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„Nicht zu überlebende Verletzungen“

Dan Wheldon, der zweifache Gewinner des Rennklassikers Indianapolis 500, ist am Sonntag während eines Rennens in Las Vegas ums Leben gekommen. Der 33-jährige Brite hatte bei dem Unfall, in den insgesamt 15 Autos verwickelt waren, keine Chance.

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Der Wagen des in den USA lebenden Rennfahrers flog bei dem Zwischenfall in der 13. Runde des Finales der IndyCar-300-Serie mit voller Wucht in den Begrenzungszaun und wurde dabei völlig zerstört. Wheldon wurde noch ins University Medical Center geflogen, ehe nach zwei Stunden sein Tod wegen „nicht zu überlebender Verletzungen“ bekanntgegeben wurde. Bei dem Unfall gingen zahlreiche Wagen in Flammen auf, drei weitere Piloten erlitten Verletzungen - Video zum Unfall auf YouTube.

„Unsere Gedanken und Gebete sind bei seiner Familie“, sagte IndyCar-Geschäftsführer Randy Bernard. Die Motorsportwelt zeigte sich schockiert über den Tod Wheldons. Das Rennen wurde abgebrochen, die Fahrer kehrten später aber auf die Strecke zurück und erwiesen mit einem Trauerzug über fünf Runden dem Verstorbenen die letzte Ehre.

Crash beim Rennen in Las Vegas

Reuters/Barry Ambrose

Wheldon hatte keine Überlebenschance

„Wie in einem brutalen Film“

„Es war wie in einem brutalen Film. Auf der ganzen Fahrbahn lagen Trümmerteile, man konnte den Rauch riechen, die Rauchschwaden vom Auto aufsteigen sehen, und es war ein Feuerklotz, um den wir herumgefahren sind“, sagte Rennkollegin Danica Patrick. „Es gibt dafür keine Worte. Ich bin wie viele andere am Boden zerstört.“

Dan Wheldon

AP/Darron Cummings

Die Bestürzung nach dem Tod Wheldons war groß

„Ich habe schon nach fünf Runden gesehen, dass die Jungs beginnen, dumme Sachen zu machen“, erklärte der Schotte Dario Franchitti, der nicht in den Unfall verwickelt war. Durch die Absage des Rennens ging die Meisterschaft zum dritten Mal in Folge an ihn. „Ich liebe harte Rennen, aber das sollte es nicht sein. Ein kleiner Fehler von irgendjemandem genügt da schon. In einem Moment scherzt du bei der Fahrervorstellung herum, im nächsten Moment ist er tot.“

Auch der britische Formel-1-Pilot Lewis Hamilton zeigte sich bestürzt: „Das ist ein extrem trauriger Tag“, sagte er. „Das ist ein tragischer Verlust in so einem jungen Alter. Mein Herz ist in dieser extrem schwierigen Zeit bei seiner Familie und seinen Freunden.“

Bedenken schon vor dem Start

Es war der erste Todesfall der IndyCar-Serie seit dem tödlichen Unfall des Amerikaners Paul Dana 2006. Auf dem 2,4 Kilometer langen Rundkurs von Las Vegas waren vor dem Massencrash im Training Spitzengeschwindigkeiten von fast 360 km/h erzielt worden. Aufgrund dieses hohen Tempos und der insgesamt 34 Autos auf der Strecke hatten die Fahrer bereits im Vorfeld des Rennens Bedenken geäußert.

Erfolgreiche Karriere

Wheldon war einer der erfolgreichsten britischen Rennfahrer abseits der Formel 1. Nach acht britischen Titeln im Kartsport und Rang drei in der britischen Formel-Ford-Meisterschaft zog er 1998 in die USA, weil er sich dort bessere Möglichkeiten erhoffte.

Die Erfolge stellten sich auch rasch ein, er gewann 1999 mit sechs Rennsiegen die Formel-2000-Meisterschaft und wechselte bald in die prestigeträchtige IndyCar-Serie. Dort wurde er 2003 zum Nachwuchsfahrer des Jahres gewählt. Zwei Jahre später sicherte er sich den Gesamtsieg der IndyCar-Serie und gewann erstmals die Indy 500. Auch heuer war er bei diesem Rennen erfolgreich gewesen. Das Saisonfinale in Las Vegas war sein 134. Rennen. Der in den USA sehr populäre Wheldon hinterlässt seine Frau Susie und zwei kleine Söhne.

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