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Texaner vor Titelgewinn
Matchwinner für die Mavericks war einmal mehr der Deutsche Dirk Nowitzki, der 29 Punkte zum Sieg beisteuerte. Für Miami, das sich 2006 im Finale gegen Dallas noch mit 4:2 durchgesetzt hatte, war auch ein „Triple Double“ (17 Punkte, zehn Rebounds und zehn Assists) von Superstar LeBron James zu wenig. Die Heat stehen nun in den verbleibenden zwei Heimspielen mit dem Rücken zur Wand.
„Es wird noch härter“
Die Statistik spricht jedenfalls für Dallas. Von 26 Finalserien, die nach vier Spielen 2:2 gestanden waren, holte sich 19-mal jenes Team den Titel, das Spiel fünf für sich entscheiden konnte. Bei den Mavericks wollte man aber von voreiligen Schlüssen nichts wissen. „Es wird jetzt noch härter“, sagte Jason Terry, der 21 Punkte erzielt hatte, „aber wir sind bereit. Es ist unsere Zeit.“ Dallas verwertete fast 60 Prozent seiner Würfe aus dem Feld und lag nur einmal im vierten Viertel kurz in Rückstand.

Reuters
Mavericks-Star Dirk Nowitzki war von den Heat erneut kaum zu stoppen.
„Wir haben in der Defensive gut gearbeitet und damit die Offensive unterstützt“, sagte ein zufriedener Dallas-Coach Rick Carlisle, „wir müssen auch weiter in der Verteidigung konstant sein.“ Auch Nowitzki zeigte sich nach überstandener Verkühlung und drittem Sieg zufrieden. „Es war ein sehr wichtiger Sieg“, meinte der Deutsche, „wir wollten Miami nicht zwei Chancen geben, uns bei sich zu Hause auszuschalten.“
James frustriert
Bei den Heat saß der Frust nach der dritten Niederlage tief. „Jetzt oder nie“, hatte James vor dem fünften Spiel getwittert. Der 26-Jährige trug mit seinem „Triple Double“ zwar die Mannschaft, konnte die Niederlage aber nicht verhindern, vor allem, da James ausgerechnet in der entscheidenden Phase wieder in der spielerischen Versenkung verschwand. „Der Sieg ist das Einzige, das zählt“, sagte James, „ich hätte noch einige Punkte mehr für mein Team machen können.“
Auch Dwyane Wade kam bei den Heat nicht wie gewohnt zum Zug. Der 29-jährige Superstar hatte sich im ersten Viertel an der Hüfte verletzt, er erzielte dennoch 23 Punkte. Miamis Coach Erik Spoelstra haderte vor allem mit dem neuerlichen Rückfall seines Teams in den letzten Minuten des Spiels. „Wir sind in dieser Serie auf diesem Gebiet nicht so konstant wie das ganze Jahr über“, meinte Spoelstra, „das werden wir ganz sicher ansprechen müssen.“
Finale der NBA
| Spielplan: | |||
| Miami Heat | Dallas Mavericks | 92:84 | |
| Miami Heat | Dallas Mavericks | 93:95 | |
| Dallas Mavericks | Miami Heat | 86:88 | |
| Dallas Mavericks | Miami Heat | 86:83 | |
| Dallas Mavericks | Miami Heat | 112:103 | |
| Miami Heat | Dallas Mavericks | 95:105 | 2:4* |