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Steigerung auf 16,3 Mrd. Euro

Trotz der damals angespannten Wirtschaftslage ist der Gesamtumsatz des kontinentalen Fußballmarktes in der Saison 2009/10 um vier Prozent auf ein Rekordniveau von 16,3 Mrd. Euro gewachsen. Das geht aus dem am Donnerstag veröffentlichten „Annual Review of Football Finance“ des Wirtschaftsprüfers Deloitte hervor.

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Die Steigerung ist vor allem den großen fünf Ligen Bundesliga (Deutschland), Premier League (England), Primera Division (Spanien), Serie A (Italien) und Ligue 1 (Frankreich) zu verdanken. Das Quintett registrierte durchwegs ein Umsatzplus. Kumuliert generierten die fünf Ligen mit 8,4 Milliarden Euro Umsatz mehr als die Hälfte (51 Prozent) der Gesamtumsätze.

England an der Spitze

Umsatzkrösus waren die englischen Clubs mit 2,5 Mrd. Euro, dahinter folgten Deutschland (1,66), Spanien (1,62), Italien (1,53) und Frankreich (1,07). Die deutsche Liga, in der einige Österreicher ihr Geld verdienen, hat aber so erfolgreich gewirtschaftet wie kein anderes Fußball-Oberhaus in Europa. Die 18 DFL-Vereine verzeichneten zuletzt einen Gewinn von 138 Mio. Euro. Die Premier League kam auf einen Gewinn von gut 101 Mio. Euro.

Rote Zahlen schlugen sich in Italien und Frankreich zu Buche. Obwohl auch dort der Umsatz stieg, machten die Ligue 1 und Serie A einen operativen Verlust von 102 bzw. 110 Mio. Euro. Die Analysten sehen insbesondere für Frankreich aber gute Perspektiven, denn viele Stadien sollen dort für die EM 2016 modernisiert werden, womit die Zuschauerzahlen steigen sollten, was wiederum höhere Gewinne verspricht.

Spieler profitieren

Die Spieler und das Clubpersonal profitierten vom Umsatzplus, denn die Kosten gingen für diesen Bereich ebenfalls in die Höhe. „Die Gehaltskosten steigen fast proportional zu den Umsätzen der großen fünf auf 5,5 Milliarden Euro“, sagte Stefan Ludwig, der Direktor der Sport-Business-Gruppe von Deloitte. „In Italien und Frankreich wuchsen die Gehälter sogar überproportional, während Spanien (ohne FC Barcelona und Real Madrid, Anm.) sein Gehalt-Umsatz-Verhältnis auf 60 Prozent reduzierte.“

Ludwig sieht auf die europäischen Vereine eine weiterhin rosige Zukunft zukommen. „Die Profitabilität der Ligen sollte sich aufgrund des Financial Fair Play der UEFA in den nächsten Jahren positiv entwickeln.“ Vor allem die Kostenstruktur der Clubs würde hier im Fokus stehen und damit das Verhältnis der Gehaltskosten zum Umsatz, glaubt der Leiter der Untersuchung.

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