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Vienna in der Relegation

Der achtfache österreichische Meister Admira hat nach fünf Jahren in der Ersten Liga die Rückkehr in die Bundesliga geschafft. Am Dienstag reichte den Niederösterreichern bei der Vienna in einer spielerisch matten Partie ein 0:0, um ihren über die gesamte Saison so hartnäckigen Konkurrenten Altach um nur einen Punkt hinter sich zu lassen.

Damit hat auch Präsident und Sponsor Richard Trenkwalder, der finanzielle Vater des Erfolgs, sein Ziel erreicht. Auch die Vienna durfte sich trotz des Unentschiedens als kleiner Sieger fühlen. Die Döblinger, vor der Partie noch punktegleich mit Schlusslicht Gratkorn, wendeten den direkten Abstieg ab und dürfen sich nun zumindest in der Relegation gegen ein Team aus der Regionalliga Ost versuchen. Erster Termin ist am 8. Juni auf der Hohen Warte.

Admira-Kapitän Christopher Dibon war begeistert: „Perfekt, besser geht es nicht. Wir wollten heute einfach kein Tor bekommen. Scheißegal, wie das Spiel war, wir sind oben. Wir waren immer ein Team und haben an uns geglaubt.“

Admira-Trainer Dietmar Kühbauer

APA/Herbert Pfarrhofer

Trainer Kühbauer hätte „vor Glück die ganze Welt umarmen“ können.

Hektische Anfangsphase

Nach hektischen Anfangsminuten beruhigte sich das Spiel auf der Hohen Warte radikal. Vor ausverkaufter Kulisse (5.500 Zuschauer) ließen sich beide Teams bei sommerlichen Temperaturen nur selten zu gefährlichen Offensivaktionen hinreißen, vielleicht tat auch die Meldung vom frühen 0:2 Gratkorns in Wolfsberg sein Übriges.

Die einzige herausgespielte Chance vor der Pause endete mit einem Vorstoß von Gernot Plassnegger, der Schuss des Admira-Routiniers ging aber ans Außennetz (13.). Auf der anderen Seite war Admira-Goalie Hans-Peter Berger arbeitslos.

Beide Teams nehmen kein Risiko

Auch in der zweiten Hälfte neutralisierten sich zwei wenig ambitionierte Teams, die Admira durfte sich leichter optischer Überlegenheit erfreuen. Die einzige Chance vergab Froylan Ledezma aus aussichtsreicher Position nach Vorarbeit von Patrik Jezek und Paul Bichelhuber kläglich (58.). Ein nur für Fans aufregendes Spiel ging mit der passenden Statistik zu Ende: kaum Fouls, keine Gelben Karten und wenig Fehlpässe.

Vienna-Trainer Alfred Tatar sprach im Anschluss vom „schlimmsten Spiel meiner Karriere. Das ist jetzt nicht die halbe, sondern die volle Miete. Man muss bedenken, dass wir 15 Runden lang mit dem Rücken zur Wand gestanden sind“.

Um 20.30 Uhr war es auf der Hohen Warte so weit: Dibon nahm von Ligaschirmherr Herbert Prohaska, Bundesliga-Präsident Hans Rinner und Bundesliga-Vorstand Georg Pangl die Trophäe für den Gewinn des Meistertitels in der „Heute für Morgen“ Ersten Liga entgegen.

Admira-Mannschaft mit Meisterteller

APA/Herbert Pfarrhofer

Gruppenbild mit Meisterteller: Die Admira feiert den Aufstieg.

Erste Liga, 36. und letzte Runde

Dienstag:

Vienna - Admira 0:0

Hohe Warte, 5.500 Zuschauer, SR Krassnitzer

Vienna: Traby - Salvatore, Beciri, Dospel, Kröpfl - Mair, Markovic (77./Duran), Strohmayer, Kienzl (46./M. Toth) - Djokic, Stanisavljevic (68./Rathfuss)

Admira: Berger - Plassnegger, Dibon, Drescher, Palla - Bichelhuber (85./Schicker), Schachner, Cemernjak, D. Toth, Jezek - Ledezma (68./Topcagic)

Gelbe Karten: keine

Die Besten: Dospel, Beciri bzw. Dibon, Schachner

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