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„Jetzt muss jeder in sich gehen“

Mit hängenden Köpfen sind Österreichs U20-Teamspieler am Donnerstag (Ortszeit) aus dem Stadion von Cartagena geschlichen. Anstatt wie die ÖFB-Auswahl von 2007 in Kanada für Furore zu sorgen, mussten sie nach dem 0:4 gegen Ägypten mit der ernüchternden Bilanz von einem Punkt aus drei Spielen und 0:7 Toren Abschied nehmen.

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In ihren ersten Analysen suchten die Spieler die Gründe für das frühe Scheitern in Kolumbien nicht nur in den schwierigen äußeren Umständen, sondern vor allem auch bei sich selbst. Robert Gucher etwa führte das enttäuschende Abschneiden auf mangelnde Qualität zurück. „Man hat gesehen, wo unsere Grenzen sind. So, wie wir uns hier präsentiert haben, hätten wir im Achtelfinale nichts verloren gehabt.“

Nur persönliche Erfahrung bleibt

Auf die klimatischen Bedingungen und die vergebenen Chancen zum Auftakt gegen Panama wollte der Mittelfeldspieler die vorzeitige Heimreise nicht zurückführen. „Das darf keine Ausrede sein.“ Ähnlicher Ansicht war Andreas Weimann, der versuchte, die positiven Aspekte mitzunehmen. „Für mich war es super, dabei gewesen zu sein. Ich habe viel gelernt“, betonte der Stürmer von Aston Villa, der gegen Ägypten wegen einer Leistenverletzung zur Pause in der Kabine geblieben war.

Enttäuschte österreichischeU20-Spieler

AP/Dolores Ochoa

Österreichs U20-Team ging in Kolumbien zu Boden

Für Michael Schimpelsberger ist die gewonnene Erfahrung nur ein schwacher Trost. „Es bleibt eine große Enttäuschung zurück, ich muss das erst einmal verkraften. Man hat gesehen, was uns noch fehlt. Jetzt muss jeder in sich gehen und im Verein an seinen Schwächen arbeiten, und da hat jeder viel zu tun“, sagte der Kapitän. Dass man mit drei Punkten gegen Panama möglicherweise das Achtelfinale erreicht hätte, ist für Schimpelsberger kein Thema.

„Es hat nicht gereicht“

„Wenn man gesehen hat, wie chancenlos wir gegen Brasilien und Ägypten waren, hätten wir das Achtelfinale sowieso nicht verdient.“ Der Oberösterreicher zerbrach sich auch nicht den Kopf darüber, wie man mit David Alaba, Aleksandar Dragovic, Raphael Holzhauser und Marco Djuricin abgeschnitten hätte. „Das sind sicher Spieler, die viel Qualität haben. Doch wir sind mit dieser Mannschaft hergefahren, haben alles gegeben und es hat nicht gereicht.“

Zum Misserfolg haben laut Schimpelsberger auch die feucht-heißen Verhältnisse zumindest teilweise beigetragen. „Es ist alles zusammengekommen. Jeder ist krank geworden, wir waren das Klima einfach nicht gewohnt. Ich hätte mir nicht gedacht, dass das so gravierend ist.“ Der Verteidiger will sich nun so schnell wie möglich bei Rapid in den Trainingsbetrieb stürzen, um nicht zu lange über die Pleiten nachdenken zu müssen. „Die Meisterschaft geht weiter, und vielleicht ist das in der jetzigen Situation besonders gut“, vermutete Schimpelsberger.

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