Nicht rechtzeitig wieder fit
Gregor Schlierenzauer wird verletzungsbedingt auf die beiden Tournee-Springen in Oberstdorf und Garmisch-Partenkirchen verzichten. Diese Entscheidung traf der Tiroler am Mittwoch nach einer Kontrolluntersuchung sowie intensiven Beratungen mit seinen Trainern und Betreuern.
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„Auf den Start in Oberstdorf zu verzichten ist für mich eine harte Entscheidung“, so Schlierenzauer. „Die Vernunft sagt mir aber, dass dies im Sinne meiner zukünftigen Karriere richtig ist.“ Noch nicht ausgeschlossen wird derzeit ein mögliches Comeback in Innsbruck oder Bischofshofen, im Vordergrund steht aber die hundertprozentige Genesung nach dem Innenbandeinriss im rechten Knie.
WM als neues Ziel
„Ich habe bereits gesagt, dass ich erst in den Weltcup zurückkehre, wenn ich mich voll fit fühle. Dazu braucht es die physische Fitness und das volle Vertrauen in den eigenen Körper. Nur wenn beide Bereiche voll und ganz gewährleistet sind, ist für mich Skispringen auf Wettkampfniveau verfolgenswert“, erklärte der 32-fache Sieger von Weltcup-Springen, der damit auch seinen Sieg beim Neujahrsspringen in Garmisch-Partenkirchen nicht verteidigen kann.
Bis Oberstdorf fehlte ihm einfach die Zeit und die nötige Ruhe. „Jetzt die Dinge zu überstürzen, würde überhaupt nichts bringen. Mein Ziel wird sein, für die WM fit zu werden“, setzt Schlierenzauer Prioritäten.
Sturz im Training
Der Tiroler hatte nach seinem Innenbandeinriss im rechten Knie zuletzt bereits Imitationsübungen und Krafttraining mit geringer Belastung absolviert, musste nun aber die Hoffnungen auf eine rasche Genesung begraben.
Schlierenzauer war beim Training auf der 70-m-Schanze in Seefeld im Auslauf gestürzt und hatte sich dabei verletzt. Der 20-Jährige hatte nach dem enttäuschenden Saisonauftakt in Finnland und Norwegen eine Wettkampfpause eingelegt. Diese wird nun länger dauern als ursprünglich vorgesehen.
Fixplatz für Thurnbichler
Die Rolle des siebenten Mannes im ÖSV-Aufgebot für die Tournee nimmt Stefan Thurnbichler ein, der zuletzt mit zwei Siegen im Kontinentalcup diesen Quotenplatz erst ermöglicht hat. Bereits zuvor Fixstarter war das Weltcup-Sextett Thomas Morgenstern, Andreas Kofler, Wolfgang Loitzl, Manuel Fettner, Martin Koch und Michael Hayböck.
Für die beiden Bewerbe auf dem Bergisel und der Paul-Außerleitner-Schanze gibt es ja zusätzliche sieben Plätze für Österreich, daher könnte Schlierenzauer - falls er bis dahin fit ist - eingesetzt werden.
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