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Später Umschwung in Ried

Das Finale im ÖFB-Samsung-Cup lautet SC Austria Lustenau gegen SV Ried. Einen Tag nach den Vorarlbergern (2:1 gegen den Kapfenberger SV) zogen die Oberösterreicher am Mittwoch mit einem 2:1-Heimsieg gegen Tipp3-Ligarivalen SK Rapid ins Endspiel ein.

Hamdi Salihi (36.) brachte die Wiener in der Keine-Sorgen-Arena zwar in Führung, Markus Hammerer (72.) und Stefan Lexa (83.), der einen Eckball direkt im Tor ablegte, sorgten nach der Pause mit einem Doppelschlag aber noch für die Wende zugunsten der Gastgeber, die damit auch die letzte realistische Titelchance der Wiener zerstörten.

Jubel von Ried

GEPA/Felix Roittner

Ried bejubelt den zweiten Einzug ins Cupfinale nach 1998.

Während die Rieder nun große Hoffnungen auf eine Wiederholung des Cuptriumphs von 1998 haben dürfen, muss Rapid auf den ersten Cuptitel seit 1995 bzw. den ersten Finaleinzug seit 2005 weiter zuwarten. Im Finale trifft Ried am 29. Mai im Wiener Ernst-Happel-Stadion auf Austria Lustenau, den Tabellendritten der Erste Liga.

Vorsichtiger Beginn

Nervosität, Kampf und Vorsicht verliehen der Partie von Beginn an klassischen Cupcharakter, spielerisch ließen beide Teams zu wünschen übrig. Die größte Chance der ohne Hadzic (gesperrt) und Stocklasa (verletzt) angetretenen Hausherren in der ersten Hälfte machte Rapid-Goalie Payer zunichte, nachdem Prettenthaler einen Mader-Freistoß per Kopf gefährlich verlängert hatte (14.).

Die Gäste, die im Mittelfeld Saurer und Trimmel aufboten, kamen schließlich etwas besser ins Spiel und deuteten durch Hofmann zweimal ihre Gefahr an: Erst verfehlte der Deutsche das Tor bei einem Weitschuss knapp (30.), dann traf er per Freistoß die Stange - Goalie Gebauer wäre völlig machtlos gewesen (35.). Nur wenig später machte Rapids Solostürmer Salihi aber Nägel mit Köpfen. Der Albaner kam nach Hofmanns Vorlage im Strafraum zum Ball und schoss durch die Beine von Rieds Defensiv-Routinier Glasner zum 1:0 ein (36.).

Doppelschlag der Rieder

Ried verstärkte nach dem Seitenwechsel wie erwartet seine Offensivbemühungen, brachte Rapid mehrmals in Bedrängnis - etwa durch Royer (62.) und Carill (64.). „Joker“ Hammerer blieb es schließlich vorbehalten, auf kuriose Art den Ausgleich zu erzielen: Nach einem Lexa-Freistoß wähnten Payer und die Rapid-Abwehr den Ball bereits im Tor-Aus, der kurz zuvor eingewechselte Hammerer lenkte den Ball aber in artistischer Weise aus extrem spitzem Winkel noch ins Tor (72.).

Markus Hammerer (Ried) und Helge Payer (Rapid)

GEPA/Felix Roittner

Rapid-Goalie Payer hatte mit Hammerers artistischer Einlage nicht gerechnet.

Rapid schien den Weckruf vernommen zu haben. Die Gäste bauten wieder Druck auf, wurden dafür aber nicht belohnt. Im Gegenteil: Lexa bugsierte einen Eckball in der Schlussphase direkt ins Tor und sorgte dafür, dass die Rapid-Abwehr wieder keine gute Figur abgab (83.). Der Doppeltausch Rapids in der 85. Minute, als Nuhiu und Drazan kamen, blieb ohne Erfolg.

ÖFB-Samsung-Cup, Halbfinale

Mittwoch:

Ried - Rapid 2:1 (0:1)

Keine-Sorgen-Arena, 5.000 Zuschauer, SR Einwaller

Torfolge:
0:1 Salihi (36.)
1:1 Hammerer (72.)
2:1 Glasner (83.)

Ried: Gebauer - Riegler, Glasner, Prettenthaler - Brenner (92.
Zulj), Mader, Schrammel - Lexa, Ziegl (59. Carril), Royer - Guillem
(59. Hammerer)

Rapid: Payer - Kayhan, Sonnleitner, Soma, Katzer - Kulovits, Pehlivan (85. Drazan) - Trimmel, Hofmann, Saurer (85. Nuhiu) - Salihi

Gelbe Karten: Gebauer bzw. Sonnleitner, Salihi, Soma, Hofmann

Die Besten: Hammerer bzw. Hofmann

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