„Wollen Vorsprung nicht verlieren“
DFB-Teamchef Joachim Löw bekommt vor dem EM-Qualifikationsspiel gegen Österreich am Freitag in Wien (20.30 Uhr, live in ORF eins und im Livestream) schön langsam Personalprobleme. Am Mittwoch sagte auch der Stuttgarter Christian Träsch ab. Nach Bastian Schweinsteiger, Miroslav Klose, Per Mertesacker, Sven Bender und Marco Reus ist es der sechste Ausfall bei den Deutschen.
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dapd/Torsten Silz
Der Kapitän sieht dem Match in Wien optimistisch entgegen.
Auch der Einsatz von Sami Khedira ist noch unsicher. Doch der DFB-Teamchef lässt nichts unversucht, um im Prestigeduell seine „Trumpfkarte“ ausspielen zu können. Der wochenlang verletzte Leistungsträger von Real Madrid ist am Mittwoch wieder voll ins Training eingestiegen und wird auf jeden Fall am Donnerstag mit nach Wien reisen, wo er als Mittelfeldchef mit dazu beitragen soll, einen Rückschlag in der EM-Qualifikation zu verhindern. „Wir wollen unseren komfortablen Vorsprung nicht verlieren“, so Löw. „Wir wissen, wenn wir drei oder vier Punkte abgeben würden, sind die anderen in Lauerstellung.“
„Unser System ist stabil“
Kapitän Philipp Lahm rechnet fest mit einem Sieg. „Wir haben schon öfter bewiesen, wenn Stammkräfte ausgefallen sind, dass unser System stabil ist“, sagte der Münchner am Mittwoch in Frankfurt. Mit einem Sieg in Wien könne man „einen großen Schritt“ zur EM-Teilnahme 2012 machen, betonte Lahm vor dem „brisanten Duell“.
Ersatz aus dem U21-Team?
Nachdem der Kader auf 17 Feldspieler und drei Torhüter reduziert ist, hat das DFB-Trainerteam einen personellen Notplan für die Offensive erarbeitet. Sollte im Angriffszentrum nach dem Klose-Ausfall noch etwas passieren, würde Ersatz bei der U21-Mannschaft besorgt, die am Dienstag ein Testspiel in Portugal bestritt. Für die nur noch mit Mario Gomez besetzte Mittelstürmerposition kämen als Notlösung zunächst Lukas Podolski, Andre Schürrle und Thomas Müller infrage, sagte Löws Assistent Hansi Flick.
Podolski ist jedoch leicht angeschlagen, er leidet weiterhin unter einer Blessur am Fußgelenk. „Lukas hat ein bisschen Schmerzen, aber er ist einer, der auf die Zähne beißen kann“, sagte Flick. Für die linke Seite wartet der beim 2:1 gegen Uruguay überzeugende Schürrle auf seine Chance. Doch Podolski war am Dienstag im Training wieder voll dabei.
Özil soll Deutschland zum Sieg führen
Keine Frage ist jedenfalls, dass Mesut Özil das deutsche Angriffsspiel dirigieren soll. „Für Österreich ist es die letzte Chance in der EM-Qualifikation. Es wird schwer werden. Aber ich bin überzeugt, dass wir gewinnen werden“, sagte Özil. Der 22-Jährige hat nach einem Jahr bei Real Madrid nur noch allerhöchste Ansprüche. Er will Welt- und Europameister Spanien stürzen. „Unser Ziel ist, Titel zu gewinnen. Ich denke schon, dass wir Favorit sind bei der EM“, sagte der Real-Legionär.
Erst einmal soll der Höhenflug in der EM-Qualifikation mit Sieg Nummer sechs in Wien fortgesetzt werden. „Es wird eine sehr aufgeheizte Atmosphäre herrschen. Wir müssen uns stellen“, sagte Toni Kroos. Und dann sollen am Ende des Abends auch drei Punkte auf dem Konto des Tabellenführers stehen.
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