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Klarer Sieg mit zweimal Höchstweite

Martin Koch hat am Samstag in Oberstdorf eine Flugshow abgeliefert und zum zweiten Mal in seiner Karriere einen Weltcup-Bewerb gewonnen. Der Kärntner erzielte beim Skifliegen mit 214,5 und 210,5 Meter zweimal Höchstweite und gewann überlegen 21,8 Punkte vor dem Norweger Tom Hilde. Auf Rang drei und damit erstmals in dieser Saison auf dem Siegespodest landete Gregor Schlierenzauer.

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„Einfach sensationell. Ich wusste, dass ich heuer schon einen Weltcup gewonnen habe, das hat mir sehr geholfen. Ich wollte unbedingt diesen Sieg. Beim Absprung war ich zwei Meter zu spät, der Druck ist ins Leere gegangen. Ich habe aber alles rausgeholt und voll attackiert. Der Rest ist Geschichte“, erklärte Koch, der auch die Führung im Skiflug-Weltcup übernahm und vor den restlichen vier Bewerben 34 Punkte Vorsprung auf Thomas Morgenstern hat.

„Die WM und die kleine Kugel im Skifliegen sind meine Saisonziele. Da will ich mitmischen. Jetzt kommen noch ein paar Skifliegen, da freue ich mich drauf. Vor allem auf Vikersund, weil die Schanze neu ist und ein super Profil zum Fliegen hat“, sagte Koch zu der Weltcup-Station, wo eventuell sogar auch der Weltrekord des Norwegers Björn Einar Romören (239 m) fallen könnte.

Jubel von Skispringern Gregor Schlierenzauer und Martin Koch

GEPA/Oliver Lerch

Gregor Schlierenzauer und Martin Koch strahlten in Oberstdorf um die Wette.

„Große Genugtuung“ für Schlierenzauer

Neben Koch hatte in Oberstdorf vor allem Schlierenzauer allen Grund zu jubeln. „Der dritte Platz ist eine große Genugtuung. Zurück auf dem Podest zu sein, taugt mir unheimlich. Das ist die beste Motivationsspritze für die WM. Ich fliege nach wie vor verdammt gut, da muss ich mich selbst loben. Ich habe aber noch Reserven, vor allem in der Hocke sind aber noch ein paar Prozent drinnen. Jetzt gilt es einfach weiterarbeiten“, erklärte der 32-fache Weltcup-Sieger.

Auch ÖSV-Cheftrainer Alexander Pointner freute sich sehr für Schlierenzauer. „Ich bin wirklich glücklich, dass er jetzt den Weg zurück auf das Podest geschafft hat, das war einmal notwendig. Es unterstützt ihn für den Entwicklungsschritt, auch mit Niederlagen umgehen zu können, das war eine sehr harte Zeit“, weiß Pointner und bedankte sich auch bei den Stützpunkttrainern und den Physiotherapeuten, die Schlierenzauer auf dem Weg zurück halfen.

Kein Tag für Morgenstern

Andreas Kofler belegte als drittbester ÖSV-Adler Rang sieben. Nicht nach Wunsch lief es hingegen bei schwierigen Bedingungen für Morgenstern, der sich mit Platz 16 begnügen musste. Im Gesamtweltcup verlor der Kärntner aber nicht allzu viel Boden, denn auch sein schärfster Konkurrenz Simon Ammann wurde nur Zehnter. Der Polster vor den letzten fünf Bewerben beträgt daher weiter 430 Zähler.

„Ich bin trotzdem sehr zufrieden mit meinen Flügen. Man kann auch aus so einem Tag Positives mitnehmen. Ich darf nicht anfangen, Fehler bei mir zu suchen. Jetzt freue ich mich auf das Mannschaftsspringen am Sonntag“, nahm Morgenstern sein Abschneiden nicht allzu tragisch.

Weltcup-Skifliegen in Oberstdorf

1. Martin Koch AUT 214,5 / 210,5 428,4
2. Tom Hilde NOR 192,5 / 209,5 406,6
3. Gregor Schlierenzauer AUT 198,0 / 208,5 404,5
4. Severin Freund GER 205,5 / 190,5 399,5
5. Daiki Ito JPN 195,0 / 205,0 397,4
6. Adam Malysz POL 201,5 / 184,5 393,2
7. Andreas Kofler AUT 199,5 / 183,5 393,0
8. Michael Uhrmann GER 202,5 / 194,5 392,7
9. Matti Hautamäki FIN 205,0 / 189,5 392,5
10. Simon Ammann SUI 188,5 / 205,5 391,3
11. Kamil Stoch POL 185,5 / 207,5 391,2
12. Anders Jacobsen NOR 189,5 / 204,0 382,4
13. Roman Koudelka CZE 192,5 / 193,5 374,3
14. Johan Remen Evensen NOR 178,5 / 193,5 370,6
15. Robert Kranjec SLO 180,5 / 186,5 367,0
16. Thomas Morgenstern AUT 175,5 / 190,5 364,5
17. Kalle Keituri FIN 175,5 / 193,0 354,3
18. Noriaki Kasai JPN 180,5 / 178,5 354,1
. Fumihisa Yumoto JPN 165,0 / 195,5 354,1
20. Janne Happonen FIN 169,5 / 180,5 351,1
21. Emmanuel Chedal FRA 181,0 / 171,0 345,4
22. Michael Neumayer GER 190,0 / 196,0 344,0
23. Wolfgang Loitzl AUT 171,0 / 171,5 339,5
24. Richard Freitag GER 165,5 / 188,5 334,0
25. Pawel Karelin RUS 171,5 / 175,5 331,5
26. Lukas Hlava CZE 178,0 / 169,0 330,5
27. Piotr Zyla POL 168,5 / 174,0 320,0
28. Manuel Fettner AUT 169,5 / 163,0 318,1
29. Shohei Tochimoto JPN 179,5 / 147,5 301,6
30. Pascal Bodmer GER 164,5 / 179,5 296,6

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