Zwangspause nach Missgeschick
ÖSV-Star Felix Gottwald muss wegen einer Verletzung auf sein Antreten in Ramsau im Weltcup der Nordischen Kombination verzichten. Der 35-Jährige, der in Kuusamo mit seinem 22. Weltcup-Sieg in die Saison gestartet war, zog sich am Dienstag bei einem Trainingssturz auf der Schanze in Villach einen glatten Bruch des rechten Schulterblattes zu.
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Die Verletzung wurde am Mittwoch bei einer MRI-Untersuchung im Krankenhaus Schwarzach (Salzburg) diagnostiziert, Österreichs erfolgreichster Olympionike muss demnach eine mindestens dreiwöchige Wettkampfpause einlegen. „Eine MR-Untersuchung hat ergeben, dass keine Verletzungen des Band- und Sehnenapparates vorliegen. Felix erhält einen Schulter-Arm-Verband“, sagte ÖSV-Teamarzt Jürgen Barthofer.
Damit muss nach Skispringer Gregor Schlierenzauer ein weiterer nordischer Topathlet des ÖSV längere Zeit pausieren. Die Gesamtwertung in dem nur sieben Stationen umfassenden Kombinierer-Weltcup fällt nun als eines der Saisonziele Gottwalds im letzten Winter seiner Karriere aus, es bleibt die WM in der zweiten Februar-Hälfte in Oslo. Ob er beim zweiten Heimweltcup in Seefeld am 15./16. Jänner antreten kann, darüber wollte Gottwald am Mittwoch nicht spekulieren.
„Das ist ein Signal“
Vielmehr vertraue er auf die Selbstheilungskräfte seines Körpers, mehr sei nicht zu tun. „Dass ich mir gerade jetzt die Schulter breche, ist ein Signal. Was genau mir diese Verletzung zu genau diesem Zeitpunkt sagen will, dafür ist ja ab sofort Zeit, das herauszufinden“, sagte Gottwald, der um Fassung bemüht war, aber mit der Situation nicht haderte.
„Es ist müßig zu erwähnen, dass ich gerne beim Heimweltcup in der Ramsau gestartet wäre. Meine Form ist hervorragend, ich wollte ein neues Projekt vorstellen. Aber ganz offensichtlich ist es wichtiger, dass ich jetzt Zeit kriege, mich voll auf mich selbst zu konzentrieren, also tue ich das jetzt.“
Heftige Schmerzen
Dabei habe er gerade in den vergangenen Tagen beim Training wieder ein hervorragendes Sprunggefühl entwickelt. Die verunglückte Landung und die Verletzung im allerletzten Sprung auf der 60-Meter-Schanze im Dienstagvormittag-Training bereitete seinen Hoffnungen auf weitere Erfolge beim Heimweltcup jedoch ein abruptes Ende.
„Die Schmerzen sind heftig, und es gibt jetzt eine Diagnose. Für alles Weitere sorgt mein Körper selbst. Mein Therapeut (Martin Weber, Anm.) wird mir noch wertvolle Impulse geben. Darüber zu spekulieren, wann ich wieder an den Start gehe, tue ich jetzt nicht. Wozu auch? Ich werde wissen, wenn der Zeitpunkt gekommen ist. Ich denke, in ein paar Wochen werden die Hämatome wieder abgeklungen sein", so Gottwald.
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