Ein Schlag ins Gesicht
Italiens Meister Inter Mailand hat am Donnerstag seine Aufholjagd in der Serie A fortgesetzt. Mit einem 3:0 beim Tabellenletzten AS Bari kletterte der Titelverteidiger auf Platz drei und verkürzte den Rückstand auf Spitzenreiter AC Milan auf sieben Punkte. Inter hat zudem ein Spiel weniger ausgetragen.
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Gegen die sicher stehende Bari-Abwehr hatte sich der Champions-League-Sieger allerdings lange schwergetan. „Bari hat uns nicht viel Möglichkeiten gegeben“, so Inter-Trainer Leonardo. Erst in der 70. Minute traf Houssine Kharja zum 1:0, Giampaolo Pazzini (93.) und der nach langer Verletzung zurückgekehrte niederländische Teamspieler Wesley Sneijder (95.) erhöhten in der Nachspielzeit.
„Hoffentlich haben meine Töchter das nicht gesehen“
Überschattet wurde die Partie von einem Ausraster von Inter-Verteidiger Cristian Chivu. In der 58. Minute schlug der 30-Jährige seinem Gegenspieler Marco Rossi völlig unvermittelt von hinten ins Gesicht. Weil der Schiedsrichter die Tätlichkeit nicht sah, blieb Chivu eine Rote Karte erspart. Eine Verurteilung nach Fernsehbeweis führte am Freitag zu einer Sperre von vier Spielen.
Chivu konnte sich sein Blackout selbst nicht erklären und entschuldigte sich nach dem Spiel bei Rossi. „Ich fühle mich wie ein Scheißkerl. Hoffentlich haben meine Töchter das nicht gesehen“, sagte der Rumäne. Seinem Club steht bereits am Sonntag die nächste schwierige Aufgabe bevor, wenn Vizemeister AS Roma im Meazza-Stadion gastiert. Milan tritt auswärts gegen den FC Genoa an, der krisengeschüttelte Rekordmeister Juventus reist nach Sardinien zu Cagliari. György Garics trifft mit Bologna auf Catania.
38. und letzte Runde
Sonntag, 13. Mai: |
Juventus Turin |
Atalanta |
3:1 |
AC Milan |
Novara |
2:1 |
Fiorentina |
Cagliari |
0:0 |
Cesena |
AS Roma |
2:3 |
Parma |
Bologna |
1:0 |
Catania |
Udinese |
0:2 |
Lazio Rom |
Inter Mailand |
3:1 |
Napoli |
Siena |
2:1 |
Chievo Verona |
Lecce |
1:0 |
FC Genoa |
Palermo |
2:0 |
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