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Pietilä-Holmner nicht zu stoppen

Elisabeth Görgl hat am Sonntag mit Rang drei Österreichs Ehre bei den alpinen Parallelslaloms in München gerettet. Die Steirerin gewann vor 25.000 Zuschauern im Münchner Olympiapark im „kleinen Finale“, das erstmals im Weltcup zählt, gegen die Italienerin Daniela Merighetti. Der Sieg ging an die Schwedin Maria Pietilä-Holmner vor der Slowenin Tina Maze.

„Eine absolut coole Veranstaltung, das hat richtig Spaß gemacht, ich bin begeistert“, freute sich Görgl, die im Semifinale zwar gegen die spätere Siegerin knapp verlor, danach aber gegen Merighetti gewann. Die Italienerin stürzte dabei im ersten Lauf, den Vorsprung von 0,50 Strafsekunden brachte Görgl schließlich locker ins Ziel.

Elisabeth Görgl küsst Ski

APA/EPA/Tobias Hase

Görgl war mit ihrem Auftritt zufrieden.

Dabei verriet die 29-Jährige, die immerhin 60 Weltcup-Punkte eroberte, auch ihr Erfolgsgeheimnis: „So ein Parallelslalom geht mit der Zeit an die Kondition. Ich habe aber auch am Schluss noch genügend Kraft gehabt. Besonders schwierig ist es, sich immer erneut zu konzentrieren. Das Fahren Frau gegen Frau ist etwas Besonderes und voll cool, da muss man sich auch richtig darauf einstellen.“

Fischbacher hatte „volle Gaudi“

Andrea Fischbacher schied gegen die Französin Tessa Worley ebenso bereits in der ersten Runde aus wie Michaela Kirchgasser gegen die Schweizerin Fabienne Suter. Trotzdem war die Speed-Spezialistin zufrieden: „Die kurzen Ski waren zwar ungewohnt, aber es war eine volle Gaudi“, sagte Fischbacher. Anna Fenninger zog nach einem Sieg gegen die US-Amerikanerin Julia Mancuso im Viertelfinale gegen Görgl den Kürzeren.

Kein Glück hatten auch die drei deutschen Damen, angeführt von Maria Riesch, die in Runde eins scheiterten, und US-Weltcup-Leaderin Lindsey Vonn, für die im Viertelfinale gegen Pietilä-Holmner Schluss war. Im Finale setzte sich die Schwedin gegen Maze um 0,47 Sekunden durch und damit wesentlich deutlicher als zuvor im Semifinale gegen Görgl (0,10).

Offizielle Weltcup-Premiere

Der Parallelslalom feierte nach zwei Einladungsevents in Moskau im Jänner und November 2009 in München seine offizielle Weltcup-Premiere. Die besten 16 Fahrererinnen und Fahrer durften an den Start, für die Verlierer der ersten Runde gab es bereits 15 Punkte für die Gesamtwertung. Gefahren wurde auf einer 200 Meter langen mit offenen Flaggentoren ausgesteckten Piste am „Olympiaberg“.

Der Weltcup wird am Dienstag in Zagreb mit einem Damen-Slalom fortgesetzt, am Donnerstag sind dann die Herren in der kroatischen Hauptstadt an der Reihe.

Damen-Parallelslalom in München

Finale:
Maria Pietilä-Holmner SWE
Tina Maze SLO + 0,47
Um Platz drei:
Elisabeth Görgl AUT
Daniela Merighetti ITA + 0,40
Semifinale:
Maria Pietilä-Holmner SWE
Elisabeth Görgl AUT + 0,10
Tina Maze SLO
Daniela Merighetti ITA out
Viertelfinale:
Maria Pietilä-Holmner SWE
Lindsey Vonn USA + 0,36
Elisabeth Görgl AUT
Anna Fenninger AUT + 0,23
Tina Maze SLO
Fabienne Suter SUI + 0,33
Daniela Merighetti ITA
Tessa Worley FRA + 0,83
Achtelfinale:
Lindsey Vonn USA
Susanne Riesch GER + 0,54
Maria Pietilä-Holmner SWE
Viktoria Rebensburg GER + 3,28
Anna Fenninger AUT
Julia Mancuso USA + 0,58
Elisabeth Görgl AUT
Nadja Kamer SUI + 1,77
Tina Maze SLO
Dominique Gisin SUI + 0,92
Fabienne Suter SUI
Michaela Kirchgasser AUT + 0,14
Tessa Worley FRA
Andrea Fischbacher AUT + 1,50
Daniela Merighetti ITA
Maria Riesch GER out

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