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Vorteil für Aston Villa

Rapid hat sich am Donnerstag im Hanappi-Stadion im Hinspiel des Europa-League-Play-offs von Aston Villa mit einem 1:1 (1:1) getrennt und hatte dabei durchaus Chancen auf den Sieg. Die Hütteldorfer mussten durch Barry Bannan das frühe 0:1 (12.) hinnehmen. Steffen Hofmann ließ mit seinem „Flankentor“ in der 32. Minute die „grün-weißen“ Hoffnungen auf die Wiederholung der Vorjahressensation am Leben.

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Das Rückspiel nächsten Donnerstag im Villa-Park von Birmingham ist trotz des Vorteils für die Engländer durch das Auswärtstor und trotz des Heimvorteils offen. Beide Teams zeigten attraktiven, modernen Fußball mit schnellem Direktspiel in die Spitzen. Bei Aston Villa überraschte die Tatsache das Stars wie Ashley Young, John Carew, Stiljan Petrow oder Gabriel Agbonlahor nicht dabei waren.

Farce um Jelavic spielt keine Rolle

Beide Teams hatten vor der Partie zusätzlich den Verlust von Leistungsträgern zu verkraften. Nach dem plötzlichen Abgang von Trainer Martin O’Neill letzte Woche hatte auch James Milner am Mittwoch Aston Villa Richtung Manchester City verlassen. Bei Rapid sorgte Nikica Jelavic mit seiner Weigerung, vor seinem Wechsel zu den Glasgow Rangers noch einmal in Grün-Weiß zu spielen, für viel Aufregung in Hütteldorf.

Der unschöne Abgang des Torjägers konnte an diesem lauen Sommerabend die Stimmung im Sankt Hanappi nicht trüben. 17.000 Rapid-Fans erzeugten wieder echte Europacup-Atmosphäre, in der Hoffnung die Überraschung aus dem Vorjahr möge sich wiederholen. Damals hatte Jelavic bereits nach 16 Sekunden das 1:0 für die Hütteldorfer geköpfelt, diesmal sollten Hamdi Salihi und Adthe Nuhiu für die Tore sorgen.

Aston Villa hellwach

Doch die Engländer machten Rapid nicht denselben Gefallen wie im Vorjahr und waren von der ersten Minute an hellwach. Bei der jungen Truppe von Aston Villa, bei der drei Spieler der Reserve-Mannschaft zum Einsatz kamen, machte der flinke Marc Albrighton über rechts Druck, Habib Beye hatte die erste Chance für das Traditionsteam aus Birmingham, sein Schuss ging nur knapp vorbei (4.).

Rapids erste Riesenchance hatte Nuhiu auf dem Fuß, doch Brad Guzan im Villa-Tor konnte sich bei dem scharfen Schuss des U21-Teamspielers auszeichnen (10.). Quasi im Gegenzug schlugen die „Villans“ dann eiskalt zu: Schneller Gegenstoß über Albrighton, und Barry Bannan verwertete den Stanglpass aus nächster Nähe ohne Probleme zum 1:0 (12.).

Barry Bannan und Stewart Downing (Aston Villa)

AP/Hans Punz

Bannan bejubelt den Führungstreffer der Engländer.

Hofmanns Flanke findet den Weg ins Tor

Ein Kopfball (20.) und ein verwegener Weitschuss von Tanju Kayhan blieben in den nächsten Minuten die einzige Ausbeute der Rapidler, die zwar mehr Ballkontakte als der Gegner hatten, gegen die dichte Abwehr aber kaum durchkamen. Steffen Hofmann konnte sich bis dahin nicht wie gewohnt ins Spiel der Hütteldorfer einbringen, ehe der Rapid-Regisseur dann doch alle, vor allem Villa-Goalie Guzan, überraschte.

Seine weite Flanke von rechts erwischten die danach springenden Nuhiu und Salihi nicht, und der Ball landete schließlich zum 1:1 im langen Eck (32.). Nuhiu erklärte später, er habe den Ball noch leicht berührt. Der Ausgleich war auch das Resultat des nachlassenden Offensivdrangs der Briten, die sich in dieser Phase auf das Kontern konzentrierten. Beinahe wäre Hofmann kurz vor der Pause aus einem Freistoß auch das 2:1 (43.) gelungen, doch Guzan ließ sich diesmal nicht überraschen.

Atdhe Nuhiu und Thomas Hinum (Rapid)

GEPA/Josef Bollwein

Nuhiu und Hinum beim Freudentänzchen nach dem Ausgleich

Flotte zweite Hälfte

Nach der Pause blieb das Tempo hoch, weder Peter Pacult noch Villa-Interimscoach Kevin MacDonald sahen daher eine Notwendigkeit zu tauschen. Das gefährlichere Team war wie schon zu Beginn der Partie Aston Villa. Bei einem Rapid-Angriff in der 53. Minute erwischte Guzan dann Salihi bei einem Schnittball mit dem Knie im Gesicht. Der Albaner zeigte Nehmerqualitäten und spielte nach einer kurzen Verschnaufpause weiter. Der Villa-Tormann hatte dafür für das restliche Spiel die Rolle des bösen Buben.

Für Rapid der Startpfiff zur Operation „Zweites Tor“: Veli Kavlak (62.) prüfte dabei mit einem Prachtschuss wieder einmal Guzan, der US-Amerikaner machte sich jedoch einmal mehr erfolgreich lang. Auf der Gegenseite fehlte Emile Heskey (71.) bei einem ansatzlosen Weitschuss nicht viel und das „Herz“ von Aston Villa, Kapitän Nigel Reo-Coker, traf nur das Außennetz (74.). Rapid wollte nichts unversucht lassen, und so brachte Pacult schließich mit Rene Gartler für Salihi frischen Schwung in den Hütteldorfer Angriff (73.).

Das zweite Rapid-Tor, es fiel nicht

Gartler hatte dann pünktlich zu Beginn der Rapid-Viertelstunde die Chance auf das 2:1, als er plötzlich allein vor Guzan auftauchte, mit seinem Heber aber scheiterte. In der 80. Minute durfte auch der ehemalige Rapid-Nachwuchsspieler Andreas Weimann für Villa aufs Feld, von Teilen des Hütteldorfer Publikum sogar mit Auftrittsapplaus bedacht. Allerdings musste er bereits sechs Minuten später wieder mit einer Knöchelverletzung vom Feld.

Rapid machte weiter Druck, das Bemühen um den vieles leichter machenden Führungstreffer war erkennbar, aber die Gästeabwehr stand bei den vor allem hohen Bällen in den Strafraum bis zum Schluss sicher.

Martin Wagner, ORF.at

Europa League, Play-off-Hinspiel

Donnerstag:

Rapid - Aston Villa 1:1 (1:1)

Hanappi-Stadion, 17.500 Zuschauer, SR Hamer (LUX)

Torfolge:
0:1 Bannan (12.)
1:1 Hofmann (32.)

Rapid: Hedl - Kayhan, Sonnleitner, Soma, Katzer - Hofmann, Heikkinen, Hinum (86./Drazan), Kavlak - Salihi (73./Gartler), Nuhiu

Aston Villa: Guzan - Lichaj, Beye, Davies, Warnock - Albrighton (79./Weimann, 86./Osbourne), Reo-Coker, Bannan (74./Delfouneso), Hogg, Downing - Heskey

Gelbe Karten: Kayhan, Soma, Katzer bzw. Reo-Coker, Guzan

Die Besten: Hofmann, Kavlak, Heikkinen, Sonnleitner bzw. Guzan, Reo-Coker, Albrighton

Rückspiel am 26. August

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