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Sportliche Farce droht

Ein Duell des am Sonntag ausgelosten Viertelfinales im österreichischen Fußball-Cup droht zur Farce zu werden. Im Rahmen der ORF-Sendung „Sport am Sonntag“ zog Dressur-Aushängeschild Victoria Max-Theurer die Paarung Red Bull Salzburg - Red Bull Juniors, womit der Vizemeister gegen seine Amateure um den Einzug unter die letzten vier kämpft.

Bereits in der Vorsaison hat das clubinterne Duell zwischen Rapids Kampf- und Amateurmannschaft um den Einzug in die zweite Runde für Aufsehen gesorgt - der ÖFB weigerte sich danach aber auf Bestreben der Ligaclubs und mit Unterstützung von ÖFB-Sportdirektor Willi Ruttensteiner, Amateurteams vom Cup auszuschließen, wie es etwa in Deutschland der Fall ist.

Ludwig sieht „Punkt erreicht“

Damit dürfte ab der kommenden Saison laut ÖFB-Generaldirektor Alfred Ludwig Schluss sein. „Der Ausschluss von Amateurmannschaften vom Cup ist an sich schon ein Thema, weil die Zuschauerzahlen zuletzt katastrophal waren. Jetzt ist ein Punkt erreicht, wo man ernsthaft darüber diskutieren muss“, sagte Ludwig der APA nach der Auslosung.

Die Weichen für eine Änderung sollen bei einem Workshop im Dezember oder Jänner gestellt werden. Schwierigere Aufgaben als die Salzburger Profis erhielten die weiteren noch vertretenen Oberhaus-Clubs zugelost. Titelverteidiger SV Ried tritt in Grödig an, die Wiener Austria trifft auswärts auf den Namensvetter aus Lustenau, und Sturm Graz empfängt den TSV Hartberg. Spieltermine sind der 10. und 11. April 2012.

Viertelfinale

SV Grödig SV Ried 2:3
Austria Lustenau Austria Wien 1:2
Red Bull Salzburg Salzburg Juniors 4:1
Sturm Graz TSV Hartberg 2:4 n.V.

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