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„Er wird stärker zurückkommen“

Die ersten Diagnosen haben sich bestätigt: Red Bull Salzburgs Torjäger Alan hat sich am Sonntag im Schlager der tipp3-Bundesliga daheim gegen Rapid (0:0) einen Riss des vorderen Kreuzbandes im rechten Knie zugezogen. Der 22-jährige Brasilianer werde am Dienstag operiert und falle mindestens sechs Monate aus, teilte der Tabellenführer in einer Aussendung mit.

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Alan war mit drei Toren bester Torschütze der Salzburger in der Ligaanfangsphase. Auch in der Qualifikation der UEFA Europa League hatte der Südamerikaner mit insgesamt sechs Toren gegen Liepajas Metalurgs, FK Senica und Omonia Nikosia großen Anteil daran, dass die Salzburger in die Gruppenphase aufgestiegen sind. Alan hatte sich die Verletzung ohne Fremdeinwirkung wenige Sekunden vor Schluss zugezogen.

Alan de Carvalho, Teamarzt Helmut Klampfer (RBS) und Sanitäter

GEPA/Felix Roittner

Der Gesichtsausdruck von Alan sprach Bände

Salzburg-Trainer Ricardo Moniz, dessen Heimbilanz mit jeweils zwei Siegen und Niederlagen sowie vier Remis sehr durchwachsen ist, haderte mit der Verletzung. Nach Ansicht des Niederländers ist die Doppelbelastung Bundesliga/Europa League mitschuldig an der Verletzung Alans. „Fußball ist für Alan alles. Aber da sieht man wieder, dass Fußball nicht das Wichtigste ist. Viel wichtiger ist die Gesundheit. Ich bin sicher, er wird stärker zurückkommen“, sagte Moniz.

„Bullen“ werden nicht nachrüsten

Trotz des bitteren Ausfalls ihres Torjägers werden die „Bullen“ nicht mehr nachrüsten. Schließlich haben sie ja mit Stefan Maierhofer erst vor wenigen Tagen einen neuen Angreifer präsentiert. „Ich bin zufrieden, aber nicht ganz zufrieden“, bilanzierte Maierhofer, der nach nur drei Trainings mit der neuen Mannschaft gleich in der Salzburger Startelf gestanden war.

„Ich bin 90 Minuten gerannt, was die Kraft hergegeben hat. Rapid hatte nach der Derby-Niederlage etwas gutzumachen, das hat man gesehen“, so Maierhofer. Moniz bescheinigte seinem Neuzugang eine „ordentliche Leistung“. „Er ist aber von der Seite zu wenig bedient worden. Die Umstellung auf ein System mit Maierhofer kann wegen der kurzen Zeit noch nicht hundertprozentig klappen, aber es muss einfach besser werden“, sagte Moniz.

Ladehemmung bei Rapid sorgt für Kopfzerbrechen

Das muss es auch bei Ligakonkurrent Rapid. Bei den Hütteldorfern sorgt die aktuelle Ladehemmung für Kopfzerbrechen. Die Rapidler sind seit vier Partien sieg- und torlos, eine derartige Torblockade hatte es zuletzt in der Saison 2002/03 unter Josef Hickersberger gegeben. „So ein Spiel muss man gewinnen. Wir haben Salzburg phasenweise an die Wand gespielt“, sagte Rapid-Tormann Helge Payer.

Verteidiger Mario Sonnleitner fühlt mit seinen Vorderleuten mit. „Mir tun unsere Stürmer leid, weil sie im Training und im Spiel alles probieren und geben. Irgendwann werden sie sicher treffen“, sagte Sonnleitner. „Ich habe keine Ahnung, warum es derzeit nicht klappt“, rätselte Stürmer Deni Alar. Rapid-Trainer Peter Schöttel wusste daher nicht genau, ob er sich über den Punkt in der Red-Bull-Arena freuen oder ärgern soll.

„Die Tore werden ganz von alleine kommen“

„Über einen Punkt in Salzburg darf man sich normalerweise nicht beschweren. Aber wir hätten mehr aus unserer Überlegenheit machen müssen“, sagte Schöttel, der aber Gelassenheit ausstrahlt. „Probleme hätte ich nur, wenn wir keine Chancen herausspielen würden. Die Tore werden ganz von alleine kommen.“

Deshalb schloss Schöttel auch aus, dass Rapid bis Ende der Transferzeit am Mittwoch noch einen Angreifer verpflichten wird. „Ich habe volles Vertrauen in meine Stürmer“, sagte Schöttel und stärkte Hamdi Salihi, Alar und Atdhe Nuhiu den Rücken. Schöttel erwartet jedoch, dass in den kommenden beiden Heimspielen gegen Mattersburg und Kapfenberg „der Knoten platzt“.

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