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Umschwung innerhalb von 149 Sekunden

Red Bull Salzburg hat am Samstag Moral bewiesen und in Ried nach 0:2-Rückstand noch ein 2:2 erobert. Durch die Punkteteilung im Verfolgerduell der 25. Runde der tipp3-Bundesliga weisen Ried und Salzburg nun jeweils drei Punkte Rückstand auf das Führungsduo Sturm Graz und Austria auf.

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Der Meister musste frühe Gegentreffer durch Oliver Glasner (3.) und Markus Hammerer (17.) hinnehmen, konterte aber mit einem Doppelschlag innerhalb von 149 Sekunden. Zuerst traf Simon Cziommer durch einen abgefälschten Schuss (66.), kurz darauf war Roman Wallner per Elfmeter erfolgreich (69.) und sorgte damit im Titelkampf für Schadensbegrenzung.

Roman Wallner (Salzburg) schießt Elfmeter

APA/Agentur Diener/Leena Manhart

Wallner zeigte beim Elfmeter keinerlei Unsicherheiten.

Rieder treffen nach Standardsituationen

Auch ohne ihre drei Spanier Guillem (Bank), Ivan Carril (gesperrt) und Nacho (verletzt) in der Anfangsformation erwischten die Rieder einen perfekten Start. Nach Eckball von Florian Mader stellte Kapitän Oliver Glasner per Kopf auf 1:0 (3.). Salzburgs Abwehrchef Ibrahim Sekagya war da bei seinem Comeback nach Sprunggelenksverletzung noch nicht ganz im Bilde gewesen.

Das traf auf die gesamte Salzburger Hintermannschaft auch beim 0:2 in der 17. Minute zu. Neuerlich ließ sich der Meister bei einer Standardsituation aushebeln. Nach Freistoß von Stefan Lexa scheiterte Markus Hammerer zunächst per Kopf an Goalie Eddie Gustafsson, beim Nachschuss von Hammerer war der Schwede chancenlos.

Bei einem Schuss von Anel Hadzic verhinderte Gustafsson den dritten Gegentreffer (22.), seine Vorderleute ließen lediglich durch Alan (8.) Gefahr aufblitzen. Wie unzufrieden Huub Stevens mit seiner Mannschaft war, vor allem mit seiner Defensive, zeigte er, indem er Rabihu Afolabi bereits vor der Pause vom Feld holte.

Turbulente zweite Hälfte

Die Salzburger waren auch nach dem Wechsel zunächst weit von einem Punktgewinn entfernt. Ein Doppelschlag brachte die Elf von Huub Stevens aber zurück ins Geschäft. Cziommer trat zunächst einen Eckball, nach einem Gestocher kam der Deutsche dann wieder an den Ball und stellte per abgefälschten Schuss mit Glück auf 1:2 (66.).

Wenige Augenblicke später foulte Hammerer im Strafraum von hinten Dusan Svento und sah dafür von Schiedsrichter Grobelnik trotz einiger Proteste die Gelbe Karte. Den Elfmeter verwandelte Wallner mit seinem zwölften Saisontor eiskalt flach ins rechte Eck (69.).

Im Finish suchten beide Teams die Entscheidung. Die Rieder waren dem Siegestreffer durch Mader (75.) und Lexa (78.) näher als die Gäste, die allerdings durch Jakob Jantscher ebenfalls einen Matchball vorfanden und vergaben (86.).

Stimmen zum Spiel

Paul Gludovatz (Ried-Trainer): „Ich habe wenige tröstende Worte für die Mannschaft und mich. Wir haben gegen den Meister und die beste Defensive zwei Tore gemacht. Dass es trotzdem nicht zum Sieg gereicht hat, ist Eigenschuld. Wir haben nach der Pause nicht mehr agiert, sondern nur reagiert. Dieser Punkt ist kein Trost für mich.“

Huub Stevens (Salzburg-Trainer): „In den ersten 20 Minuten haben wir den Gegner aufgebaut, das darf nicht passieren, das ist unprofessionell. So darf man nicht Fußball spielen. Allerdings hat die Mannschaft nach der Pause gezeigt, was für Qualitäten sie hat. Ich kann nur eines sagen: Bei uns herrscht absolute Ruhe.“

Tipp3-Bundesliga, 25. Runde

Samstag:

Ried - Salzburg 2:2 (2:0)

Ried, 7.200 Zuschauer, SR Grobelnik

Torfolge:
1:0 Glasner (3.)
2:0 Hammerer (17.)
2:1 Cziommer (66.)
2:2 Wallner (69./Elfmeter)

Ried: Hesl - Stocklasa, Glasner, Prettenthaler - Brenner (73./Ziegl), Hadzic, Schrammel (91./Riegler) - Lexa, Mader, Royer - Hammerer (72./Guillem)

Salzburg: Gustafsson - Schiemer, Sekagya, Afolabi (42./Jantscher), Hinteregger - Zarate (66./Hierländer), Leitgeb, Cziommer, Svento - Wallner, Alan (56./Boghossian)

Gelbe Karten: Schrammel, Hammerer, Guillem, Mader bzw. Jantscher, Boghossian

Die besten Spieler: Hammerer, Mader, Glasner bzw. Cziommer, Wallner

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