„Hausaufgabe“ positiv erledigt
Die Austria hat in der Qualifikation der Europa League gegen Rudar Pljevlja auch die „Hausaufgabe“ positiv erledigt. Nach dem 3:0 im Hinspiel der Vorwoche setzten sich die Wiener gegen den montenegrinischen Cupsieger am Donnerstag auch im Heimspiel 2:0 durch. In der dritten Qualirunde trifft die Austria nun auf den slowenischen Vertreter Olimpija Ljubljana.
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Nacer Barazite (44.) und Tomas Jun (75.) erzielten vor 5.132 Zuschauern die Tore für die Austria. Mit seinem Tor Nummer drei gegen Rudar wurde der Niederländer Barazite somit endgültig zum Sargnagel für die Montenegriner. Diese schwächten sich nach einer Stunde durch die Gelb-Rote Karte für Predrag Brnovic wegen wiederholten Foulspiels zusätzlich.
Der kommende Gegner Olimpija Ljubljana hatte den Aufstieg nach einem 2:0 im Hinspiel mit einem von der Austria beobachteten 1:1 bei den Bohemians Dublin geschafft. Die Slowenen werden indes wohl keinen Spion gebraucht haben, denn bei Ljubljana ist seit Jänner der ehemalige Spielmacher und Austria-Kapitän Milenko Acimovic als Sportdirektor tätig.

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Im Duell mit der Austria hatte Rudar auch im Rückspiel das Nachsehen.
Angekündigte Umstellungen
Bei kühlen Temperaturen schickte Austria-Trainer Daxbacher seine Elf, die am Sonntag in der Bundesliga auf Cupsieger Ried trifft, wie angekündigt mit einigen Umstellungen auf das Spielfeld. Im Mittelfeld kamen mit Fabian Koch, Peter Hlinka und dem wieder fitten Alexander Grünwald gleich drei „Neue“ zum Einsatz. Im Angriff fehlte der geschonte Torjäger Roland Linz.
Barazite macht alles klar
Nach ansprechendem Beginn schaltete die Austria aber schnell zurück. Rudar kam besser ins Spiel, ein Treffer der Gäste durch Solospitze Ivica Jovanovic wurde vom französischen Referee Thual wohl zu Unrecht wegen Abseits aberkannt (19.). Der ÖFB-Vertreter wurde indes nur durch einen Weitschuss von Zlatko Junuzovic (31.) gefährlich, ehe Barazite kurz vor dem Pausenpfiff doch noch zuschlug.

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Für den Aufstieg war Juns Tor egal, ordentlich geherzt wurde er trotzdem.
Aus der schönsten Aktion der Hausherren über Florian Klein und Jun brauchte der Niederländer vor dem Tor nur noch abzustauben. Die Pflichtübung Rudars war somit abgehakt. Dass das Auftreten der Austria aber noch nicht nach Wunsch verlief, war zur Pause auch Junuzovic bewusst. „Wir sind im Spielaufbau zu langsam, müssen schneller spielen“, sagte der Teamkicker.
Zweimal Metall und ein Tor nach der Pause
Die Austria steigerte sich nach Seitenwechsel gegen einen um Schadensbegrenzung bemühten Gegner. Nur die Stange verhinderte ein selten gesehenes Kopfballtor von Junuzovic (57.), auf der Gegenseite klärte Kaja Rogulj gegen Jovanovic im letzten Moment. Als zu ungestüm erwies sich Rudars Brnovic, der innerhalb von zwei Minuten nach zwei rüden Fouls vorzeitig unter die Dusche musste (62.).
Jun nutzte mit einem Schuss von der Strafraumgrenze die numerische Überlegenheit zum 2:0. Im Finish ließ die Austria weitere Chancen auf einen Kantersieg ungenutzt, hatte aber auch im Abschluss Pech. Ein sehenswerter Weitschuss von Markus Suttner prallte kurz vor dem Schlusspfiff an die Innenkante des Lattenkreuzes und von dort zurück ins Feld.
Europa League, 2. Qualirunde, Rückspiel
Donnerstag:
Austria - Rudar Pljevlja 2:0 (1:0)
Wien, 5.132 Zuschauer, SR Thual (FRA)
Torfolge:
1:0 Barazite (44.)
2:0 Jun (75.)
Austria: P. Grünwald - Klein, Rogulj (61. Wallner), Ortlecher, Suttner - Koch, Hlinka, A. Grünwald, Junuzovic (72. Salomon) - Jun, Barazite (60. Tadic)
Rudar: Vuklis - Rustemovic, Radusinovic, Adzic, Igumanovic (81. Sljivancanin) - Franciskovic (88. Bambur) - M. Jovanovic (70. Popovic), Vlahovic, Brnovic, Nestorovic - I. Jovanovic
Gelb-Rote Karte: Brnovic (62./wiederholtes Foulspiel)
Gelbe Karten: Hlinka bzw. Franciskovic
Die Besten: Junuzovic, Klein, Koch bzw. Adzic
Austria mit dem Gesamtscore von 5:0 in der nächsten Runde.
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