Von der Skipiste aufs Fußballfeld
Die Skikarriere des Schladmingers Daniel Royer war nur von kurzer Dauer. Nach zwei Monaten in der Skihandelsschule im WM-Ort von 1982 und 2013 stellte Royer die Rennlatten wieder ins Eck und widmete sich dem Fußball.
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Keine schlechte Entscheidung, denn der 21-Jährige wurde am Sonntag mit Ried Cupsieger und darf seit Montag in Bad Tatzmannsdorf mit dem Nationalteam trainieren.
Ins kalte Wasser geworfen
Vor einem Jahr hatte Royer noch für Pasching in der Regionalliga gespielt. Ried-Trainer Paul Gludovatz holte ihn in die Bundesliga. „Er hat mich ins kalte Wasser geworfen, und es hat sehr gut funktioniert. Gludovatz ist bekannt dafür, dass er mit jungen Spielern sehr gut umgehen kann“, freut sich Royer über den steilen Aufstieg, der ihn innerhalb weniger Monate von der Regionalliga ins Nationalteam führte. Die Krönung der Saison wäre für Royer ein Einsatz am Freitag gegen Deutschland oder am Dienstag gegen Lettland.
„Das wäre ein Wahnsinn, ich will auch hier im Teamcamp meine Chance nützen. Die Gefahr, dass ich abhebe, besteht aber nicht. Ich bin ein sehr bodenständiger Typ“, versicherte der Steirer, der 2009 Sturm Graz Richtung Pasching verlassen hatte, weil er keine Perspektive auf die Kampfmannschaft gesehen hatte. Royer spielt links und rechts im Mittelfeld. „Meine Stärken sind Schnelligkeit und das Dribbeln, ich bin immer für einen Assist gut. Im Defensivverhalten habe ich meine Schwächen. Aber deshalb trainiere ich jeden Tag“, beschrieb Royer sein fußballerisches Profil.
Der Traum vom Ausland
Royer hat in Ried einen bis 2013 gültigen Vertrag unterschrieben und denkt derzeit laut eigenen Angaben nur an die Innviertler. Aber „so wie jeder junge Spieler“ träumt auch er davon, eines Tages für eine Topmannschaft im Ausland zu spielen. Am liebsten wäre ihm ein Club in Deutschland oder Spanien, zumindest träumen dürfe man ja vom FC Barcelona. „Aber das ist eine andere Welt.“
Die Gefahr eines zu frühen Wechsels sieht er nicht. „Es gibt solche und solche Beispiele. Für mich ist es eine Frage der Persönlichkeit. Wenn man wechselt, dann muss man sich durchbeißen, auch wenn es am Anfang nicht so läuft.“
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