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Ein Versprechen für die Zukunft

Das österreichische Synchronschwimm-Duo Nadine Brandl/Livia Lang hat am Sonntag in Budapest bei seinem ersten gemeinsamen EM-Finale Rang neun belegt. Gleich bei der Premiere von den 14 Wertungsrichtern in die Top Ten gehievt zu werden, lässt für die Zukunft hoffen.

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Im Solo war Brandl am Vortag Siebente geworden. Die Russin Natalja Ischenko holte ihren dritten Budapest-Titel, diesmal gemeinsam mit Swetlana Romaschina.

Das Synchronschwimm-Duo Nadine Brandl und Livia Lang

APA/EPA/MTI/Laszlo Beliczay

Nadine Brandl und Livia Lang im EM-Finale

Mit 86,500 Punkten fehlte dem OSV-Paar nur ein Zehntel auf die achtplatzierten Tschechinnen Sonia Bernadova/Alzbeta Dufkova. Sie einzuholen, war das Ziel. „Aber Livia ist erst 16 Jahre und Bernadova 34“, sagte Brandl. Ihre Teamkollegin war die weitaus Jüngste im Finalfeld, und auch sie selbst ist erst 20 Jahre alt. Die Zukunft spricht für sie, aber auch die Gegenwart. „Die Technik ist schon jetzt sehr stark“, erklärte ihre Trainerin Albena Mladenova.

„Wir haben nur ein Jahr miteinander gearbeitet, dafür war das hier sehr gut. Die Leistung war besser als im Vorkampf, die Synchronität sehr gut. Ich habe viel Lob von anderen Trainern bekommen“, freute sich Mladenova.

Das Synchronschwimm-Duo Nadine Brandl und Livia Lang

GEPA/Marie Rambauske

Das OSV-Duo macht auch auf dem Trockenen eine gute Figur.

Gleich mehrere Ziele

Nächstes Ziel ist der Weltcup Mitte September in China, hier geht es für Brandl/Lang erstmals gegen die Weltelite. Mittelfristiges Ziel ist Olympia 2012, langfristiges ein Achtziger-„Revival“, als Österreich EM-Medaillen geholt hat. Hauptfigur damals war Brandls Tante Alexandra Worisch. Ihre Schwester, Nadines Mutter Tamara Brandl-Worisch, war im Budapest-Endkampf eine der Wertungsrichterinnen.

Das Trainingsbecken in der Südstadt haben Brandl/Lang künftig allein für sich, in der vergangenen Saison mussten sie es wie auch die Musikanlage mit Lisbeth Mahn und Valeryia Samovalova teilen. Das war pikant, ging es doch zwischen den beiden Paaren um die EM-Qualifikation und waren doch noch bei der Rom-WM 2009 Mahn und Brandl gemeinsam angetreten. Doch dann kam die Trennung, was erst durch Mladenovas Umzug nach Österreich möglich wurde.

Das zweite Duett gibt es nun gar nicht mehr. Mahn wurde nämlich ihr Platz beim Heer gestrichen, weshalb sie die Karriere beendete. Samovalova wandte sich zwangsläufig ihrer zweiten Liebe zu, dem Schwimmen. Vor zwei Wochen wurde sie in Bad Radkersburg zweifache Rücken-Vizestaatsmeisterin. „Ich hoffe, dass es mit meinen 16 Jahren nicht zu spät ist, sich auf das Schwimmen zu konzentrieren“, sagte Samovalova da.

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