Nicht nur positive Erkenntnisse
Österreichs Interimsteamchef Willibald Rutensteiner hat am Mittwoch einmal mehr eindringlich vor EM-Qualifikationsgegner Aserbaidschan gewarnt. Ruttensteiner setzt gegen die Vogts-Mannschaft am Freitag (18.00 Uhr MESZ, live in ORF eins) auf schnelle Balleroberung.
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„Es ist wichtig, dass wir bei Ballverlust den Gegner sofort stören. Denn so hoch ist das technische Niveau der Aserbaidschaner nicht, dass sie dann bis nach vorne kombinieren und zum Torabschluss kommen können.“ Geprobt wurde dieses Verhalten bereits am Dienstagabend beim 4:0-Testspielsieg auf Kunstrasen gegen den TSV Hartberg.
Nicht im Sinne des Teamchefs
Für Ruttensteiner gab es in dieser Partie nicht nur positive Erkenntnisse. „Mit dem Verhalten in der Defensive war ich nicht zufrieden, weil sich nicht alle in den Defensivbereich eingebracht haben. Das schnelle Umschalten von Offensive in Defensive war nicht gut“, sagte der Coach. Die Kritik richtete sich dabei unter anderen an Marko Arnautovic.

GEPA/Christopher Kelemen
Ruttensteiner (mi.) will dem ÖFB-Team seine Spielphilosophie vermitteln
„Aber man darf nicht bei jeder Aktion von ihm das Negative suchen. Bei den Besprechungen ist er immer sehr aufmerksam, von daher gibt es nichts zu kritisieren“, sagte Ruttensteiner. Mit seiner Kritik am Abwehrverhalten der gesamten Mannschaft machte Ruttensteiner auch deutlich, was in Zukunft vom ÖFB-Team zu erwarten ist: eine einheitliche Linie, vorgegeben von Sportdirektor Ruttensteiner, umgesetzt von Neo-Teamchef Marcel Koller.
Sportdirektor und Teamchef sind einer Meinung
Der 50-jährige Schweizer, der am Dienstag als neuer Steuermann des Nationalteams präsentiert wurde, will laut seinen ersten Äußerungen nämlich auch die Mannschaft mit einem gesunden Mix aus Offensive und Defensive auf Vordermann bringen und vom 77. Platz in der Weltrangliste wegführen.
Mit DVD-Studium bereitete sich der neue Teamchef seit dem ersten Treffen mit der ÖFB-Spitze vor zwei Wochen auf seine Aufgabe vor. Wichtigste Erkenntnis: Fehler in der Abwehr wurden der Mannschaft in den meisten Spielen zum Verhängnis. Dort will Koller auch den Hebel ansetzen. „Ich lege viel Wert auf die Offensive und auch auf die Defensive, denn es kann nicht sein, dass alle nur nach vorne rennen“, sagte der neue Teamtrainer am Dienstag vor dem Testspiel gegen Hartberg.
Frühe Attacke
Die Defensive beginnt für Koller nicht erst am eigenen Sechzehner. „Es wird wichtig sein, dass wir mit hoher Konzentration und als ganze Mannschaft verteidigen“, umriss der Schweizer bei der offiziellen Vorstellung in Oberwart seine Spielphilosophie. Die Gegenspieler sollen die österreichischen Spieler schon früh zu spüren bekommen. „Wir wollen den Gegner so schnell wie möglich attackieren, damit wir oft in Ballbesitz sind“, so Koller.
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