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Präsident bestätigt, Hofmann länger out
Edlinger kündigte angesichts der aktuellen sportlichen Misere an, dass im Winter „die eine oder andere Ergänzung“ vorgenommen werden wird. Außerdem wird 2012 mit dem Bau einer Akademie auf den ÖBB-Gründen unweit des Hanappi-Stadions begonnen, die 2014 fertiggestellt sein soll. Der Verein wird laut Edlinger weiter in Wien-Hütteldorf beheimatet sein, auch wenn das Hanappi-Stadion nicht mehr den höchsten infrastrukturellen Anforderungen entspricht.
Finanzielles Risiko unvermeidbar
Deswegen soll das Stadion renoviert und auf ein Fassungsvermögen von 25.000 Zuschauern erweitert werden. „Dazu wird auch der Verein einen Beitrag leisten müssen“, kündigte Edlinger an. Ansonsten halten sich die finanziellen Sorgen bei Rapid in Grenzen - im Moment, denn auch künftig geht der Verein pro Jahr ein Risiko von über zwei Millionen Euro ein, das durch Sondereinnahmen eingespielt werden muss.
2007/08 und 2008/09 wurde jeweils ein Gewinn von 400.000 Euro erwirtschaftet, im vergangenen Spieljahr blieb ein Reinerlös von 4,1 Millionen Euro in der Kassa, weshalb das „negative Eigenkapital“ von über vier Mio. Euro vom 30. Juni 2007 beseitigt ist. Dennoch zeigten sich viele der knapp 1.000 erschienen Mitglieder mit den wirtschaftlichen Aktivitäten des Vereins in der vergangenen Periode nicht zufrieden. In teilweise emotionalen Diskussionen wurde kritisiert, dass etwa für Spielerkäufe in der Saison 2009/10 3,8 Mio. Euro verbucht wurden.
Hofmann im Wiener Derby wohl nicht dabei
Sportdirektor Alfred Hörtnagl erklärte das mit dem Erwerb von Hamdi Salihi, Nikica Jelavic, Atdhe Nuhiu, Ragnvald Soma und teilweise noch von Stefan Maierhofer, mit Managerprovisionen sowie vertraglich verpflichtenden Zahlungen an dritte Clubs. Als Nettoerlös aus Transfers kassierte Rapid in den vergangenen drei Jahren trotz der Abgänge von Ümit Korkmaz, Erwin Hoffer und Stefan Maierhofer nur 4,9 Mio. Euro.
Stein des Anstoßes waren auch 5,1 Mio. Euro an Ausgaben für das Europacup-Spieljahr 2009/10, wodurch Rapid von diesem Posten nur zwei Millionen Euro übrig blieben. Laut Manager Werner Kuhn war das die Folge unter anderem von Mehrausgaben bei Reisekosten, Security und Spielerprämien.
Im Rahmen der Hauptversammlung wurde auch bekannt, dass Rapid noch länger auf Steffen Hofmann verzichten muss. Der Kapitän laboriert an einer durch eine Schambeinentzündung ausgelösten Adduktorenverletzung und kann frühestens in einer Woche mit dem Lauftraining beginnen. „Für das Derby (am 28. November im Horr-Stadion gegen die Austria, Anm.) wird es sich eher nicht ausgehen“, meinte der Deutsche.