebracht, dass wir es draufhaben“, betonte Kogler. Für seine Mannschaft gehe es darum, in jeder Partie so ans Limit zu gehen wie gegen die Hütteldorfer. „Wenn die Mannschaft jene Leistung bringt, die in ihr steckt, dann ist auch gegen Sturm alles möglich“, war der Wacker-Trainer optimistisch.

„Um gegen Sturm zu bestehen, müssen wir Einsatz zeigen, aggressiv auftreten, kompakt stehen und immer wieder das Spiel nach vorne tragen“, fügte Kogler sein Erfolgsrezept gleich hinzu. Die ideal in die Saison gestarteten Grazer schätzte der 42-Jährige als schwierigen Gegner ein. „Sie spielen einen gepflegten Fußball, stehen defensiv sehr gut und lassen den Ball in der Mannschaft sehr gut laufen.“ Die Steirer kommen mit einem 2:0-Heimsieg gegen Dinamo Tiflis im Gepäck nach Tirol.

Sturm wohl unverändert

Zudem mussten die Schützlinge von Coach Franco Foda damit noch keinen einzigen Gegentreffer in der laufenden Saison hinnehmen. Trotzdem hat der Sturm-Trainer Respekt vor dem Gegner. „Sie sind eine sehr aggressive, bissige Mannschaft. Wenn man Rapid mit 4:0 schlägt, dann ist schon etwas dahinter“, analysierte Foda den Gegner. Dementsprechend gewarnt fahre man am Samstag mit dem Bus nach Innsbruck. „Das heißt aber nicht, dass wir dort nicht punkten wollen“, betonte der deutsche Chefcoach.

Tipp3-Bundesliga, dritte Runde

Sonntag, Beginn 18.30 Uhr

Innsbruck - Sturm Graz -:- (-:-)

Tivoli neu, SR Lechner

Wacker: Grünwald - Harding, Bea, Pichler, Hauser - Koch, Abraham, Prokopic, Öbster - Burgic, Schreter

Sturm: Gratzei - Standfest, Feldhofer, Schildenfeld, Pürcher/Ehrenreich - Hölzl, Kienzl, Weber, Bukva - Kienast, Szabics

Die Entscheidung über die Aufstellung wollte Foda erst nach dem Abschlusstraining treffen, immerhin müsse man abwarten, wie es bei den Spielern nach dem Europacup-Auftakt kräftemäßig ausschaut. „Ich glaube aber, dass sich an der Aufstellung nicht allzu viel ändern wird“, gab Foda einen kleinen Einblick in seine Personalplanung. Besonders motiviert ist Roman Kienast, der sowohl gegen Kapfenberg (2) als auch gegen Tiflis getroffen hatte.

Feldhofer an alter Wirkungsstätte

„Wir müssen schauen, dass wir so schnell wie möglich regenerieren und auf alle Fälle auch intensiv weitertrainieren“, sieht der Sturm-Angreifer Potenzial nach oben. Für Ferdinand Feldhofer ist es eine Rückkehr an seine alte Wirkungsstätte. Am 20. April 2008 war der 30-jährige Routinier beim 0:5 gegen Mattersburg zum letzten Mal am Tivoli eingelaufen. Die Grazer, die im Vorjahr mit drei Siegen gestartet waren, reisen unmittelbar nach dem Spiel per Flugzeug zurück, um die Strapazen so gering wie möglich zu halten. Bereits am Mittwochvormittag geht es in Richtung Tiflis.

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