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Ende nach nur sieben Minuten

Aufgrund anhaltender schwerer Ausschreitungen der serbischen Fans ist am Dienstagabend das EM-Qualifikationsspiel zwischen Italien und Serbien nach verspätetem Spielbeginn schon nach sieben Minuten abgebrochen worden.

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Bereits vor dem Aufeinandertreffen in Genua war es zu Randalen zwischen den Gästefans und der Polizei gekommen. Die UEFA wird nun darüber entscheiden, wie das Spiel gewertet wird. Wahrscheinlich ist, dass die Partie nachträglich mit 3:0 für Italien strafverifiziert wird. Zunächst will man die Berichte der Offiziellen abwarten und bei der nächsten Sitzung der Strafkommission am 28. Oktober über Sanktionen entscheiden.

Teams in die Kabine geschickt

Serbische Anhänger warfen bereits Minuten vor dem Anpfiff Feuerwerkskörper und Rauchbomben in den italienischen Zuschauersektor und auf das Spielfeld. Die Polizei riegelte den Fanblock mit rund 1.600 serbischen Fans ab. Einige Anhänger der Serben versuchten daraufhin, die Absperrungen in Richtung Rasen zu durchbrechen. Der schottische Schiedsrichter Craig Thomson schickte beide Mannschaften aus Sicherheitsgründen noch vor dem Anpfiff zurück in die Kabinen.

Vertreter der Europäischen Fußball-Union UEFA entschieden dann, das Spiel im Stadio Marassi mit rund einer halben Stunde Verspätung beginnen zu lassen. Allerdings dauerte die Partie nur sechs Minuten, da erneut Feuerwerkskörper und Fackeln auf das Spielfeld flogen. Thomson entschied, das Spiel endgültig abzubrechen. „Es wird nicht gespielt. So etwas habe ich noch nie gesehen“, sagte Italiens Teamchef Cesare Prandelli.

Eigener Torhüter angegriffen

Nach Angaben des serbischen Fernsehens soll Serbiens Torhüter Vladimir Stojkovic von serbischen Hooligans bereits bei der Ankunft im Stadion attackiert worden sein, Teamkollegen sollen ihn vor tätlichen Angriffen beschützt haben. Daraufhin spielte für Stojkovic Ersatztorhüter Zeljko Brkic. Nach seinem Wechsel von Roter Stern Belgrad zum Lokalrivalen Partizan hatte Stojkovic nach eigenen Angaben Morddrohungen erhalten.

Serbische Anhänger hatten bereits nach der Heimniederlage ihres Team gegen Estland (1:3) am vergangenen Freitag in Belgrad randaliert.

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