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Gelungene ÖSV-Generalprobe

Klaus Kröll hat am Dienstag das Abschlusstraining für die Weltcup-Abfahrt in Bormio dominiert. Der Steirer absolvierte den 3.270 m langen und überaus wilden Ritt über die berühmt-berüchtigte Stelvio in überlegener Bestzeit von 2:01,56 Minuten. 58 Hundertstel Sekunden dahinter folgte der Osttiroler Mario Scheiber auf Platz zwei.

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Abfahrtsweltcup-Titelverteidiger Didier Cuche aus der Schweiz beendete die Generalprobe auf der pickelharten und extrem unruhigen Piste als Dritter (0,70), Vierter wurde mit US-Star Bode Miller (0,85) ein weiterer Routinier.

Klaus Kroell während dem Abfahrtstraining

APA/EPA/ANSA/Carlo Ferraro

Kröll fühlt sich reif für das Podest.

Kröll, der bereits am Vortag mit Platz drei aufgezeigt hatte, war angesichts seiner Spitzenzeit ein wenig überrascht. „Ich war gestern maßlos überfordert. Doch im Moment bin ich anscheinend auch schnell, wenn ich nicht das optimale Gefühl habe. Heute ist es aber viel besser gegangen, ich habe die Linie schon sehr gut erwischt“, erklärte der 30-Jährige, der seine starken Trainingsleistungen nun auch am Mittwoch im Rennen (11.45 Uhr, live in ORF1 und im Livestream) bestätigen will. „Ich glaube, ich bin reif für einen Stockerlplatz.“

Scheiber peilt Podestplatz an

Einen Podestrang peilt auch Scheiber an, der nach bereits neun zweiten Plätzen für seinen ersten Weltcup-Sieg längst überfällig ist. „Es ist mir heute schon viel besser als im ersten Training gegangen. Ich bin sehr zufrieden und für diese zwei Minuten mehr oder weniger hundertprozentig fit. Ob es für ganz vorne reichen wird, wird man morgen sehen“, gab der 27-Jährige, der im Vorfeld von Bormio mit einem Kapselriss im bereits mehrfach lädiert gewesenen rechten Knie zu kämpfen gehabt hatte, zu Protokoll.

Walchhofer unzufrieden

Neben Kröll und Scheiber hofft man im ÖSV-Lager auch noch auf Routinier Michael Walchhofer. Der 35-jährige Salzburger wurde im letzten Training Sechster, hatte aber bereits 1,52 Sekunden Rückstand auf Kröll. „Ich habe mich von oben bis unten nur geplagt, deshalb war auch mein Rückstand so groß“, erklärte Walchhofer, der auch schon am Montag trotz Platz zwei unzufrieden gewesen war.

Michael Walchhofer nach dem Abfahrtstraining

GEPA/Amir Beganovic

Für Walchhofer verlief das Training nicht nach Wunsch.

„Es war gestern schon schlecht und heute noch schlechter. Ich hoffe, dass ich es im Rennen besser mache. Ich muss mit weniger Respekt an diese Abfahrt herangehen“, glaubte der Hotelier aus Zauchensee das Erfolgsrezept für Mittwoch zu kennen. Allerdings gestand Walchhofer wie alle anderen Spitzenläufer auch: „Die Piste ist so schwer, dass man kaum eine runde Fahrt hier runterbringt.“

Schweiz hofft auf Cuche

Christof Innerhofer, Bormio-Sieger 2008 und überlegener Trainingsschnellster am Montag, bluffte wie seine italienischen Teamkollegen Werner Heel und Peter Fill im Abschlusstraining, um Kraft für das Rennen zu sparen.

Die Hoffnungen der Schweizer ruhen ausschließlich auf Cuche, der vor mittlerweile 17 Jahren - am 29. Dezember 1993 - in Bormio sein Weltcup-Debüt gab. Den 36-Jährigen, der damals als Vorletzter 6,5 Sekunden auf ÖSV-Sieger Hannes Trinkl verloren hatte, verbindet mit der Stelvio allerdings eine „Hassliebe“. Dazu kommt, dass die Schweizer seit dem WM-Titel von Pirmin Zurbriggen 1985 auf einen Abfahrtssieg in Bormio warten.

Abfahrtstraining in Bormio

Dienstag:
1. Klaus Kröll AUT 2:01,56
2. Mario Scheiber AUT + 0,58
3. Didier Cuche SUI 0,70
4. Bode Miller USA 0,85
5. Stefan Thanei ITA 1,41
6. Michael Walchhofer AUT 1,52
7. Robbie Dixon CAN 1,60
8. Andrej Jerman SLO 1,63
9. Aksel Lund Svindal NOR 1,82
. Stephan Keppler GER 1,82
11. Georg Streitberger AUT 1,89
. Andrej Sporn SLO 1,89
13. Adrien Theaux FRA 2,00
14. Joachim Puchner AUT 2,09
15. Dominik Paris ITA 2,13
16. Tobias Grünenfelder SUI 2,25
17. Guillermo Fayed FRA 2,31
18. Hans Grugger AUT 2,34
19. Steven Nyman USA 2,39
20. Natko Zrncic-Dim CRO 2,53
21. Matthias Mayer AUT 2,60
22. Yannick Bertrand FRA 2,64
23. Siegmar Klotz ITA 2,66
24. Alexandre Bouillot FRA 2,67
. Gasper Markic SLO 2,67
26. Patrick Küng SUI 2,83
27. Cornel Züger SUI 2,89
28. Andrej Krizaj SLO 3,01
29. Manuel Osborne-Paradis CAN 3,10
30. Hans Olsson SWE 3,13
33. Silvan Zurbriggen SUI 3,31
34. Christof Innerhofer ITA 3,39
44. Romed Baumann AUT 4,49
51. Bernhard Graf AUT 5,96
Montag:
1. Christof Innerhofer ITA 2:01,64
2. Michael Walchhofer AUT + 0,75
3. Klaus Kröll AUT 0,97
4. Didier Cuche SUI 1,37
5. Bode Miller USA 1,66
6. Hans Grugger AUT 2,17
7. Mario Scheiber AUT 2,62
8. Peter Fill ITA 2,73
9. Aksel Lund Svindal NOR 2,74
10. Adrien Theaux FRA 2,83
11. Matthias Mayer AUT 2,92
12. Patrick Küng SUI 3,06
13. Natko Zrncic-Dim CRO 3,17
14. Yannick Bertrand FRA 3,21
. Andrej Jerman SLO 3,21
16. Tobias Grünenfelder SUI 3,50
17. Joachim Puchner AUT 3,56
18. Stefan Thanei ITA 3,62
19. Georg Streitberger AUT 4,04
20. Ambrosi Hoffmann SUI 4,11
21. Robbie Dixon CAN 4,21
22. Dominik Paris ITA 4,27
23. Silvan Zurbriggen SUI 4,31
24. Marc Gisin SUI 4,37
25. Travis Ganong USA 4,43
26. Guillermo Fayed FRA 4,45
27. Andy Plank ITA 4,57
28. Steven Nyman USA 5,05
29. Werner Heel ITA 5,13
30. Silvano Varettoni ITA 5,25
41. Romed Baumann AUT 5,85
51. Bernhard Graf AUT 7,49

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