Themenüberblick

FIFA blockt ab

Eine Verlegung der WM 2022 in den Winter kommt für den Weltverband FIFA nicht infrage. Generalsekretär Jerome Valcke betonte am Montag, das Turnier in Katar solle trotz der großen Sommerhitze wie geplant im Juni stattfinden. Am Wochenende hatte FIFA-Exekutivmitglied Franz Beckenbauer eine Verlegung der WM in den Winter angeregt, weil die Temperaturen am Persischen Golf dann nur bei 25 Grad liegen.

Dieser Artikel ist älter als ein Jahr.

Geplant sind zwölf Spielstätten, die Kosten werden mit 2,87 Milliarden Dollar veranschlagt. Geld spielt für das Land offenbar keine Rolle. Das Hitzeproblem mit Temperaturen von bis zu 50 Grad soll mit einer teuren technischen Revolution gelöst werden: Alle WM-Stadien werden klimatisiert sein.

Verlegung in den Winter vorgeschlagen

Wegen dieser Sommerhitze hatte Beckenbauer vorgeschlagen, eine Verlegung der WM 2022 in den Winter zu erwägen. „Man sollte mal über eine andere Lösung nachdenken. Im Jänner/Februar herrschen dort angenehme 25 Grad“, sagte Beckenbauer. „Es wäre eine Alternative dazu, Stadien und Fanzonen mit Riesenaufwand zu klimatisieren.“

Aus Beckenbauers Sicht wäre es kein allzu gravierender Einschnitt, die Spielpläne der großen westeuropäischen Ligen zu verändern, um ausnahmsweise im Winter spielen zu können. Was er vielleicht nicht bedacht hat, ist, dass es dadurch zu einer Terminkollision mit den Olympischen Winterspielen kommen könnte.

Terminänderung „kein Problem“

Eine Veränderung des Rahmenkalenders vor der WM 2022 sei angesichts des langen zeitlichen Vorlaufes nicht ausgeschlossen, sagte Deutschlands Ligaverbandschef Reinhard Rauball der „Bild“-Zeitung.

Auch Bayer Leverkusens Sportdirektor Rudi Völler unterstützt den Vorschlag Beckenbauers, die WM in zwölf Jahren wegen der Klimaprobleme im Winter auszutragen. „Ich finde das nicht so unrealistisch und auch für uns reizvoll. Das würde ja bedeuten, dass die Bundesliga dann im Sommer spielt. Das könnte ich mir gut vorstellen“, so Völler.

Link: