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Rechtes Knie achtmal operiert

Andreas Buder hat am Dienstag in Kitzbühel seinen Rücktritt vom aktiven Skisport bekanntgegeben. Der 31-jährige Niederösterreicher erklärte, dass sein rechtes Knie, das insgesamt achtmal operiert worden war, keine erfolgreichen Rennen mehr zulasse. „Danke. Es war eine unbeschreibliche Zeit“, meinte Buder zum Abschied.

Der Niederösterreicher kam im Weltcup dreimal auf das Abfahrtspodest (Zweiter Bormio 2007, je Dritter Garmisch 2006 und Lake Louise 2007). Schwere Verletzungen warfen den Juniorenweltmeister in der Abfahrt von 1998 immer wieder aus der Bahn. 2008 war er noch Vierter im Abfahrtsweltcup, dann stürzte er in Kitzbühel schwer. Sein letztes von 39 Weltcup-Rennen bestritt Buder am 18. Dezember in Gröden.

Andreas Buder

GEPA/Andreas Pranter

Am 18. Dezember wurde Buder 47. in Gröden. Es war sein letztes Rennen.

Abfahrtstalent im Verletzungspech

Spätestens seit seiner Goldmedaille bei der Junioren-WM 1998 galt Buder in Fachkreisen als eines der größten Abfahrtstalente Österreichs. In der Saison 2001/2002 gewann er die Abfahrtsgesamtwertung im Europacup und war seitdem im A-Kader oder in der Nationalmannschaft des ÖSV vertreten. Sein Weltcup-Debüt feierte Buder 1998 in Crans Montana.

„Es ist jetzt drei Jahre her, damals war ich Vierter im Abfahrtsweltcup. Dann kam just zum erfolgreichsten Zeitpunkt meiner Karriere dieser verhängnisvolle Sturz in Kitzbühel“, meinte Buder über jenen Moment, der damals das vorzeitige Saisonende bedeutete. Seit diesem Unfall musste er vier Operationen über sich ergehen lassen, insgesamt wurde sein rechtes Knie bereits achtmal operiert.

„Knie spielt nicht mehr mit“

„Ich wollte heuer noch einmal voll angreifen, aber musste einfach einsehen, dass mein Knie nicht mehr mitspielt. Irgendwann merkt man dann, dass es keinen Sinn mehr macht und es Zeit ist, sich neuen Dingen zu widmen“, meinte der Niederösterreicher, der zwölf Top-Ten-Plätze einfuhr. Das nächste Ziel des Vaters eines Sohnes ist es, die Berufsreifeprüfung an der Ski-Handelsschule abzuschließen.

Auch dem Skisport wird der Niederösterreicher erhalten bleiben. „Zunächst möchte ich im Frühjahr die staatliche Skilehrerausbildung fertig machen und in Folge auch die Trainerausbildung. Unsere Trainingsgruppe, mit einem Teil davon bin ich seit dem Europacup unterwegs, werde ich sicher vermissen. Es wird mir auch abgehen, mit einer Geschwindigkeit Ski zu fahren, die für alle österreichischen Straßen zu hoch ist. In irgendeiner Weise werde ich dem Skisport aber sicher erhalten bleiben.“

ÖSV-Sportdirektor Hans Pum bedauerte das Karriereende von Buder: „Leider wurde er in seiner Laufbahn immer wieder von schweren Verletzungen zurückgeworfen, ansonsten wäre sein sportlicher Weg ganz sicher noch erfolgreicher verlaufen.“

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