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Professioneller Umgang verlangt

Österreichs Teamspieler sind sich vor dem Duell am Freitag gegen Aserbaidschan ihrer Favoritenrolle bewusst. Wie gegen Kasachstan zählt auch gegen den zweiten Außenseiter in Gruppe A nur der Sieg. Bewusst sind sich die ÖFB-Kicker aber auch, dass bei ungünstigem Verlauf der Partie das Publikum wieder mit einem Pfeifkonzert reagieren könnte.

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Die Erinnerung an die Reaktion der Fans gegen die Kasachen, als bereits in der ersten Hälfte ein Pfeifkonzert von den Rängen kam, ist noch nicht vergessen. In Salzburg verabschiedete sich das ÖFB-Team nicht von den Zuschauern, ein schnelles Verschwinden in der Kabine wird es diesmal aber nicht geben. „Am Freitag wird sich die ganze Mannschaft verabschieden, egal wie das Match ausgeht“, versprach der Teamchef, der von seinen Spielern einen professionelleren Umgang mit Unmutsäußerungen verlangt.

„Werden versuchen, ruhig zu bleiben“

Diese Thematik wurde deshalb im Trainingscamp in Bad Tatzmannsdorf mit den Spielern auch besprochen. „Wenn es Pfiffe gibt, werden wir versuchen, ruhig zu bleiben und konsequent weiterzuspielen. Diesmal hoffen wir natürlich auf einen guten Start mit einem Tor. Sollte uns das nicht gelingen, müssen wir clever spielen und weiter Torchancen kreieren“, fasste Franz Schiemer das Ergebnis dieser Besprechung zusammen.

Dass das leichter gesagt als getan ist, weiß aber auch Schiemer. „Wenn das ganze Stadion pfeift, ist das natürlich nicht förderlich und nagt am Selbstvertrauen. Dann ist man aber als Spieler gefordert, damit umzugehen“, erklärte der Mittelfeldspieler. Constantini nannte als gutes Beispiel Cristiano Ronaldo: „Ich war bei Real Madrid gegen Espanyol Barcelona im Stadion. Da ist Ronaldo schon nach zehn Minuten so ausgepfiffen worden, dass man glauben hätte können, er hat den Verein gewechselt.“

Franz Schiemer (ÖFB-Spieler)

GEPA/Christian Ort

Schiemer geht mit Optimismus in die Partie gegen Aserbaidschan.

„Hauptsache drei Punkte“

Die Erwartungen des Publikums hängen aber natürlich auch mit der Favoritenrolle zusammen, die das ÖFB-Team gegen Aserbaidschan innehat. „Wir werden versuchen, dieser Rolle gerecht zu werden. Das Spiel wird aber ganz sicher wieder eine schwere Aufgabe. Trotzdem bin ich zuversichtlich, dass wir diese Hürde nehmen werden“, erklärte Schiemer, der Aserbaidschan eine Spur stärker einschätzt als Kasachstan, wobei beide Teams eine ähnliche Spielanlage haben.

„Das ist eine neue Partie. Es kann super laufen oder auch komplett anders, als wir uns das vorstellen. Für die Fans wäre es natürlich schön, wenn wir auch guten Fußball zeigen. Das werden wir versuchen. Ideal wäre natürlich ein schnelles Tor. Wenn uns das nicht gelingt, machen wir es eben wie gegen die Kasachen und gewinnen in der Nachspielzeit. Hauptsache am Ende haben wir drei Punkte. Alles andere ist Kosmetik“, erklärte Schiemer.

„Von einem Sieg überzeugt“

Schiemer, der möglicherweise Rückkehrer Paul Scharner im defensiven Mittelfeld Platz machen muss oder statt des verletzten Emanuel Pogatetz in die Innenverteidigung rücken könnte, ist aber trotzdem zuversichtlich: „Die Mannschaft ist gut und intakt, deshalb bin ich von einem Sieg überzeugt. Wir müssen nur von Beginn an Druck aufbauen.“

Dass das kein Spaziergang wird, davon ist allerdings auch Zlatko Junuzovic überzeugt: „Was vorher war, zählt nicht. Jedes Spiel beginnt wieder bei null. Von uns wird allerdings eine hundertprozentige Leistung notwendig sein, denn egal wie der Gegner heißt, es gibt keine leichten mehr. Es wird also sicher eine schwere Partie.“

Christian Wagner, ORF.at

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