Ein Debüt, das Hoffnung macht
Michael Grabner ist schneller als erwartet zurück in der NHL. Der 23-jährige Villacher kam aufgrund von Verletzungssorgen bei den New York Islanders im Derby gegen die Rangers zu seinem Debüt im „Big Apple“. Dabei brachte er seinem Team gleich Glück. Auch wenn er beim 6:4-Sieg noch nicht die erhofften offensiven Akzente setzen konnte.
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„Für das erste Spiel war es nicht so schlecht“, lautete das Fazit des Teamstürmers, „ich bin zufrieden mit der Leistung und dem Sieg.“ Insgesamt 13:12 Minuten stand der Villacher gegen die Rangers auf dem Eis, ein Treffer blieb Grabner aber bei seinem ersten Spiel für die Islanders versagt. In einer Linie mit Routinier Doug Weight und dem erst 18-jährigen Schweizer Nino Niederreiter sorgte Grabner dennoch für einige Unruhe in der Hintermannschaft der Rangers.
Drittes System in einem Jahr
Vor allem die Abstimmung mit seinen Linienkollegen bereitete dem 23-Jährigen noch Probleme. Kein Wunder, muss sich Grabner doch bereits an das dritte Spielsystem in diesem Jahr eingewöhnen: Nach Vancouver und Florida nun bei den Islanders. „Ich muss jetzt die zwei Systeme aus meinem Kopf löschen und das neue System lernen“, gab sich Grabner nach seinem Debüt jedoch zuversichtlich, „in den nächsten Spielen wird es besser werden.“
Gegen die Rangers profitierte Grabner vor allem von der Erfahrung von Routinier Doug Weight. Der 39-jährige Kapitän der Islanders nahm den Kärntner und Linienkollegen Niederreiter unter die Fittiche. „Mit Weight hat es viel Spaß gemacht. Er ist noch sehr gut, hat eine gute Übersicht und findet die Mitspieler mit seinem Pass“, schwärmte Grabner. Nicht nur auf dem Eis, sondern auch in den Pausen war Weight Grabners erster Ansprechpartner: „Er hat immer wieder mit mir geredet, gesagt, wo er ist und wo er hinspielen will. Kleinigkeiten zur besseren Abstimmung.“

AP/Kathy Kmonicek
Die Islanders hatten gegen die Rangers auch ohne Grabner-Tor Grund zum Jubeln.
Trainer hat Geduld
Auch Coach Gordon widmete seinem Neuling im Team bei dessen Premiere gesteigerte Aufmerksamkeit. Und hinterließ damit bei dem österreichischen Teamspieler Eindruck. „Wenn ich auf der Bank gesessen bin, hat mir der Trainer Sachen erklärt, was ich anders machen soll. Das hat mir gefallen“, so Grabner. So ließ sich der Umstand, im ersten Spiel noch ohne Scorerpunkt zu bleiben, leichter verschmerzen.
Dass die Geduld des Trainers mit dem Österreicher aber ein Ablaufdatum hat, dessen ist sich Grabner bewusst. „Der Trainer weiß, welcher Spieler ich bin. Meine Aufgabe ist, Chancen herauszuspielen“, ist sich der Kärntner seiner Rolle bewusst - und will diese auch in den kommenden Spielen erfüllen. Denn in den Auswärtsspielen gegen die Washington Capitals und Pittsburgh Penguins dürfte Grabner wieder seine Chance erhalten.
Gehirnerschütterung als Chance
Eine Chance, die ihm auch die Verletzung von Islanders-Topscorer John Tavares gibt. Der 20-jährige Kanadier erlitt im ersten Spiel gegen die Dallas Stars eine Gehirnerschütterung und ist noch nicht wieder fit. Wie lange Tavares noch ausfällt, ist noch offen - auch für Grabner: „Tavares wird ein paar Tage aussetzen müssen, aber ich weiß nicht genau, wie weit er ist.“ Allzu viele Gedanken möchte der Villacher an Tavares auch nicht verschwenden. „Man wird sehen, was passiert, auch wenn er wieder zurück kommt“, so Grabner.
Die eigene Leistung bei den nächsten Einsätzen steht im Vordergrund - und die passende Chemie mit seinen Nebenleuten Weight und Niederreiter: „Wir haben zum ersten Mal zusammen gespielt, in den nächsten Spielen wird es besser werden, dann wissen wir besser, was der andere macht und wo er hinfährt.“ Die kommenden zwei Auswärtsspiele könnten auch ein gutes Omen für den Kärntner sein. Schließlich erzielte er einst seinen ersten NHL-Treffer in fremder Halle: Am 21. Oktober 2009 beim 3:2-Sieg der Vancouver Canucks in Chicago.
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