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„Ich bin natürlich überglücklich“

Andreas Haider-Maurer hat am Donnerstag bei der BA-Trophy in der Wiener Stadthalle einen für ihn historischen Erfolg geschafft. Der 23-jährige Niederösterreicher setzte sich im Achtelfinale in einer nicht hochklassigen, aber sehr spannenden Partie gegen den Italiener Andreas Seppi nach einer Spielzeit von 2:30 Stunden 6:3 6:7 (7/9) 7:6 (7/2) durch und zog erstmals in seiner Karriere in ein ATP-Viertelfinale ein.

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„Ich bin natürlich überglücklich. Im zweiten Satz hatte ich große Chancen. Da bin ich zu nervös geworden und habe zu passiv gespielt. Das ist aber verständlich, wenn man erstmals in ein Viertelfinale einziehen könnte. Ich bin aber drangeblieben und bin am Ende als verdienter Sieger vom Platz gegangen. Nun hoffe ich, dass ich auch in der nächsten Runde locker drauflosspielen kann“, jubelte Haider-Maurer über seinen großen Erfolg.

Jubel von Andreas Haider-Maurer

ORF.at/Kaja Stepien

Nach dem nervenaufreibenden Sieg ließ Haider-Maurer seiner Freude freien Lauf.

Im Viertelfinale trifft er am Freitag auf den kroatischen Vorjahresfinalisten Marin Cilic. „Wenn ich gut serviere, dann kann ich eine Partie eng halten und habe auch als Außenseiter meine Chancen“, rechnet sich Haider-Maurer, der sich als Lucky Loser zum Auftakt im Generationenduell gegen Thomas Muster durchgesetzt hatte und gegen Seppi insgesamt 19 Asse schlug, auch gegen Cilic eine kleine Chance auf eine Sensation aus.

Ein Beginn nach Maß

Im ersten Satz brachten Haider-Maurer und sein 26-jähriger Gegner, der in der Weltrangliste auf Platz 51 liegt, ihr Service problemlos bis zum 3:3 durch, danach wurde es allerdings erstmals in dieser Partie für den Österreicher brenzlig. Der 23-Jährige lag 0:30 zurück, meisterte jedoch diese Situation mit vier Punkten in Serie und hielt seinen Aufschlag. Gleich darauf nutzte der Niederösterreicher seine ersten Breakchancen, stellte auf 5:3 und servierte anschließend nach 28 Minuten souverän zum Satzgewinn aus.

Return von Andreas Haider-Maurer

ORF.at/Kaja Stepien

Im Viertelfinale gegen Cilic muss sich Haider-Maurer von der Grundlinie steigern.

Hart umkämpfter zweiter Satz

Auch der zweite Durchgang begann für Haider-Maurer mit einem frühen Break verheißungsvoll. Die Nummer 157 der Welt konnte diesen Vorteil aber nicht nutzen und verlor in den nächsten beiden Games prompt zweimal sein Service, womit Seppi auf 4:2 davonzog. Haider-Maurer kämpfte sich allerdings mit einem Rebreak noch einmal zurück und schaffte den Ausgleich zum 5:5.

Der Satz ging ins Tiebreak, wo Haider-Maurer schnell auf 5/2 davonzog und beim Stand von 6/4 nach einer Spielzeit von 1:28 Stunden sogar zwei Matchbälle hatte. Der Niederösterreicher konnte diese aber nicht nutzen. Mit Eigenfehlern brachte Haider-Maurer seinen Gegner wieder ins Spiel, und Seppi verwandelte seinerseits die insgesamt dritte Chance zum Satzausgleich.

Hochspannung in der Entscheidung

Gleich zu Beginn des dritten Satzes konnte Haider-Maurer - nachdem er vor Wut seinen Schläger zertrümmert hatte - zwei Breakbälle mit zwei Assen abwehren und schüttelte somit den Frust vom Tiebreak schnell ab. Dem wackligen Servicegewinn ließ der Österreicher ein Break folgen und zog auf 2:0 davon. Der Vorsprung war allerdings genauso schnell verspielt wie gewonnen, denn der 26-jährige Italiener schaffte bald das Rebreak.

