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Offizielle Boxlegenden

Mike Tyson und Sylvester Stallone gehören seit Sommer 2011 ganz offiziell dem Kreis der Boxlegenden an. Der 45-jährige Ex-Weltmeister und der 65-jährige Hollywood-Schauspieler wurden in die Hall of Fame des Boxens aufgenommen.

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Tyson wurde bei der Ehrung in Canastota im US-Bundesstaat New York für seine Leistungen als Schwergewichtsweltmeister ausgezeichnet. Stallone wurde wegen seiner Filmrolle als „Rocky“ aufgenommen. Mitglieder der US-amerikanischen Boxing Writers Association und des Gremiums internationaler Boxhistoriker hatten die beiden sowie den Mexikaner Julio Cesar Chavez in die Ruhmeshalle berufen.

Schauspieler Silvester Stallone und Ex-Boxer Mike Tyson

AP/Mike Groll

Dem Boxen verdanken sowohl Stallone als auch Tyson ihre Berühmtheit.

Jüngster Schwergewichtsweltmeister der Geschichte

Tyson ging 1986 im Alter von 20 Jahren als bisher jüngster Champion im Schwergewicht in die Boxgeschichte ein. Im Laufe seiner Karriere vereinigte „Iron Mike“ die WM-Gürtel der Verbände WBC, WBA und IBF. Tyson gewann 50 seiner 58 Profikämpfe, davon 44 durch K. o. Negativer Höhepunkt als Boxer war seine unrühmliche Niederlage gegen Evander Holyfield, bei der er seinem Gegner 1997 ein Ohr abgebissen hatte.

Außerhalb des Rings kam Tyson oft mit dem Gesetz in Konflikt und verbüßte wegen Vergewaltigung sogar eine dreijährige Haftstrafe. Bei der Ehrung in Canastota war er tief bewegt und erinnerte an seinen 1985 verstorbenen Trainer Cus D’Amato.

Stallone wollte nie ein Boxer sein

Stallone schaffte mit „Rocky“ 1976 den Durchbruch in Hollywood, der Film gewann 1977 nach insgesamt zehn Nominierungen drei Oscars - in den Kategorien „Bester Film“, „Beste Regie“ (John G. Avildsen) und „Bester Schnitt“. Bis 2006 folgten vier weitere Kinowerke über den unbeugsamen Boxer. „Ich habe nie so getan, als ob ich ein richtiger Boxer bin“, betonte Schauspieler Stallone bei der Ehrung. „Diese Fähigkeiten besitze ich nicht.“

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