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„Haben nichts zu verlieren“

Auch ÖFB-Kapitän Marc Janko weiß, dass vor dem Match der EM-Qualifikation am Freitag um 20.30 Uhr (live in ORF eins und im Livestream) im Wiener Happel-Stadion fast alles für Gegner Deutschland spricht. Das bedeutet aber nicht, dass Janko nicht an den ersten Pflichtspielsieg gegen die Deutschen seit der WM 1978 (3:2) glaubt.

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„Wir bereiten uns intensiv auf dieses schwierige Spiel vor. Wir sind krasser Außenseiter und haben daher nichts zu verlieren. Wir wollen den großen Bruder ärgern, vielleicht reicht es ja dann für ein Unentschieden oder sogar die große Sensation. Das ausverkaufte Happel-Stadion sollte uns elektrisieren“, sagte Janko, der mit sieben Toren der mit Abstand gefährlichste Akteur im aktuellen ÖFB-Aufgebot ist.

Marc Janko beim Training

GEPA/M. Oberlaender

Janko will sein „Bestes geben“.

Richtig viel laufen wird Janko auch am Freitag müssen, falls ihn Constantini in der Startelf aufstellt und so zu seinem ersten A-Ländermatch gegen Deutschland kommen lässt. „Ich rechne nicht damit, dass wir ein Chancenfeuerwerk zünden werden. Wir werden die wenigen sich bietenden Chancen nützen müssen. Da heißt es, fokussiert und scharf zu sein.“ Die Tatsache, dass die Österreicher bei den jüngsten zwei Qualiniederlagen gegen Belgien und die Türkei fast keine Torchance hatten, nährt die Hoffnungen der Fans aber nicht wirklich.

Mehr Chancen erarbeiten

„Wir arbeiten daran und wollen es besser machen. Auch wenn es bedeutend schwieriger wird“, meinte Janko, der vor dem „irrsinnig guten Konterspiel“ der Deutschen warnte. Dass viele ÖFB-Teamkicker ihre guten Clubleistungen nicht ins Team übertragen, ist für Janko kein österreichisches Phänomen. „Das gibt es nicht nur in Österreich. Lionel Messi ist der beste Fußballer aller Zeiten und geht im argentinischen Nationalteam des Öfteren fast unter.“

Am Dienstagvormittag nahmen die Österreicher die Deutschen per Videostudium unter die Lupe. „Beim Skifahren haben wir Vorteile, ansonsten fällt mir nicht mehr viel ein. Aber alles andere wäre auch vermessen“, sagte der Stürmer.

Kleine Schwäche gefunden

Und Janko hat bei aller deutscher Stärke auch die eine oder andere Schwäche ausgemacht. „Die letzten Gegentore haben sie überwiegend nach kurz abgespielten Eckbällen kassiert. Da entsteht eine gewisse Unordnung, vielleicht sind sie da verwundbar“, berichtete Janko. Deshalb trainierte das ÖFB-Team auch am Dienstagnachmittag in Bad Tatzmannsdorf, um gewisse Automatismen einzustudieren. Mittwochfrüh übersiedeln die Österreicher dann nach Wien.

„Als Stürmer wird es ein Spiel, in dem man an vorderster Spitze zwei, drei Verteidiger beschäftigen muss. Das ist zwar über 90 Minuten unmöglich, aber ich werde mein Bestes geben“, betonte Janko. Der gebürtige Wiener ist sich bewusst, dass er am Freitag sehr effizient wird arbeiten müssen.

EM-Quali noch nicht abgeschrieben

Auch die Qualifikation für die EM 2012 hat der 27-Jährige noch nicht aufgegeben. „Ab jetzt helfen aber nur noch Siege“, weiß Janko nach zwei Erfolgen, einem Remis und zwei Niederlagen in den ersten fünf Partien. Zudem wartet ein äußerst schwieriges Restprogramm auf die Mannschaft von Teamchef Dietmar Constantini.

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