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„Dafür hätte er einen Oscar verdient“

David Navarro vom spanischen Erstligisten Valencia hat mit seinen rüden Fouls und einer theatralischen Einlage am Sonntag in der Primera Division eine Welle der Empörung in Spanien ausgelöst.

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Der Innenverteidiger hatte bei Valencias 2:1-Sieg im Match bei Athletic Bilbao den Teamspielern Javi Martinez und Fernando Llorente mit Ellbogenchecks die Köpfe blutig geschlagen. Doch damit nicht genug: Nach dem Foul an Llorente - das seinem Gegner eine Wunde eintrug, die mit drei Stichen genäht werden musste - ließ sich Navarro theatralisch zu Boden fallen und blieb reglos liegen.

Er wurde von Sanitätern vom Platz getragen und brachte den Schiedsrichter damit davon ab, ihm die wohl fällige Rote Karte zu zeigen. Sekunden später stand der Valencia-Kapitän dann wieder quicklebendig auf dem Spielfeld. „Er hat die Rolle seines Lebens gespielt, dafür hätte er einen Oscar verdient gehabt“, erklärte ein erboster Llorente. Auch sein Teamkollege Mikel San Jose war aufgebracht: „Fußball ist ein Kontaktsport, und man kann einem Gegner schon mal einen Ellbogenstoß geben. Aber dann muss man dazu stehen und kann sich nicht einfach zu Boden werfen.“

Verhaltenskodex geplant

Die Gewerkschaft der spanischen Fußball-Profis (AFE) will den Vorfall zum Anlass nehmen, einen Verhaltenskodex einzuführen. Wie das Sportblatt „As“ am Dienstag berichtete, sollen damit - wie bereits in England - den Mitgliedern schauspielerische Einlagen untersagt werden. Bei Verstößen will die AFE Geldstrafen verhängen.

Navarro war vom Schiedsrichter nicht einmal verwarnt worden. Er hat auch nachträglich vom Verband keine Sperre zu befürchten, weil Bilbao keine Klage erheben will. Allerdings hat die Schauspielerei ihn zur Zielscheibe von Hohn und Spott gemacht. „Vielleicht ist er ohnmächtig geworden, als er das Blut von Llorente sah“, witzelte Athletic-Präsident Fernando Garcia Macua. Die Zeitung „El Mundo“ titelte: „Der Angreifer flüchtete auf einer Krankentrage.“

Kein einmaliger Vorfall

Der Innenverteidiger ist kein unbeschriebenes Blatt. Vor vier Jahren war er vom Europäischen Fußballverband UEFA für sechs Monate gesperrt worden, weil er nach dem Abpfiff des Champions-League-Spiels zwischen Valencia und Inter Mailand (0:0) dem Argentinier Nicolas Burdisso mit einem Faustschlag die Nase gebrochen hatte.

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