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Gleiche Ausgangslage wie beim Auftakt

Dank der späten Tore gegen Kasachstan ist Dietmar Constantini zum Auftakt der EM-Qualifikation eine Diskussion über seinen Posten erspart geblieben. „Ich weiß nicht, ob ich sonst noch hier gesessen wäre“, sagte der Teamchef einen Tag nach dem Spiel in Salzburg. Vor der Partie am Freitag gegen Aserbaidschan (20.30 Uhr, live in ORF1 und im Livestream) ist die Ausgangslage für den Tiroler ähnlich.

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Auch im zweiten Spiel ist ein Sieg gegen den Außenseiter in Gruppe A Pflicht, damit die Chancen auf eine Teilnahme an der EM 2012 in Polen und der Ukraine intakt bleiben. Das weiß auch Constantini, der sich um seinen Job keine Sorgen macht. „Ich habe keine Bedenken, dass ich nach dem Spiel nicht mehr Teamchef bin, weil ich von meinem Team und einem Sieg überzeugt bin“, stellte der Tiroler vor der Partie klar.

„Gezwungen, drei Punkte zu machen“

Klar ist auch die Rollenverteilung im Happel-Stadion. Österreich ist Favorit, was Constantini auch gleich gar nicht von der Hand weisen will. „Die Ausgangsposition ist wie gegen Kasachstan. Wir sind gezwungen, drei Punkte zu machen. Nach der Auslosung für die Qualifikation ist jeder von sechs Zählern ausgegangen. Daran hat sich nichts geändert“, sagte Constantini, der sich diesmal eine neuerliche Entscheidung in der Nachspielzeit unbedingt ersparen will („Lasst mich ja in Ruhe damit“).

Die Zitterpartie gegen Kasachstan hat aber bewiesen, dass ein ÖFB-Sieg keine Selbstverständlichkeit ist und nicht auf dem Silbertablett serviert wird. „Überraschungen sind nie ausgeschlossen, darum ist dieser Sport so interessant. Ich hoffe aber, dass so etwas am Freitag nicht passiert“, sagte Constantini, der auch auf eine bessere Vorstellung als gegen Kasachstan hofft: „Die Hoffnung ist: eine Topleistung und den Gegner in Griff haben. Die Zuversicht ist immer da, man weiß aber nie, was passiert.“

EM-Qualifikation, Gruppe A

Beginn 20.30 Uhr: Live in ORF1 und im Livestream

Österreich - Aserbaidschan Happel-Stadion, SR Vollquartz (DEN)

Mögliche Aufstellungen:

Österreich: Macho - Klein, Prödl, Dragovic, Fuchs - Schiemer - Arnautovic, Junuzovic, Harnik, Hoffer - Maierhofer

Aserbaidschan: Aghajew - Medwedew, Sadigow, Amirgulijew, Malikow - Schukurow, Abasow, E. Mammadow, Tschertoganow, Jawadow - Gulijew

Respekt vor dem Gegner

Dass Aserbaidschan nicht auf die leichte Schulter genommen werden sollte, ist auch Constantini nicht entgangen. „Ich habe großen Respekt vor ihnen. Sie haben mit Berti Vogts einen guten Trainer“, sagte der 55-Jährige, der im Gegensatz zu seinem deutschen Kollegen Aserbaidschan höher einschätzt als Kasachstan. „Ich habe mit Vogts bei der WM in Südafrika oft gefrühstückt und weiß, dass er gerne untertreibt“, sagte Constantini.

Von der Spielanlage her erwartet der Teamchef Aserbaidschan offensiver als bei der 1:6-Pleite gegen Deutschland. Auch dass die Gäste überdies mit einer Sensation spekulieren, könnte dem ÖFB-Team entgegenkommen. „Wenn ich lese, dass sie auf eine Überraschung aus sind, muss das nicht unbedingt negativ für uns sein. Dann würden sich uns mehr Räume bieten“, analysierte Constantini.

Maierhofer statt Janko?

Mit welchem System und welcher Aufstellung dieser Platz genutzt werden soll, ließ der Teamchef wie üblich offen. Constantini deutete lediglich an, dass Florian Klein als rechter Außenverteidiger in der Viererkette beginnen könnte. Sollte Kapitän Marc Janko, über dessen Einsatz erst am Matchtag entschieden wird, wegen seiner Adduktorenverletzung nicht einsatzbereit sein, könnte Stefan Maierhofer als vorderste Spitze zum Einsatz kommen. „Ich spiele gerne mit einem Großen vorne“, verriet Constantini.

Dass im wohl nicht ausverkaufen Happel-Stadion - bis Donnerstag gingen 22.000 Karten über den Verkaufstisch - die Stimmung nicht passen könnte, darüber macht sich Constantini keine Sorgen. „Wir haben auch gegen Dänemark gewonnen. Ein Spieler muss immer funktionieren. Wenn es gegen Aserbaidschan 20.000 Zuschauer sind, dann spielen wir eben für diese 20.000“, sagte Constantini.

Christian Wagner, ORF.at

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