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Favorit unter Druck

Angesichts des missglückten Starts in die U20-WM hat selbst bei der stolzen Fußball-Nation Brasilien Demut Einzug gehalten. „Wir werden Österreich sehr ernst nehmen“, versprach Teamchef Ney Franco nach dem 1:1 gegen Ägypten, das die Südamerikaner vor dem Spiel gegen die ÖFB-Auswahl in der Nacht auf Dienstag (3.00 Uhr, live in ORF eins) in Barranquilla in Zugzwang gebracht hat.

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Der 45-Jährige versuchte erst gar nicht, die Leistung gegen Ägypten schönzureden. „Unser Auftakt war nicht gut. Wir haben nicht so gespielt, wie wir wollten, und müssen uns steigern“, forderte Franco, der mit seiner Mannschaft noch im Februar die südamerikanische U20-Meisterschaft souverän gewonnen hatte. Damals waren allerdings noch Neymar und Lucas mit von der Partie.

Alan Patrick (Brasilien) gegen Omar Gaber (Ägypten)

AP/Fernando Llano

Alan Patrick mühte sich mit seinen Kollegen zu einem 1:1 gegen Ägypten

Nächste Schmach droht

Die beiden A-Team-Spieler drückten dem Südamerika-Turnier ihren Stempel auf, fehlen nun jedoch aufgrund ihrer Teilnahme an der Copa America. „Man spürt den Unterschied, wenn die beiden nicht da sind, doch wir müssen auch ohne sie unsere Leistung bringen“, erklärte Franco. Philippe Coutinho war in Kolumbien die Rolle von Neymar zugedacht, gegen Ägypten konnte sich der Inter-Mailand-Legionär aber nicht wie erwartet in Szene setzen.

Dennoch geht von dem Offensivspieler wohl die meiste Gefahr für die Österreicher aus, wie auch ÖFB-Sportdirektor Willi Ruttensteiner, Augenzeuge des 1:1 gegen Ägypten, vermutet. Sollten Coutinho und Co. in Kolumbien weiterhin unter den Erwartungen bleiben, droht dem A-Team-Rekordweltmeister und Gastgeber der WM 2014 in diesem Jahr die nächste Schmach. Schon bei der Copa America (out im Viertelfinale), bei der U17-WM (Semifinale) und auch bei der Frauen-WM (Viertelfinale) blieb Brasilien ohne Titel.

Kolumbien mit Traumstart gegen Frankreich

Gastgeber Kolumbien startete indes am Samstag mit einem klaren 4:1 über Frankreich. Im bisher besten Spiel des Turniers erzielten vor 40.000 Zuschauern in Bogota Luis Muriel (48., 66.), James Rodriguez (30./Elfer) und Santiago Arias (64.) die Tore für Kolumbien. Sunu hatte Frankreich (21.) im Auftaktspiel der Gruppe A mit einem 30-Meter-Schuss in Führung gebracht. Die Gastgeber gingen nach einer halbstündigen Verschiebung wegen Regens hochmotiviert in die Partie und hatten in den ersten 20 Minuten einen Lattentreffer und viele Chancen.

In der zweiten Hälfte musste Frankreich dann den Bedingungen in der Höhenlage (2.600 m) von Bogota Tribut zollen, und Kolumbien konnte sich in der Schlussphase sogar den Luxus leisten, durch Rodriguez einen Elfmeter zu vergeben. Im zweiten Gruppenspiel machte Südkorea mit einer guten Vorstellung beim 2:0 über Mali auf sich aufmerksam. Auch die Spiele in Gruppe B mussten zunächst wegen starken Regens um eine Stunde verschoben werden, dann lieferte Kamerun gegen Neuseeland ein 1:1 ab und in einer enttäuschenden Partie mit lediglich vier Torschüssen trennten sich Uruguay und Portugal torlos.

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