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Knapper Heimsieg

Aufsteiger Trenkwalder Admira hat am Samstagabend in der vierten Runde der tipp3-Bundesliga einen 2:1-Heimsieg über Abstiegskandidat SV Mattersburg gefeiert. Issiaka Ouedraogo (19.) und Daniel Drescher (83.) erzielten die Tore für die Niederösterreicher, die nach sieben Punkten aus den drei Heimspielen in Serie weiter Tabellenvierte sind.

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Alexander Pöllhuber (62.) hatte für den zwischenzeitlichen Ausgleich der weiter sieglosen Burgenländer gesorgt, die in den vergangenen beiden Runden sowohl bei Meister Sturm Graz (2:2) als auch bei Vizemeister Salzburg (0:0) gepunktet hatten, nun aber auf den letzten Platz abrutschten.

Issiaka Ouedraogo und Trainer Dietmar Kuehbauer (Admira)

GEPA/Mario Kneisl

Admira-Trainer Kühbauer gratuliert Ouedraogo zum Führungstor

Naumoski sieht wieder einmal Rot

Die Gäste mussten praktisch das gesamte Match mit nur neun Feldspielern auskommen, da „Enfant terrible“ Ilco Naumoski bereits in der neunten Minute ausgeschlossen worden war. Der Mazedonier hatte nach einem verlorenen Zweikampf vor den Augen von Referee Harald Lechner ein völlig unnötiges Foul ohne Ball an Stefan Schwab begangen, das vom Unparteiischen als Tätlichkeit gewertet worden war. Es war der bereits siebente Ausschluss von Naumoski in der Bundesliga.

Die Admira begann gegen den Stammclub ihres Trainers Dietmar Kühbauer engagiert und gab in Minute elf durch Daniel Toth den ersten Warnschuss ab (knapp daneben). Eine Doppelchance von Patrik Jezek machte Thomas Borenitsch im Verbund mit seiner Abwehr zunichte (15.). Doch in der 19. Minute durften die Gastgeber jubeln: Über Jezek und Stefan Palla kam der Ball zu Schwab, dessen Schuss aus spitzem Winkel von Borenitsch schlecht - nämlich genau auf Ouedraogo - abgewehrt wurde. Der Stürmer aus Burkina Faso ließ sich nicht zweimal bitten und verwertete den Sitzer zu seinem ersten Bundesliga-Treffer.

Zu mehr Offensive gezwungen

Durch den Rückstand war Mattersburg trotz Unterzahl zu mehr Offensive gezwungen und hatte auch eine große Ausgleichsmöglichkeit: Nach einem Corner stieg Patrick Bürger hoch, doch sein wuchtiger Kopfball wurde von Admira-Schlussmann Hans-Peter Berger mit einer Glanzparade über die Latte gelenkt. Auf der Gegenseite zischte ein Ouedraogo-Schuss knapp am Tor vorbei (33.).

Nach dem Wechsel brachte aber ein schwerer Patzer von Berger die Mattersburger zurück ins Spiel. Nach einer Flanke von Wilfried Domoraud rutschte dem Goalie der Ball durch die Hände, dieses Geschenk nahm Pöllhuber dankend an und erzielte den Ausgleich (62.).

Als dann auch noch wenig später Admira-Abwehrchef Christopher Dibon nach einem Foul des durchbrechenden Mattersburg-Stürmers Bürger mit Rot des Feldes verwiesen wurde (67.), schienen die Burgenländer endgültig im Aufwind. Doch Drescher sorgte mit einem Gewaltschuss aus knapp 30 Metern, der via Lattenunterkante im Netz landete, noch für den Sieg der Südstädter .

Stimmen zum Spiel:

Dietmar Kühbauer (Admira-Trainer): „Es war ein schlussendlich etwas glücklicher Sieg, aber auch ein verdienter durch den Tausendguldenschuss von ‚Dreschi‘. Der Ausschluss von Dibon war eine Fehlentscheidung, weil seinem Foul ein Foul von Bürger, der seinen Körper immer extrem einsetzt, vorangegangen war. Fußball war das heute keiner von Mattersburg. Der frühe Ausschluss und das frühe Tor haben meiner Mannschaft nicht gutgetan, denn da hat sie schon geglaubt, dass sie das Match im Sack hat.“

Hans-Peter Berger (Admira-Tormann): „Wir waren ganz klar die bessere Mannschaft. Die Mattersburger haben ihren eigenen Spielstil, der es einem nicht einfach macht. Das Verrückteste an dieser Partie war, dass Drescher diesen Weitschuss aus 30 Metern reingehaut hat. Ich muss mich bei ihm bedanken, denn das Gegentor geht ganz klar auf meine Kappe, das war ein klassischer Fangfehler.“

Franz Lederer (Mattersburg-Trainer): „Diese Niederlage ist letztendlich bitter. Die Mannschaft war schnell in Unterzahl, ist früh in Rückstand geraten, hat sich aber zurückgekämpft und den Ausgleich geschafft. Und dann ist der Fangschuss aus dem Nichts gekommen. Meine Mannschaft hat es meistens nicht verstanden, in diesem Match ruhig zu bleiben, hat zu hektisch agiert, vor allem nach dem 1:1. Nach vier Runden hängt uns die Heimniederlage gegen Wiener Neustadt natürlich nach, aber jetzt haben wir zwei Heimspiele, in denen wir versuchen müssen, möglichst viele Punkte zu holen.“

Tipp3-Bundesliga, vierte Runde

Samstag:

Admira - Mattersburg 2:1 (1:0)

Trenkwalder-Arena, 4.271 Zuschauer, SR Lechner

Torfolge:
1:0 Ouedraogo (19.)
1:1 Pöllhuber (62.)
2:1 Drescher (83.)

Admira: Berger - Plassnegger, Dibon, Drescher, Palla - Seebacher (78./E. Sulimani), D. Toth, Schwab, Jezek - Ouedraogo (88./Schrott), B. Sulimani (71./Windbichler)

Mattersburg: Borenitsch - Höller (82./Farkas), Malic, Mravac, Pöllhuber - Mörz (86./Spuller), Ilsanker, Parlov, Domoraud (88./Rath) - Naumoski, Bürger

Rote Karten: Dibon (67./Torraub) bzw. Naumoski (9./Tätlichkeit)

Gelbe Karten: Drescher, B. Sulimani, Ouedraogo, Toth bzw. Mravac

Die Besten: Toth, Ouedraogo bzw. Höller, Malic

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