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Aufnahme einstimmig abgelehnt

Die Rapid-Viertelstunde hat es nicht in das nationale Verzeichnis für das immaterielle Kulturerbe geschafft. Der zuständige Fachbeirat entschied sich am Dienstag einstimmig gegen die Aufnahme des traditionellen Fanrituals des Fußballvereins aus Wien-Hütteldorf. Das Einklatschen der letzten Viertelstunde eines Spiels hatte u. a. gegenüber dem Lied „Stille Nacht“ das Nachsehen.

Das Ansuchen der Fans über die Aufnahme der Rapid-Viertelstunde wurde im Fachbeirat lange diskutiert, aber am Ende ohne Gegenstimme abgelehnt. „Bei aller Würdigung der identitätsstiftenden Funktion schien es dem Fachbeirat doch sehr fragwürdig, ob ein bestimmter Ausdruck einer Fankultur die Kriterien erfüllt“, so die Präsidentin der Österreichischen UNESCO-Kommission Eva Nowotny.

Fans zeigen Sportsgeist

Von den Antragstellern sei nach der Entscheidung allerdings ein „reizender Brief“ eingetroffen, in dem es unter anderem hieß, „eine Schiedsrichterentscheidung ist eine Tatsachenentscheidung“ und daher zu akzeptieren. „Da herrscht also kein Unwille, sondern Sportsgeist“, lobte die Präsidentin.

Auch der Aufnahme von „Stille Nacht“ war eine lange Diskussion vorangegangen. Die „Stille Nacht“-Gesellschaft habe es aber geschafft, zu zeigen, dass das Lied für viele Gemeinschaften „von der Familie bis zur Religion“ ein integraler Bestandteil sei. Ein Umstand, der auf die Rapid-Viertelstunde eher nicht zutrifft.

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