Überlegener Sieg im Skiflug-Teambewerb
Die ÖSV-Adler haben am Sonntag ihre Vorherrschaft im Skispringen und Skifliegen erneut untermauert und wie im Vorjahr die FIS-Team-Tour gewonnen. Das Quartett Thomas Morgenstern, Andreas Kofler, Gregor Schlierenzauer und Martin Koch siegte im abschließenden Teamfliegen in Oberstdorf 50,5 Punkte vor Norwegen und 99,9 vor Deutschland und führt damit auch in der Gesamtwertung nach fünf Konkurrenzen.
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Nicht weniger als 251,4 Zähler Vorsprung hatten die Österreicher in der Tour-Endwertung nach den beiden Teambewerben in Willingen und Oberstdorf sowie den drei Einzelkonkurrenzen in Willingen, Klingenthal und Oberstdorf. Die jeweils besten zwei Springer pro Nation kamen aus den Einzelbewerben in die Wertung.

GEPA/Oliver Lerch
Das siegreiche ÖSV-Team freut sich auch über das „Taschengeld“.
Der 100.000 Euro schwere Siegerscheck wird erneut nicht nur unter den Athleten, sondern im gesamten Team aufgeteilt - von Cheftrainer Alexander Pointner bis zu den Kotrainern, den Serviceleuten, Pressebetreuer und Physiotherapeutin kletterte die gesamte ÖSV-Delegation vor rund 10.000 Zuschauern im Auslauf der Heini-Klopfer-Schanze auf das Siegespodest.
„Fantastische Leistung des gesamten Teams“
„Das ist schon etwas Besonderes, als verantwortliche Person mit dem gesamten Betreuerteam auf das Podest zu steigen. Eine fantastische Leistung des gesamten Teams. Wir haben uns die gesamte Tour keinen Fehler geleistet“, freute sich Pointner über den zweiten Triumph seiner Mannschaft bei der dritten Auflage dieses jungen Bewerbs.
Auch Schlierenzauer, der am Samstag mit Rang drei seinen ersten Einzelpodestplatz im WM-Winter geschafft hatte, war glücklich. „Es ist immer wieder eine tolle Sache, im Team zu springen. Die 100.000 Euro werden sehr gut aufgeteilt - vom Busfahrer bis zur Physiotherapeutin“, verriet der Tiroler.
Die genaue Aufteilung bzw. wie groß jener Anteil ist, der nicht an die Sportler selbst geht, wurde nicht verraten. „Ich kann aber sagen, dass die Sportler letztes Jahr sehr spendabel waren“, erklärte Pointner.
Freund segelt auf 218 Meter
Etwas weniger als drei Wochen vor dem ersten WM-Bewerb der Springer am 25. Februar von der Normalschanze haben die Österreicher ihre Favoritenstellung in allen vier WM-Bewerben untermauert, allerdings hat am Sonntag u. a. auch der Deutsche Severin Freund mit dem weitesten Flug des Wochenendes auf 218 m gezeigt, dass er nach wie vor in Topform ist.
Vor der Abreise nach Oslo steht noch ein Skiflug-Wochenende auf dem Programm. Auf der neuen Schanze in Vikersund geht kommendes Wochenende die WM-Generalprobe in Szene. Weltcup-Leader Morgenstern, Samstag-Sieger Koch, Schlierenzauer und Stefan Thurnbichler stehen vorerst als ÖSV-Fixstarter fest. Andreas Kofler denkt noch über einen Start nach, Wolfgang Loitzl und Manuel Fettner bereiten sich hingegen bereits auf die WM vor.
Weltcup-Teamfliegen in Oberstdorf
| Endstand nach zwei Durchgängen: |
| 1. |
Österreich |
(Morgenstern, Kofler, Schlierenzauer, Koch) |
|
1.579,1 |
| 2. |
Norwegen |
(Evensen, Jacobsen, Romören, Hilde) |
|
1.528,6 |
| 3. |
Deutschland |
(Neumayer, Freitag, Uhrmann, Freund) |
|
1.479,2 |
| 4. |
Finnland |
(Happonen, Keituri, Muotka, Hautamäki) |
|
1.471,8 |
| 5. |
Japan |
(Ito, Yumoto, Tochimoto, Kasai) |
|
1.434,3 |
| 6. |
Polen |
(Stoch, Zyla, Hula, Malysz) |
|
1.379,3 |
| 7. |
Slowenien |
(Prevc, Tepes, Damjan, Kranjec) |
|
1.356,7 |
| 8. |
Tschechien |
(Hlava, Matura, Janda, Koudelka) |
|
1.287,0 |
| Nicht für den zweiten Durchgang qualifiziert: |
| 9. |
Russland |
(Karelin, Kornilow, Trofimow, Wassiliew) |
|
524,8 |
| Beste Springer: |
| 1. |
Adam Malysz |
POL |
207,0 / 210,5 |
411,2 |
| 2. |
Thomas Morgenstern |
AUT |
205,0 / 209,5 |
409,8 |
| . |
Matti Hautamäki |
FIN |
212,5 / 207,0 |
409,8 |
| 4. |
Anders Jacobsen |
NOR |
204,5 / 207,0 |
401,7 |
| 5. |
Johan Remen Evensen |
NOR |
202,5 / 207,5 |
398,3 |
| 6. |
Tom Hilde |
NOR |
195,5 / 206,5 |
397,6 |
| 7. |
Severin Freund |
GER |
188,5 / 218,0 |
397,0 |
| 8. |
Andreas Kofler |
AUT |
199,0 / 203,5 |
394,5 |
| 9. |
Janne Happonen |
FIN |
203,0 / 200,5 |
389,2 |
| 10. |
Gregor Schlierenzauer |
AUT |
197,0 / 204,5 |
388,0 |
| 11. |
Michael Uhrmann |
GER |
191,5 / 209,0 |
387,4 |
| 12. |
Martin Koch |
AUT |
191,5 / 204,0 |
386,8 |
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