Danach hielten Haider-Maurer und Seppi ihr Service bis zum 5:5. Die Eigenfehlerquote war allerdings zu diesem Zeitpunkt bei beiden Spielern ebenso hoch wie die nervliche Anspannung. Der Österreicher wehrte bei eigenem Service zwei Breakbälle ab und stellte auf 6:5. Seppi zog nach, die Partie ging abermals ins Tiebreak. Dort war Haider-Maurer der aggressivere Spieler und erarbeitete sich vier weitere Matchbälle, von denen er diesmal gleich den ersten nutzte.

650.000-€-ATP-Turnier in Wien

Viertelfinale:
Jürgen Melzer (AUT/1) Philipp Kohlschreiber (GER/7) w.o.
Nicolas Almagro (ESP/3) Juan Ignacio Chela (ARG/8) 7:5 3:6 6:3
Michael Berrer (GER) Marcos Baghdatis (CYP/4) 5:7 6:1 6:4
Andreas Haider-Maurer (AUT) Marin Cilic (CRO/2) 7:6 (7/1) 6:4
Achtelfinale:
Jürgen Melzer (AUT/1) Lukasz Kubot (POL) 7:6 (7/3) 7:6 (7/2)
Philipp Kohlschreiber (GER/7) Tobias Kamke (GER) 6:4 3:6 6:1
Nicolas Almagro (ESP/3) Santiago Giraldo (COL) 7:6 (7/4) 6:7 (3/7) 6:3
Juan Ignacio Chela (ARG/8) Grega Zemlja (SLO) 2:6 7:6 (7/5) 6:3
Michael Berrer (GER) Pablo Cuevas (URU) 5:7 6:3 6:3
Marcos Baghdatis (CYP/4) Björn Phau (GER) 7:5 6:2
Andreas Haider-Maurer (AUT) Andreas Seppi (ITA) 6:3 6:7 (7/9) 7:6 (7/2)
Marin Cilic (CRO/2) Jan Hajek (CZE) 7:6 (7/4) 6:2
Doppel-Viertelfinale:
Knowle / Ram (AUT/ISR/4) Cilic / Zovko (CRO) 6:3 7:6 (7/1)
Marach / Kubot (AUT/POL/2) Kas / Kohlschreiber (GER) w.o.
Doppel-Achtelfinale:
Knowle / Ram (AUT/ISR/4) Haider-Maurer / Moser (AUT) 7:6 (7/1) 6:4
Marach / Kubot (AUT/POL/2) Falla / Giraldo (COL) 6:0 6:4
Berrer / De Bakker (GER/NED) Melzer / Melzer (AUT) 6:4 3:6 10/3

650.000-€-ATP-Turnier in Montpellier

Viertelfinale:
Albert Montanes (ESP/6) Nikolaj Dawidenko (RUS/1) 3:6 7:6 (7/3) 7:6 (7/4)
Ivan Ljubicic (CRO/4) Jarkko Nieminen (FIN) 4:6 6:3 7:6 (8/6)
Gael Monfils (FRA/3) John Isner (USA/5) 3:6 6:4 6:4
Jo-Wilfried Tsonga (FRA/2) Gilles Simon (FRA) 6:3 6:7 (0/7) 6:3

663.750-$-ATP-Turnier in St. Petersburg

Viertelfinale:
Michail Juschni (RUS/1) Victor Hanescu (ROU/8) 6:7 (5/7) 6:3 7:6 (8/6)
Dimitri Tursunow (RUS) Alexander Dolgopolow (UKR) 6:4 6:2
Michail Kukuschkin (KAZ) Janko Tipsarevic (SRB/3) 7:5 3:6 6:4
Ilja Martschenko (UKR) Benjamin Becker (GER) 6:4 2:6 6:2

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