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Sechs Spiele ohne Sieg

Über Red Bull Salzburg ziehen immer dunklere Wolken auf. Der Vizemeister erlebte in der 14. Runde am Sonntag mit einem 0:3 in Mattersburg den Tiefpunkt der letzten Wochen. Seit sechs Spielen wartet die Truppe von Trainer Ricardo Moniz in der Meisterschaft bereits auf einen Sieg. Der Sessel des Trainers beginnt immer stärker zu wackeln. Moniz selbst will aber seinen Weg fortsetzen.

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„Ich bin sehr enttäuscht, muss aber weiter vorausgehen“, sagte der Niederländer nach der schwachen Vorstellung seiner Mannschaft im Burgenland. Der Tabellenvorletzte aus Mattersburg ließ die lustlosen Salzburger in der zweiten Hälfte eiskalt ins Messer laufen. Ilco Naumoski, Patrick Bürger und Michael Mörz schossen den Ligakrösus tief in die Krise. Bei den Salzburgern klappte im Abschluss nichts.

„Brauche keine Rückendeckung“

Mattersburg zeigte es den Gästen an diesem Tag vor, wie es geht. Dank starker Teamleistung stellten die Burgenländer dem vermeintlichen Favoriten ein Bein. „Der Unterschied war, dass bei uns jeder Spieler für den anderen da war. Wir sind als Team aufgetreten“, sagte Trainer Franz Lederer. Moniz nahm die erneut dürftige Leistung seiner nur auf dem Papier als Mannschaft auftretenden Truppe hingegen ganz auf seine Kappe.

Jubel von Mattersburg und Enttäuschung bei Salzburg

GEPA/Christopher Kelemen

Bezeichnendes Bild: Jubelnde Mattersburger und verzweifelte Salzburger

„Als Trainer muss man die Schuld immer bei sich selbst suchen“, stellte sich der Trainer vor seine Mannschaft, die zuletzt am 18. September mit 3:0 zu Hause gegen Wr. Neustadt gewinnen konnte. Dass die Luft für ihn immer dünner wird, ist dem Niederländer bewusst. Aufgeben will er aber nicht. Fast schon trotzig wehrte sich Moniz gegen Spekulationen über seine nahe Zukunft. „Ich befürchte nichts, habe keine Angst und brauche keine Rückendeckung.“ Ungeachtet des derzeitigen Sinkfluges - sechs Spiele ohne Sieg gab es in der Red-Bull-Ära noch nie - gibt sich Moniz kämpferisch. „Man kann mich kritisieren, aber ich werde von meinem Weg nicht abgehen.“

Doppelbelastung zu viel

Die Schuld am Debakel in Mattersburg gab der 47-Jährige der fehlenden Konzentration bei Standardsituationen. „Wir haben den Gegner durch Standards ins Spiel gebracht“, so Moniz. Auch die Doppelbelastung Meisterschaft und Europacup wirkt sich für den Trainer auf die Leistungen vor allem in der Liga aus. „Bei dieser Belastung müssten wir überall doppelt besetzt sein, aber das sind wir nicht“, so Moniz. In der Meisterschaft steht Salzburg jedenfalls bereits jetzt mit dem Rücken zur Wand.

Sieben Punkte fehlen dem Vizemeister auf Tabellenführer Admira, der trotz eines 0:0 gegen Wr. Neustadt weiter souverän von der Spitze lacht. Gut für die Salzburger, dass nun dank der Länderspielpause Zeit zum Durchatmen bleibt. Denn in der 15. Runde wartet am 20. November der unangenehme Gang nach Wien-Hütteldorf zu Rapid. Ob der Trainer dann noch immer Moniz heißt, bleibt abzuwarten. Der Trainer selbst hat für solche Spekulationen nur Unverständnis parat: „Ich stelle mich nicht infrage, ich weiß nicht, wo das herkommt. Das ist Stimmungsmacherei.“

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