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„Ich hoffe, wir legen noch einen drauf“

Sebastian Vettel hat mit dem neuerlichen Gewinn des Fahrertitels Teil eins seines Auftrags erfüllt. Schon am kommenden Sonntag kann sich Red Bull in Südkorea wie im Vorjahr auch den Konstrukteurstitel sichern. Und der jüngste Doppelweltmeister der Geschichte machte schon in Japan klar, dass er nicht zurückstecken wird.

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„Dass wir den Titel vorzeitig gewonnen haben, erlaubt uns nicht, auf Urlaub zu gehen“, sagte Vettel am Montag. „Wir dürfen nichts als selbstverständlich hinnehmen. Es könnte morgen vorbei sein. Wir müssen den Hunger bewahren.“ Der Deutsche hatte sich am Sonntag mit dem dritten Platz beim Großen Preis von Japan bereits vier Rennen vor Saisonende den Titel gesichert.

Vettel war die Erleichterung über das Erreichte auch wenige Stunden nach dem Triumph anzusehen. Nur einen Punkt hätte er benötigt, 14 mehr waren es geworden. Der Deutsche hatte sich am Sonntag daher überschwänglich bei Gott und der Welt bedankt. Besonders aber bei seinem persönlichen Trainer Tommi Pärmäkoski, mit dem er nach eigenen Angaben mehr Zeit verbringt als mit Freundin Hanna.

Der Killer mit dem „Babyface“

Niki Lauda hatte Vettel noch an der Rennstrecke als „Babyface, hinter dem ein Killer steckt“, bezeichnet. Der Österreicher legte später mit der Behauptung nach, dass er Vettel mehr Titel als Schumachers sieben zutraue. Dies und dass in den vergangenen elf Jahren siebenmal der Weltmeister ein Deutscher war, kommentierte Vettel aber eher gelassen.

„Es waren ja nur zwei Fahrer. Und Michael sehe ich nicht so sehr als Deutschen, sondern einfach als besonderen Formel-1-Fahrer“, gab sich der alte und neue Weltmeister diplomatisch, bekannte dann aber: „Ich hoffe, wir legen noch einen drauf.“ Mit einem dritten Titel würde er auch Lauda einholen, das hatte er dem Österreicher sogar schon „versprochen“. „Es war aber lustig gemeint“, schwächte Vettel am Montag ab.

Das Herz aus Österreich

Der Österreich-Anteil und die Unterstützung aus der Alpenrepublik am Erfolg sei natürlich enorm, bekräftigte der Weltmeister. „Das hört man ja auch jedes Mal, wenn wir gewinnen, an der Hymne.“ Das in England sitzende Team steht bekanntlich im Besitz von Red-Bull-Boss Dietrich Mateschitz.

„Wir sind sehr international, das Herz kommt aber in gewisser Weise aus Österreich“, sagte Vettel. „Dieses Land hat eine warme Atmosphäre, das merkt man bei jedem Urlaub. Und das spürt man auch im Team. Alle haben das Herz am rechten Fleck.“ Red Bull sei in Österreich etwas Besonderes, stehe für ein Lebensgefühl. „Und wir dürfen es vertreten“, sagte der Ausnahmefahrer.

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