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Kein Trainereffekt, aber die ersten Tore

Der Trainereffekt bei Tabellenschlusslicht LASK ist ausgeblieben. Unter dem am Vortag bestellten Trainer Walter Schachner kassierten die Linzer am Mittwoch vor nur 2.300 Zuschauern auf der Gugl gegen SC Magna Wiener Neustadt trotz Aufholjagd eine 2:3 (1:2)-Niederlage und liegen nach der 23. Runde der tipp3-Bundesliga bereits neun Zähler hinter Abstiegskonkurrent Mattersburg.

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Zum Mann des Abends wurde Mirnel Sadovic mit zwei Treffern. Dem LASK half auch eine vermeintliche Trendwende nach 0:2-Rückstand (33.) nichts mehr. Zwei Tore von Kapitän Rene Aufhauser, eines aus einem Elfmeter, stellten nur den zwischenzeitlichen Ausgleich her. Sadovic schoss die Linzer in der Schlussphase k. o. (81.).

LASK beginnt ambitioniert

Dabei begann der LASK im Vergleich zu den vorangegangenen Partien ambitioniert. Die Hausherren drängten nach vorne, wenngleich kaum Chancen erarbeitet wurden. Die Tore machten vorerst die Gäste, die bis dahin nur selten in Erscheinung getreten waren. LASK-Defensivspieler Lopez bereitete mit einem unbedrängten Schuss ins Out den ersten Treffer vor, Sadovic schloss den schnell ausgeführten Einwurf nach Thonhofer-Vorlage mit einem Halbvolley aus zehn Metern ab (26.).

Die Elf von Coach Peter Schöttel setzte wenig später nach und durfte sich neuerlich bei der indisponierten Linzer Abwehr bedanken. Diese ließ sich von einem unspektakulären Kolousek-Freistoß aus der Balance bringen, Kostal verlängerte per Kopf, Grünwald vollendete mit selbigem zum 2:0 (33.).

Linzer hoffen und werden enttäuscht

Der LASK zeigte sich unbeeindruckt und gab die ideale Antwort: Nur zwei Minuten erzielte Aufhauser den Anschlusstreffer, nachdem Fornezzi einen scharf angetragenen Tenesor-Freistoß etwas unglücklich hatte abprallen lassen (35.). Solcherart moralisch gestärkt, suchten die Oberösterreicher auch in der zweiten Hälfte den Torerfolg.

Jubel von LASK-Kapitän Rene Aufhauser

GEPA/Walter Luger

Aufhauser schoss das erste LASK-Tor 2011 und traf ein weiteres Mal.

Da war erst aber Wr. Neustadt gefährlicher, die größte Chance fanden nach Mandl-Patzer Sadovic und Aigner unmittelbar hintereinander vor (58.). Dann wieder der LASK: Der zwei Minuten zuvor eingewechselte Kaufmann wurde von Thonhofer im Strafraum zu Fall gebracht, Aufhauser vollendete vom Elferpunkt zum Ausgleich (67.).

Doch der Einsatz blieb unbelohnt: Einen Konter über Simkovic schloss nach dessen Flanke neuerlich der von der Defensive vernachlässigte Sadovic per Kopf zum 3:2-Sieg der Wr. Neustädter ab.

Stimmen zum Spiel:

Walter Schachner (LASK-Trainer): „Ich kann der Mannschaft eigentlich keinen Vorwurf machen. Darum können wir uns aber nichts kaufen, wir stehen wieder mit leeren Händen da. Die Mannschaft hat alles gegeben, was Leidenschaft und Moral angeht. Wir waren vielleicht sogar die bessere Mannschaft. Man kann viel Positives mitnehmen, aber beim Blick auf die Tabelle ist es negativ. Solange es möglich ist, werden wir es versuchen.“

Peter Schöttel (Wr.-Neustadt-Trainer): „Wir sind sehr schwer in die Partie reingekommen. Die Führung war vielleicht gar nicht verdient, wir haben den Gegner dann ins Spiel zurückgelassen. Es war kein gutes Spiel meiner Mannschaft, vielleicht auch ein glücklicher Sieg. Wir haben mit Ach und Krach gewonnen. Man hat aber gesehen, dass wir individuell die größere Klasse haben.“

Tipp3-Bundesliga, 23. Runde

Mittwoch:

LASK - Wr. Neustadt 2:3 (1:2)

Stadion der Stadt Linz, 2.300 Zuschauer, SR Grobelnik

Torfolge:
0:1 Sadovic (26.)
0:2 A. Grünwald (33.)
1:2 Aufhauser (35.)
2:2 Aufhauser (67./Elfmeter)
2:3 Sadovic (81.)

LASK: Mandl - Bubenik, Lukas, Lopez, Schellander - Hart, Aufhauser, Majabvi (82./Duro), Bukva (65./Kaufmann) - Tenesor, Kragl (74./Atan)

Wr. Neustadt: Fornezzi - Thonhofer, Kostal, Ramsebner, Schicker - Reiter, A. Grünwald - Sadovic, Kolousek (76./Stanislaw), Simkovic (90./Maak) - Aigner (72./Helly)

Gelbe Karten: Lukas bzw. Grünwald, Aigner, Reiter

Die Besten: Aufhauser, Hart, Kragl bzw. Fornezzi, Kostal

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