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Admira erster Salzburg-Verfolger

Aufsteiger Trenkwalder Admira hat dem gelungen Saisonstart in der tipp3-Bundesliga mit einem überraschenden 4:2-Sieg bei Austria Wien am Sonntag das i-Tüpfelchen aufgesetzt. Die Südstädter gehen nach sechs Runden als erster Verfolger von Tabellenführer Salzburg in die Länderspielpause.

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„Die Mannschaft ist sehr willig und arbeitet toll. Aber wir dürfen jetzt nicht die Bäume in den Himmel wachsen lassen“, sagte Admira-Trainer Dietmar Kühbauer, der betonte, dass der Klassenerhalt nach wie vor das Hauptziel sei. „Was dann noch kommt, nehmen wir natürlich gerne mit. Wir werden hart weiterarbeiten.“ Er habe von Anfang an gewusst, „dass wir auch in dieser Liga bestehen können“. Der mit 40 Jahren jüngste der zehn Cheftrainer im Oberhaus hat sein Team im Vergleich zur vergangenen Saison kaum verändert.

Jubel von Daniel Toth, Trainer Dietmar Kühbauer und Co-Trainer Manfred Nastl (Admira)

GEPA/Christian Ort

Die Admira durfte über den dritten Saisonsieg jubeln

Mit Ausnahme von Routiniers wie Hans-Peter Berger (29), Patrik Jezek (34) und Gernot Plassnegger (33) setzen die Niederösterreicher auch im Kader auf die Jugend, so sind etwa die Innenverteidiger Christopher Dibon und Richard Windbichler jeweils 20 Jahre alt. Dass sein bisher größter Coup mit der Admira ausgerechnet im Heimstadion der Austria gelang, löste beim langjährigen Rapidler Kühbauer angeblich keine besondere Genugtuung aus: „Das hat mit der Austria nichts zu tun. Wir haben gegen die spielstärkste Truppe in Österreich verdient gewonnen.“

Hosiner „kann noch mehr“

Seit der Auftaktniederlage im Geisterspiel gegen Rapid (0:2) am 16. Juli hat die Admira nicht mehr verloren. Admiras Matchwinner war diesmal Philipp Hosiner, der im erst vierten Match in Österreichs höchster Liga seine ersten drei Treffer erzielte. „Hosiner steht sich manchmal selbst im Weg. Er hat oft Probleme, sein volles Potenzial zu zeigen. Deswegen freue ich mich mit ihm, aber er kann noch mehr“, versicherte Kühbauer nach dem ersten Admira-Sieg gegen die Austria seit 5. April 2003.

Hosiner, der lediglich aufgrund der Bauchmuskelverletzung von Benjamin Sulimani in die Startelf gerutscht war, stellte klar, dass man sich keinesfalls zurücklehnen dürfe. „Für einen Aufsteiger ist es ein sehr guter Start. Die Leistung müssen wir aber im nächsten Spiel bestätigen“, so der 22-jährige Burgenländer, der über die Umwege 1860 München Amateure, SV Sandhausen und Vienna bei der Admira gelandet war.

Bei der Austria „hat die Frische gefehlt“

Kühbauer ist sich bewusst, dass der überraschende Sieg in Wien-Favoriten sicher auch dem dichten Austria-Programm in den vergangenen Wochen zu verdanken ist: „Wir hatten mehr Benzin im Tank als die Austria.“ Das wusste sein Gegenüber Karl Daxbacher am besten. „Bei einigen hat die Frische gefehlt. Es hilft aber nicht zu lamentieren. Wir wollten in die Europa League und damit müssen wir zurechtkommen“, sagte der Niederösterreicher nach seinem 150. Bundesliga-Match als Cheftrainer (74 Siege, 39 Remis, 37 Niederlagen).

Daxbacher zeigte sich nach der ersten Heimniederlage in dieser Saison als fairer Verlierer. „Die Admira ist sehr selbstbewusst aufgetreten. In der Euphorie gelingt vieles. Letztes Jahr war das bei Innsbruck dasselbe“, erinnerte Daxbacher an den Höhenflug der Tiroler, gegen die es vor genau einem Jahr ebenfalls eine herbe Heimpleite (0:3) gesetzt hatte.

Ärger über verpasste Tabellenführung

Zlatko Junuzovic ärgerte sich, dass die Austria trotz 63 Prozent Ballbesitz die Chance auf Platz eins vergeben hatte. „Vielleicht ist das bei uns eine Kopfsache. Immer wenn wir Erster werden können, verbocken wir es“, sagte Junuzovic, für den sein 30. Ligator nur ein schwacher Trost war.

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