„Es ist kein Freibrief“
Andreas Ivanschitz steht nach über zweieinhalb Jahren wieder im Kader der österreichischen Nationalmannschaft. Interimsteamchef „Willi“ Ruttensteiner nominierte den Mainz-Legionär am Dienstag für die abschließenden EM-Qualifikationsspiele am 7. Oktober in Aserbaidschan und am 11. Oktober in Kasachstan.
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Sein 49. und bisher letztes Ländermatch hatte der Mittelfeldspieler im Februar 2009 gegen Schweden absolviert, danach wurde er von Dietmar Constantini nicht mehr berücksichtigt. „Ivanschitz gehört für mich zu den 23 besten Spielern Österreichs“, sagte Ruttensteiner zu seiner Entscheidung, Ivanschitz wieder einzuberufen. Dass der Burgenländer gegen Aserbaidschan und Kasachstan auch aufläuft, wollte der Interimsteamchef aber nicht unterstreichen.
„Es ist kein Freibrief“, so Ruttensteiner. „Ob er in der Startaufstellung steht, entscheidet das Trainerteam und sonst niemand.“ Als „Denkzettel“ an seinen Vorgänger Constantini wollte Ruttensteiner die Einberufung von Ivanschitz ebenfalls nicht verstehen. „Ich habe die Arbeit von Constantini respektiert“, so der Sportdirektor, und „er hat viel aufgebaut“.

GEPA/Guenter Artinger
Fans fordern beim Test gegen Dänemark am 3. März 2010 die Rückkehr von Ivanschitz
Im Dienst der Mannschaft
Auch Ivanschitz gab sich in seiner ersten Stellungnahme versöhnlich. „Ich möchte mein Comeback angehen, ohne an die Vergangenheit zu denken“, teilte der Burgenländer in einer Presseaussendung mit. Er freue sich auf den Neustart und auch auf die Mannschaft, in der laut Ivanschitz viele Spieler eine tolle Entwicklung gemacht hätten. „Dieses Team kann mit seinem großen Potenzial sehr schnell etwas erreichen“, sagte Ivanschitz.
Er selbst gehe „an die Sache mit einem sehr positiven Gefühl heran“. „Ich sehe es als große sportliche Herausforderung, wieder Teil der Nationalmannschaft zu sein und eine erfolgreiche Zukunft mitgestalten zu dürfen“, so der 49-fache Teamspieler. „Was für mich zählt, ist, dass ich mich in den Dienst der Mannschaft stellen und Vollgas geben will.“
Hosiner und Siebenhandl
Ebenfalls einberufen wurden Paul Scharner - obwohl er zuletzt mit seiner Bewerbung als „Spielerteamchef“ für Aufregung gesorgt hat - und die Werder-Bremen-Kicker Marko Arnautovic und Sebastian Prödl. Admira-Stürmer Philipp Hosiner, Führender der Bundesliga-Torschützenliste, könnte ebenso sein Nationalteamdebüt geben wie Wiener-Neustadt-Goalie Jörg Siebenhandl.
Nur auf der Abrufliste scheinen unter anderen Erwin Hoffer (Frankfurt), Roland Linz (Austria) und Manuel Weber (Sturm Graz) auf. Daniel Royer (Hannover) und Christopher Dibon (Admira) wurden in Abstimmung mit Andreas Herzog für das U21-Team freigestellt. „Ich finde es wichtiger, dass diese Spieler dem U21-Team zur Verfügung stehen und dort spielen, anstatt beim A-Team auf der Bank zu sitzen“, so Ruttensteiner.
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