Wacker hält Kapfenberg auf Distanz
Der FC Wacker Innsbruck ist zum Auftakt des zweiten Saisonviertels in der tipp3-Bundesliga auf die Siegerstraße zurückgekehrt. Die Tiroler feierten am Samstag im Auftaktspiel der zehnten Runde gegen SV Kapfenberg nach acht sieglosen Runden daheim einen verdienten 3:1-Erfolg.
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Mann des Spiels war „Joker“ Christopher Wernitznig, der einen Doppelpack erzielte (41., 76.) und das 2:0 von Carlos Merino (54.) mit einem Eckball vorbereitete.
Die Mannschaft von Trainer Walter Kogler hat damit in der laufenden Saison nur gegen die Kapfenberger gewonnen, in der ersten Runde hatte es auswärts einen 3:2-Sieg gegeben. Wernitznig und Co. vergrößerten den Abstand auf das Tabellenende auf bereits sieben Punkte und liegen nun vier Zähler vor den Steirern, für die David Sencar in der 68. Minute mit einem Freistoß auf 1:2 verkürzt hatte.

APA/Robert Parigger
Die Tiroler hatten endlich wieder einmal Grund zur Freude
Gastgeber beginnen forsch
Die Hausherren hatten im Tivoli-Stadion von Beginn an mehr vom Spiel. Vor allem auch, weil die Obersteirer extrem tief standen und nur auf Konter lauerten. Im Abschluss war den Innsbruckern aber die Verunsicherung nach den letzten erfolglosen Spielen deutlich anzumerken. KSV-Goalie Raphael Wolf hatte mit einem Merino-Schuss keine Mühe (18.), Miran Burgic rutschte an einem Schuss von Julius Perstaller knapp vorbei (24.), zudem rettete Machmadnaim Scharifi in letzter Sekunde vor Merino in den Corner (25.). Damit noch nicht genug, knallte Marcel Schreter einen indirekten Freistoß aus fünf Metern genau in die Mauer (30.).
Drei Minuten später stieß Perstaller bei einem Luftduell mit Sencar zusammen und zog sich dabei einen Nasenbeinbruch zu. Die Hereinnahme von Wernitznig in der 33. Minute tat dem Spiel aber gut. Der 21-jährige Kärntner traf nach einer Flanke des starken Merino per Kopf zum 1:0 (41.). Gleich darauf bewahrte Wolf seine Mannschaft vor dem 0:2, war bei einem Merino-Versuch im Nachfassen zur Stelle (43.).
Nach dem Seitenwechsel machten die Gastgeber schnell den Sack zu, diesmal tauschten Wernitznig und Merino die Rollen. Nach einem Eckball des jungen Mittelfeldspielers erzielte der Spanier mit einem Volleyschuss das 2:0, Scharifis Rettungsversuch hinter der Linie kam zu spät (54.).
Safar bei Freistoß überrumpelt
Die in der Folge vergebenen Chancen auf das 3:0 durch Burgic (57.) und Schreter (63.) hätten sich beinahe noch gerächt. Szabolcs Safar parierte zwar einen Kopfball von Matej Mavric (59.), ließ sich aber bei einem Sencar-Freistoß ins Tormanneck überraschen (68.). Richtig eng wurde es aber nicht mehr, da Wernitznig seinen tollen Auftritt mit einem weiteren Treffer krönte. Wolf konnte im ersten Anlauf zwar noch retten, gegen den zweiten Versuch des zu Jahresbeginn gekommenen Villachers war der KSV-Tormann aber machtlos (76.).
Stimmen zum Spiel:
Walter Kogler (Innsbruck-Trainer): „Uns hat die Verletzung von Julius Perstaller sehr wehgetan, ich hoffe, es ist nicht so arg, deswegen haben wir tauschen müssen. Christopher hat dann aber eine tadellose Leistung geboten. Der Sieg ist aufgrund einer guten Gesamtleistung zustande gekommen. Die Mannschaft hat so gespielt, wie wir uns das vorgestellt haben.“
Christopher Wernitznig (Innsbruck-Doppeltorschütze): „Es war ein perfekter Einstand, ich war überhaupt nicht nervös. Ich bin natürlich mit dem Tor super ins Spiel gekommen, habe die Chance, die mir der Trainer gegeben hat, perfekt genützt.“
Werner Gregoritsch (Kapfenberg-Trainer): „Wir haben in der ersten Hälfte versucht, kompakt zu stehen, da wir gewusst haben, dass Innsbruck offensiv spielen muss. Wir haben das Tor zum denkbar ungünstigsten Augenblick bekommen. In der zweiten Hälfte haben wir couragierter gespielt, auch das 1:2 geschossen. Solche Fehler bei den Gegentoren dürfen nicht passieren. Innsbruck wollte den Sieg mehr. Wir hatten einige Unsicherheiten in der Abwehr, das ist eine Situation, die uns die gesamte Saison betrifft. Wir stehen zu weit weg von den Leuten, stehen zu tief, bewegen uns nicht im Block nach vorne.“
Tipp3-Bundesliga, zehnte Runde
Samstag:
Wacker Innsbruck - Kapfenberg 3:1 (1:0)
Tivoli Stadion, 4.824 Zuschauer, SR Hameter
Torfolge:
1:0 Wernitznig (41.)
2:0 Merino (54.)
2:1 Sencar (68.)
3:1 Wernitznig (76.)
Innsbruck: Safar - Harding, Bea, Svejnoha, Hauser - Abraham - Schütz (78./Löffler), Merino (69./Hackmair), Perstaller (33./Wernitznig), Schreter - Burgic
Kapfenberg: R. Wolf - Scharifi, Mavric, Taboga, Harrer - Hüttenbrenner (62./Elsneg), Erkinger, Sencar, Felfernig (78./Gregoritsch) - Gucher (53./Ordos), Pavlov
Gelbe Karten: Schütz, Schreter bzw. Taboga, Mavric, Erkinger, Sencar, Harrer
Die Besten: Wernitznig, Abraham, Merino bzw. Sencar
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