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„Veilchen“ im Viertelfinale

Die Wiener Austria hat im ÖFB-Cup den Aufstieg in die Runde der besten Acht geschafft. Die „Veilchen“ qualifizierten sich mit einem 2:0-(0:0)-Auswärtssieg beim Tiroler Landesligisten SVG Reichenau für das Viertelfinale. Die Austria hatte dabei lange hart zu kämpfen. Michael Liendl (77.) und Roland Linz (79.) sorgten erst spät für klare Verhältnisse.

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Ergebnisse vom ÖFB-Cup

Die Austria war von Beginn an überlegen, die besten Chancen vor der Pause fanden Linz (5.), Manuel Ortlechner (31.) und Liendl (36.) vor, dessen Freistoß aus zwanzig Metern Torhüter Matthias Hörtnagl mit einer Traumparade parierte - sehr zur Freude der Fans, die jede Aktion und jeden Ballgewinn ihrer Amateurelf begeistert beklatschten. Die einzig nennenswerte Möglichkeit für Reichenau durch Mario Lanziner (15.) wurde von Tormann Heinz Lindner zerstört.

Daniel Einkemmer (Reichenau) und Georg Margreitter (Austria)

GEPA/Amir Beganovic

Reichenau (Bild: Daniel Einkemmer) lieferte Austria einen harten Kampf

Erde und Löcher

Der Rekordcupsieger aus Wien, bei dem Trainer Karl Daxbacher u. a. auf Zlatko Junuzovic, Thomas Jun, Florian Mader und Alexander Gorgon verzichtet hatte, tat sich sichtlich schwer, sich auf dem kleinen Platz mitten im Innsbrucker Wohngebiet zurechtzufinden. Der Rasen war durchzogen mit braunen Flecken, Erde und Löchern. Laut Reichenau-Trainer Thomas Lenninger ist das aber nicht der Normalzustand. So schlecht habe er den Platz noch nie gesehen, entschuldigte er sich.

An der Charakteristik des Spiels änderte sich nach Seitenwechsel nicht viel, die Reichenauer standen jedoch sehr kompakt und verhinderten zunächst erfolgreich Treffer der Wiener. Dario Tadic (58.) und Fabian Koch (65.) sowie auf der anderen Seite Patrick Steinkellner, bei dessen Freistoß-Schuss sich Lindner ordentlich strecken musste, lieferten die besten Aktionen in Tornähe. Der Abwehrkampf der Tiroler war eine Viertelstunde vor Schluss zu Ende, als Liendl einen gegnerischen Verteidiger aussteigen ließ und aus zehn Metern einnetzte, bald darauf landete der Ball nach einem Linz-Weitschuss zum 2:0 im Kreuzeck.

Ried will ersten Sieg bei Rapid

Ab 16.00 Uhr (live in ORF eins) treffen Rekordmeister Rapid und Titelverteidiger SV Ried aufeinander. Das Duell zwischen dem 14-fachen und dem zweifachen Cupsieger gab es auch schon in der vorigen Saison: Auf dem Weg zum Cuptriumph siegten die Innviertler im Halbfinale in Ried am 4. Mai mit 2:1. „Ob wir wieder überraschen können, wird sich zeigen. Meine jungen Spieler können noch befreiter spielen als am Samstag gegen Mattersburg (2:0, Anm.)“, so SVR-Coach Paul Gludovatz.

Nicht so zurückhaltend gab sich Stefan Reiter. „Im Cup gibt es nur ein Ziel: Wir möchten gewinnen. Wir sind im Cup im Hanappi-Stadion ungeschlagen. Jetzt wird es Zeit, dass wir dort auch Rapid schlagen“, sagte der Ried-Manager. Das bisher einzige Cupspiel im Westen Wiens bestritten die Innviertler 1998 - dabei gewannen sie das Finale gegen Sturm mit 3:1. In der Liga verließen sie Hütteldorf hingegen noch nie als Sieger.

„Niemand spielt gerne gegen die Rieder, sie sind sehr unangenehm. Wir wissen, dass es eng und schwer wird“, sagte Rapid-Trainer Peter Schöttel, stellte aber auch klar: „Wir spielen daheim, wollen unbedingt ins Viertelfinale.“ Weil er Thomas Prager wieder zur Verfügung hat, benötigt er Steffen Hofmann nicht mehr in der hinteren Position zur Gestaltung. „Beide waren sehr gut, haben aggressiv gestört“, sagte Schöttel nach dem 1:1 im Derby. Ob er wieder mit nur einem Stürmer oder mit zwei Angreifern spielen lässt, überlegt er noch.

Kann der LASK in Salzburg überraschen?

Vizemeister Red Bull Salzburg, der bisher noch nie den Cup gewann, wird vor dem Heimduell mit dem LASK ans Vorjahr erinnert, als in der zweiten Runde mit einem 1:3 gegen einen Linzer Club (Blau Weiß) das Aus kam. Die Linzer haben gegen die „Bullen“, die am Sonntag in Graz gegen Sturm mit 1:2 verloren und nicht gut spielten, nichts zu verlieren. Der erste Cupsieger, der nicht aus Wien (1965 Double) kam, hat das erste Spiel von Ricardo Moniz als Salzburg-Coach am 9. April durch ein Abstaubertor von Lukas Kragl in der „Mozartstadt“ mit 1:0 gewonnen.

Admira sieht sich als Außenseiter

Meister Sturm hat im Cup gute Erinnerungen an die Admira. Auf dem Weg zu ihrem vierten Titel schalteten die Grazer die Südstädter im Viertelfinale 2010 mit einem 1:0-Heimsieg nach Verlängerung aus. „Wir wollen unbedingt im Cup überwintern. Es ist eine Möglichkeit, auf schnellem Weg ins internationale Geschäft zu kommen“, sagte Sturm-Coach Franco Foda, der von einem „ganz schwierigen Spiel“ spricht.

Die Niederösterreicher, die den Cup fünfmal (zuletzt 1966) gewonnen haben und 2009 im Endspiel standen, wollen natürlich ihre Bundesliga-Tabellenführung bestätigen. Trainer Dietmar Kühbauer gab seinen Spielern am Montag trainingsfrei, damit sie neue Kräfte für den Hit tanken können. Trotz des 4:2-Heimsiegs gegen die Steirer im September sieht sich die Admira nicht als Favorit. „Wir sind gegen den aktuellen Meister auswärts in der Außenseiterrolle“, sagte Generalmanager Alexander Friedl. Er fügte jedoch hinzu, dass man die Grazer „wieder ärgern“ wolle. „Unser Trainer will auch gewinnen. Wir nehmen den Cup ernst, wollen aufsteigen und nicht mit einer B-Garnitur nach Graz fahren“, so Friedl.

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