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Schlagabtausch in Schwechat

SVS Niederösterreich hat am Mittwoch sein Semifinal-Hinspiel in der Tischtennis-Champions-League im Schwechater Multiversum gegen Titelverteidiger Borussia Düsseldorf 2:3 verloren. Für das Rückspiel nächste Woche am Samstag (16. April) in Düsseldorf ist aber nach starker Leistung und bei einem Satzverhältnis von 10:11 die Finalchance noch intakt.

Ein herausragender Chen Weixing machte beide Punkte für die Niederösterreicher. Chen hatte zunächst Vizeeuropameister Patrick Baum mit einem 3:0 sehr gut im Griff gehabt. Sein Glanzstück lieferte Chen aber im vierten Match des Abends mit einem 3:2-Erfolg gegen den Weltranglistenzweiten Timo Boll, einer der sehr seltenen Siege des 38-jährigen Defensivkünstlers gegen den Europameister.

Tischtennisspieler Chen Weixing (SVS NÖ)

GEPA/Mario Kneisl

Chen feierte einen der sehr seltenen Siege über den Weltranglistenzweiten Boll.

Chen wandelte in den Durchgängen eins und vier jeweils Mehrpunkterückstände in Satzgewinne um, ehe er im fünften Satz mit fantastischen Bällen das Kommando von Beginn an übernahm und seinen zweiten von vier Matchbällen nutzte. „Ich wusste, dass ich gegen Boll aktiv spielen muss“, verriet Chen nach dem Coup sein Erfolgsrezept. „Denn alleine mit Verteidigen hat man gegen ihn keine Chance.“

Auch Habesohn knapp dran

Boll hatte schon in seiner ersten Partie gewackelt, als ihn Habesohn an der Kippe hatte. Von Respekt vor dem Weltklassemann war beim Wiener nichts zu merken, auch wenn der in der Weltrangliste 101 Plätze vor ihm liegt. „Ich bin locker reingegangen. Weil ich habe nicht geglaubt, dass ich so eine Chance gegen ihn habe“, sagte der 24-Jährige nach seinem Match. Die Chance zur Sensation war bei 2:1 in Sätzen und 7:3 in Punkten am größten.

Bis dahin hatte Habesohn den haushohen Favoriten mit erfrischendem, mutigem Angriffstischtennis in für ihn ungewöhnliche Fehler gezwungen. Schließlich drehte Boll die Partie aber noch zu einem 3:2-Sieg. Anschließend spielte Stefan Fegerl gegen Christian Süß zu fehlerhaft, kassierte gegen den EM-Dritten ein 0:3.

Aufstiegschance lebt weiter

Nach Chens Triumph gegen Boll entschied die Partie Habesohn gegen Baum. Der Lokalmatador startete vor rund 1.800 Zuschauern - darunter Jürgen Melzer, Mirna und Dinko Jukic - mit einem 11:3 fulminant. Danach entwickelte sich eine ausgeglichene, mitreißende Partie - mit dem besseren Ende bzw. einem 3:2 für Baum. Trotzdem lebt für SVS NÖ die Chance auf sein sechstes Champions-League-Finale.

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