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Ferrari endlich wieder ganz vorne

Der ehemalige Weltmeister Fernando Alonso hat sich am Samstag im Ferrari die Poleposition für den Grand Prix von Italien in Monza gesichert und damit für großen Jubel unter den Fans an der Strecke gesorgt.

Dieser Artikel ist älter als ein Jahr.

Der Spanier, der erstmals ein Heimrennen für die „Scuderia“ bestreitet, blieb im Qualifying 0,122 Sekunden vor Weltmeister Jenson Button (GBR/McLaren) und 0,331 Sekunden vor seinem brasilianischen Teamkollegen Felipe Massa. Alonso beendete damit eine 30 Grand Prix dauernde Poleposition-Durststrecke (seit Brasilien 2008) von Ferrari und geht am Sonntag (14.00 Uhr, live in ORF1) zum 19. Mal in seiner Karriere von der Spitzenposition aus ins Rennen.

Fernando Alonso jubelt mit dem Lenkrad in der Hand.

AP/Luca Bruno

Ende eines erfolgreichen Arbeitstages

Red Bull wie erwartet nicht ganz vorne dabei

Die Red-Bull-Piloten Mark Webber und Sebastian Vettel kamen über die Ränge vier bzw. sechs nicht hinaus, dazwischen klassierte sich WM-Leader Lewis Hamilton im McLaren. Damit konnten sich die „Bullen“, die in zwölf der ersten 13 Saisonrennen die Poleposition geholt hatten, wie erwartet auf dem Hochgeschwindigkeitskurs nicht ganz vorne platzieren. Erstmals in diesem Jahr rangiert keiner von ihnen unter den ersten drei und erst zum zweiten Mal verpassten sie die Poleposition. Laut Motorsportchef Helmut Marko wird man am Sonntag bei normalem Rennverlauf keinesfalls um den Sieg mitfahren können.

„Es wird hart, weil wir hier nicht die Schnellsten sind“, weiß auch Vettel. „Schauen wir einmal, vielleicht machen uns die anderen Teams ja einen Gefallen.“ Webber war mit seiner Vorstellung ganz zufrieden. „Rang vier hier ist gut für uns, das Team hat gut auf die Umstände reagiert. Es wäre nett gewesen, in der ersten Reihe zu stehen, aber wir wussten, dass es schwer wird.“

Freude bei Ferrari

„Das war eine nette Überraschung“, freute sich Alonso über die Poleposition. „Das fühlt sich schon viel besser an. Das war eine große Leistung des Teams, wir haben gezeigt, dass wir schnell sind. Morgen brauchen wir mindestens einen Podestplatz, um im WM-Rennen zu bleiben“, erklärte der Monza-Sieger von 2007 (damals noch auf McLaren). „Wir müssen nicht unbedingt gewinnen, aber wir wissen, dass wir uns keinen Ausfall leisten können.“

„Wir haben auf die Pole geschielt. Das ist sehr schön hier in Monza vor eigenem Publikum“, sagte Ferrari-Präsident Luca di Montezemolo, der die Gala am Kommandostand miterlebt hatte. „Ich freue mich sehr und bin sehr zufrieden.“

Startaufstellung für den Grand Prix von Italien:

1. Fernando Alonso ESP Ferrari
2. Jenson Button GBR McLaren
3. Felipe Massa BRA Ferrari
4. Mark Webber AUS Red Bull
5. Lewis Hamilton GBR McLaren
6. Sebastian Vettel GER Red Bull
7. Nico Rosberg GER Mercedes
8. Nico Hülkenberg GER Williams
9. Robert Kubica POL Renault
10. Rubens Barrichello BRA Williams
11. Adrian Sutil GER Force India
12. Michael Schumacher GER Mercedes
13. Kamui Kobayashi JPN Sauber
14. Sebastien Buemi SUI Toro Rosso
15. Jaime Alguersuari ESP Toro Rosso
16. Pedro de la Rosa ESP Sauber
17. Jarno Trulli ITA Lotus
18. Heikki Kovalainen FIN Lotus
19. Vitantonio Liuzzi ITA Force India
20. Witali Petrow RUS Renault
21. Lucas di Grassi BRA Virgin
22. Bruno Senna BRA Hispania
23. Sakon Yamamoto JPN Hispania
24. Timo Glock GER Virgin

Qualifying:

Ränge eins bis zehn:
1. Fernando Alonso ESP Ferrari 1:21,962
2. Jenson Button GBR McLaren 1:22,084
3. Felipe Massa BRA Ferrari 1:22,293
4. Mark Webber AUS Red Bull 1:22,433
5. Lewis Hamilton GBR McLaren 1:22,623
6. Sebastian Vettel GER Red Bull 1:22,675
7. Nico Rosberg GER Mercedes 1:23,027
8. Nico Hülkenberg GER Williams 1:23,037
9. Robert Kubica POL Renault 1:23,039
10. Rubens Barrichello BRA Williams 1:23,328
Ränge elf bis 17:
11. Adrian Sutil GER Force India 1:23,199
12. Michael Schumacher GER Mercedes 1:23,553
13. Kamui Kobayashi JPN Sauber 1:23,659
14. Sebastien Buemi SUI Toro Rosso 1:23,681
15. Witali Petrow * RUS Renault 1:23,819
16. Jaime Alguersuari ESP Toro Rosso 1;23,919
17. Pedro de la Rosa ESP Sauber 1:24,044
Ränge 18 bis 24:
18. Jarno Trulli ITA Lotus 1:25,540
19. Heikki Kovalainen FIN Lotus 1:25,742
20. Vitantonio Liuzzi ITA Force India 1:25,774
21. Timo Glock * GER Virgin 1:25,934
22. Lucas di Grassi BRA Virgin 1:25,974
23. Bruno Senna BRA Hispania 1:26,847
24. Sakon Yamamoto JPN Hispania 1:27,020
* In der Startaufstellung um fünf Plätze zurückversetzt

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