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Serbien gewinnt Krimi gegen Russland

Italien und Serbien stehen einander am Sonntag (18.00 Uhr, live in ORF Sport Plus) im Finale der Volleyball-EM in Österreich und Tschechien gegenüber. Die „Squadra Azzurra“ setzte sich klar mit 3:0 (22,21,20) gegen Titelverteidiger Polen durch. Im zweiten Halbfinale besiegte Serbien den sechsfachen Weltmeister Russland in einem Fünfsatzkrimi 3:2 (-23,17,22,-31,-13).

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Serbien steht damit vor seinem größten Erfolg seit dem bisher einzigen EM-Titel im Jahr 2001 (damals als Jugoslawien). Der hart erkämpfte Sieg gegen die favorisierten Russen verhinderte somit die Neuauflage des Finales der EM 1999 Wien, als sich Italien gegen Russland mit 3:1 durchsetzte. Damals schon mit dabei: Der heute 36-jährige italienische Mittelblocker Luigi Mastrangelo. Er hat damit seinen bereits vierten EM-Titel im Visier - Videohighlights von den Halbfinal-Partien in insider.ORF.at

Serbien ringt Russland nieder

Russland, aktueller World-League-Titelhalter, ging in einer Partie auf höchstem Niveau gegen Serbien schnell mit 15:10 in Führung, ließ sich dann vor 7.600 Zuschauern durch das verbesserte Service des Gegners, vielleicht aber auch von der massiven serbischen Fanpräsenz aus der Ruhe bringen: Die Serben holten sich seinerseits eine 21:10-Führung und gewannen den ersten Durchgang mit dem zweiten Satzball 25:23.

Taras Khtey (RUS) gegen Vlado Petkovic, Dragan Stankovic und Milos Nikic (SRB)

GEPA/Mario Kneisl

Bis zum letzten Punkt war die Partie hart umkämpft

Ähnlich das Bild im zweiten Satz. Da ließen sich Schlüsselspieler Maxim Michajlow und Co. 6:1- bzw. 16:10-Führungen von fehlerhaften Serben aber nicht mehr nehmen und siegten souverän 25:17. Die Russen gewannen den folgenden Satz 25:22, doch der Wille des Gegners war nicht gebrochen. Der hielt im nervenzerfetzenden vierten Durchgang hart dagegen, wehrte vier Matchbälle ab und verwertete schließlich seinen fünften Satzball zum 33:31.

Angeführt von Routinier Ivan Miljkovic sicherten sich die befreit aufspielenden und von den Fans angetriebenen „Hausherren“ im entscheidenden fünften Satz eine schnelle 4:1-Führung, die man nicht mehr aus der Hand gab. Mit dem ersten Matchball macht Serbien die Überraschung perfekt.

Italien wirft Titelverteidiger raus

Kräfte schonen durfte zuvor Italien, das in jeder Phase die Partie gegen Polen in der Hand zu haben schien und sich ideal auf den Gegner eingestellt hatte - und das, obwohl der Löwenanteil der rund 6.000 Zuschauer aufseiten der Polen stand. „Es war ein fast perfektes Match“, meinte Italiens Coach Mauro Berruto. „Das perfekte Match spielen sie hoffentlich morgen. Ich weiß, was meine Mannschaft technisch, taktisch und mental drauf hat. Sie können alles schaffen.“

Jubel von Dragan Travica, Simone Parodi und Michal Lasko (ITA)

GEPA/Mario Kneisl

Italien präsentierte sich mental stark

Tatsächlich zeigte sich der sechsfache Europameister Italien gerade im zweiten Satz mental stark. Dieser war geprägt von einer Aufholjagd der Polen, die sich von 7:12 auf 17:17 zurückarbeiteten, gegen die besser abgestimmten und am Service hochgefährlichen Italiener aber wieder mit 18:22 in Rückstand gerieten und schließlich -21 verloren. Im dritten Durchgang hielt Polen, bei dem Topstar Bartosz Kurek farblos blieb, zwar lange Zeit mit, brach im Finish aber neuerlich ein.

Volleyball-EM

Finale (Wien):
18.09. Serbien Italien 3:1
Spiel um Platz drei (Wien):
18.09. Polen Russland 3:1
Halbfinale (Wien):
17.09. Italien Polen 3:0
Serbien Russland 3:2
Viertelfinale (Karlovy Vary und Wien):
15.09. Slowakei Polen 0:3
Italien Finnland 3:1
Russland Bulgarien 3:1
Serbien Frankreich 3:1

*Live in ORF Sport Plus

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