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Belgien und Türkei „richtungsweisend“

ÖFB-Teamchef Dietmar Constantini hat am Dienstag seinen 23-Mann-Kader für die beiden EM-Qualifikationsspiele gegen Belgien (25. März in Wien) und die Türkei (29. März in Istanbul) nominiert. Im Gegensatz zum letzten Testspiel gegen die Niederlande sind vier Rückkehrer mit von der Partie. Neben Roland Linz und Ekrem Dag kommen auch Ümit Korkmaz und Goalie Helge Payer wieder zu ÖFB-Ehren.

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Dieses Quartett gibt sein Comeback in einer bereits vorentscheidenden Phase in Gruppe A. „Diese Spiele sind richtungsweisend für die weitere Qualifikation“, ist sich Constantini bewusst, dass es ernst wird. Ein erklärtes Ziel in Punkten wollte der Tiroler aber nicht abgeben. „Wer vorher rechnet, verrechnet sich am Ende meist. Daher ist das nicht meins“, sagte Constintini. „Wir können aber mit diesem Kader die Leistung bringen, die von uns erwartet wird“, erklärte der Teamchef, dessen Team mit sieben Punkten aus drei Spielen aktuell auf dem zweiten Platz liegt.

Optimistische Zurückhaltung

Dahinter rangiert die Türkei mit sechs und Belgien mit vier Zählern aus jeweils vier Partien. Die volle Konzentration gilt vorerst einmal der Partie gegen Belgien, wo es im letzten Qualispiel ein nervenaufreibendes und spektakuläres 4:4 gab. Erst danach wird sich der Teamchef mit der Türkei beschäftigen. „Man kann sich nicht vor einem Match gegen Belgien auf die Türkei eintrainieren. Wenn Belgien positiv ausgeht, dann ist das zweite Spiel ein Geschenk“, hofft Constantini auf einen Sieg im Happel-Stadion.

Ümit Korkmaz

GEPA/Andreas Reichart

Zuletzt war Korkmaz im August 2010 gegen die Schweiz im Einsatz.

Von der Ausgangslage sieht der 55-Jährige sein Team nicht unbedingt in der Favoritenrolle, stellte aber klar: „Wenn man auswärts ein Remis geholt hat, dann ist natürlich auch daheim ein Sieg möglich. Aber Spiele mit Erwartungen gehen meist anders aus.“ Den Grund für die Zurückhaltung erklärt der Teamchef in der Auswärtsstärke der Belgier. „Die tun sich auswärts leichter als daheim und haben eine Ansammlung von Topeinzelspielern“, warnte Constantini.

Festhalten am System

Vorbereiten wird der Teamchef seine Mannschaft auf die zwei Spiele ab nächsten Montag in Bad Tatzmannsdorf. Dass dabei eine neue taktische Variante einstudiert wird, ist unwahrscheinlich, da Constantini von seinem 4-2-3-1-System überzeugt ist. „Wir verkaufen uns damit ganz gut, außerdem ist es recht variabel“, erklärte Constantini, der die Diskussion, ob Marc Janko oder Stefan Maierhofer als Solospitze agieren wird, nicht öffentlich führen möchte.

„Beides sind wichtige Spieler und bringen ihre Leistung. Es geht aber nicht um Janko, Maierhofer oder mich, sondern die Qualifikation. Ich werde entscheiden und danach wird man sehen, ob ich Recht hatte oder der Dumme bin“, sagte Constantini, dessen Kader ein Durchschnittsalter von 25,5 Jahren hat und insgesamt 14 Legionäre - neun davon aus Deutschland - umfasst.

Korkmaz und Dag überzeugten

Einer, der das Kontingent aus der deutschen Bundesliga verstärkt, ist Korkmaz. Der Bochum-Legionär und Dag wurden von Constantini nicht wegen deren türkischen Wurzeln in den Kader nominiert, sondern weil sie zuletzt mit starken Leistungen aufzeigten. Korkmaz glänzte in der zweiten Liga gegen Aachen mit seinem dritten Saisontor und einem Assist. Dag konnte bei Besiktas Istanbul nach überstandener Verletzung wieder überzeugen und gefällt Constantini wegen seiner universellen Einsetzbarkeit.

Die Nominierung von Korkmaz erfolgte nicht wegen Unzufriedenheit mit dem Flügelspiel, obwohl Marko Arnautovic bei Werder Bremen seit längerem unter Ladehemmung leidet. „Im Nationalteam trifft er regelmäßig, deshalb ist er dabei“, macht sich Constantini über den 21-Jährigen, der zuletzt in vier ÖFB-Spielen vier Tore erzielte, keine Sorgen. Überdies betonte der Teamchef, dass man über die Seiten einige Alternativen hätte, darunter auch Martin Harnik.

Nicht mit dabei sind diesmal die verletzten Veli Kavlak und Goalie Christian Gratzei. Thomas Schrammel, Jakob Jantscher und Roman Kienast stehen auf Abruf. Gegen Belgien gesperrt ist Paul Scharner, der in Brüssel Rot gesehen hatte. Der England-Legionär steht aber im Kader.

Christian Wagner, ORF.at

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