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Wiedersehen mit Aston Villa

Rekordmeister Rapid hofft am Donnerstag im ausverkauften Hanappi-Stadion trotz der Aufregung über den von Nikica Jelavic erzwungenen Wechsel zu den Glasgow Rangers auf ein neuerliches Husarenstück. Die Hütteldorfer bekommen es wie im Vorjahr im Play-off zur Europa League mit Aston Villa (18.45 Uhr, live in ORF1) zu tun und peilen dabei wieder eine Sensation an.

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2009 wurde der Premier-League-Club dank eines 1:0 in Wien und eines 1:2 in Birmingham aus dem Bewerb geworfen, womit sich erstmals in der Europacup-Geschichte eine österreichische Mannschaft gegen ein englisches Team durchsetzte. Beide Treffer für Rapid erzielte damals Nikica Jelavic, der allerdings nach der Transferposse fehlen wird.

Europa League, vierte Qualirunde

Donnerstag, Beginn 18.45 Uhr

Live in ORF1 und im Livestream

Rapid - Aston Villa

Hanappi-Stadion, SR Hamer (LUX)

Rapid: Hedl - Kayhan, Sonnleitner, Patocka, Katzer - Saurer, Hofmann,
Heikkinen, Hinum, Kavlak - Salihi

Aston Villa: Friedel - Beye, Davies, Clark, Warnock - Albrighton, Reo-Coker, Bannan, Downing - Heskey, Weimann

Rückspiel: 26. August

„Jetzt wissen sie, wer Rapid ist“

Geht es nach Steffen Hofmann, dann steht Rapid aber nicht nur deswegen vor einer noch schwierigeren Aufgabe als 2009. „Aston Villa wird uns sicher nicht mehr unterschätzen und das Ausscheiden gutmachen wollen“, befürchtete der Kapitän. Gleicher Ansicht war sein Trainer Peter Pacult. „Jetzt wissen sie, wer Rapid ist. Die Einstellung wird eine andere sein.“ Allerdings könnte der Druck, sich rehabilitieren zu müssen, auch hemmend sein, vermutete der Coach.

Dem Abgang von James Milner, dessen Wechsel zu Manchester City am Mittwoch fixiert wurde, wollte Pacult nicht allzu viel Bedeutung beimessen. „Natürlich ist er ein wichtiger Spieler. Wenn er weg ist, fehlt in der Vorwärtsbewegung ein wichtiger Mann. Aber bei diesem Kader hat Aston Villa auch ganz andere Möglichkeiten, und es wird nicht von Milner, sondern von uns abhängen, dass wir ein gutes Ergebnis erzielen.“

Trainer Pacults frommer Wunsch

Pacult wünscht sich ein Resultat, „mit dem wir guter Hoffnung in einer Woche nach Birmingham reisen können“. Um das zu schaffen, schickt der Wiener nach eigenen Angaben eine Mannschaft mit einem 4-4-2-System aufs Feld. Mit dieser Taktik war 2009 der Heimsieg gelungen, auswärts bewährte sich allerdings die 4-2-3-1-Formation, die danach auch in der Gruppenphase zur Anwendung kam.

Abseits aller taktischen Planspiele setzt Pacult auf das durch die Siege gegen Salzburg und Sturm Graz wiedergewonnene Selbstvertrauen. „Wir haben zuletzt die Leistungen gebracht, die wir uns von Anfang an erwartet haben. Die Mannschaft ist wieder gefestigt und die Spielfreude ist wieder da.“

Kein übertriebener Optimismus

Dennoch warnte der 50-Jährige vor übertriebenem Optimismus. „Wir müssen schon die Kirche im Dorf lassen. Aston Villa ist noch immer ein Club aus der englischen Premier League, der in der letzten Meisterschaft Liverpool hinter sich gelassen hat.“ Pacults Respekt wurde durch die Eindrücke des souveränen 3:0 der Birminghamer zum Liga-Auftakt gegen West Ham United genährt. So sei etwa der körperliche Zustand der „Villians“ viel besser als noch im Vorjahr.

Besonders beeindruckt war Pacult vom 20-jährigen rechten Flügel Marc Albrighton, der gegen West Ham alle drei Tore vorbereitete. „Er ist schnell, unbekümmert und macht viel Dampf.“ Generell sei Villa „genauso stark wie im Vorjahr, aber mit neuem taktischen Konzept.“

Zahlreiche Stammspieler fehlen

Die Aston-Villa-Delegation landete Mittwochnachmittag in Wien-Schwechat, schon davor ließ der vorläufige Interimscoach Kevin MacDonald wissen, dass man das Spiel ernst nehmen werde. „Wir hoffen auf ein gutes Resultat. Wir haben gegen Rapid noch etwas gutzumachen und würden uns auf die Teilnahme an der Gruppenphase freuen, weil dann viele junge Spieler Erfahrung sammeln könnten.“

Dennoch reiste er ohne zahlreiche Stammspieler an. Im Kader für das Play-off-Hinspiel gegen Rapid fehlen neben Milner auch arrivierte Kicker wie Ashley Young, John Carew, Stiljan Petrow, Gabriel Agbonlahor, Luke Young, James Collins, Steve Sidwell, Carlos Cuellar und Richard Dunne. Letzterer muss noch eine Sperre aus seiner Zeit als ManCity-Spieler absitzen, der Rest laboriert an eher kleineren Blessuren.

Weimann von Beginn an?

Mit dabei ist dafür Ex-Rapidler Andreas Weimann, der ebenso wie einige weitere Villa-Youngsters gegen Rapid eine Chance bekommen könnte. Trainer Kevin MacDonald hält viel vom Villa-Nachwuchs, mit dem er selbst jahrelang zusammenarbeitete. „Jetzt wird man sehen, ob sie schon für die Kampfmannschaft bereit sind“, erklärte der Nachfolger von Martin O’Neill.

Für Weimann selbst kam die Kaderzusammenstellung nicht überraschend. „In England ist eben die Premier League das Wichtigste, und am Sonntag steht ein wichtiges Spiel in Newcastle an.“ Über das Spiel gegen Rapid sagte der 19-jährige Wiener: „Wir haben sicher eine gute Chance auf den Aufstieg. Aber es wird schwierig, denn die Fans werden voll hinter Rapid stehen. Für sie ist es so etwas wie das Spiel des Jahres.“

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